Bei der Krone handelt es sich um eine österreichische Goldwährung und -münze aus der Zeit des klassischen Goldstandards in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Sie wurden von der kaiserlich-königlichen Münze in Wien geprägt, die später in Hauptmünzamt Wien umbenannt wurde.
Seit 1989 befindet sich die Prägestätte unter dem Namen Münze Österreich AG im Besitz der Österreichischen Nationalbank. Sie ist weltweit als Anbieter von Anlageprodukten aus Gold und Silber wie dem berühmten Wiener Philharmoniker bekannt.
Goldkronen: Originale und offizielle Nachprägungen
Österreichische Goldkronen lassen sich in Originale und Restrikes (Nachprägungen) unterteilen.
Originale: überwiegend Münzen, die günstig erhältlich und für Anleger geeignet sind. Ein kleiner Teil des Angebots entfällt auf Ausgaben, die wegen spezieller Prägemerkmale, einem besonders guten Erhaltungsgrad oder der Seltenheit eines Jahrgangs teurer sind und deshalb zu den Sammlermünzen gehören.
Nachprägungen: praktisch durchgängig sehr günstige Ausgaben, die keinen Sammlerwert entwickeln und sich sehr gut für ein reines Investment in Gold eignen.
Einsteiger können sich der Einfachheit halber an die Restrikes halten oder den Unterschied ignorieren und alleine den Preis als Kriterium heranziehen. Da die Nachprägungen neuer sind und nie als Umlaufmünzen genutzt wurden, befinden sie sich oft in einem besseren Erhaltungszustand als die Originale.
Nachprägungen und Fälschungen: ein wichtiger Unterschied
Keinesfalls dürfen die Nachprägungen mit Fälschungen verwechselt werden. Es handelt sich um offizielle Restrikes der Münze Österreich, bei der die exklusiven Rechte für die Nachprägungen liegen. Andere Hersteller dürfen die Münze nicht herausgeben und auch nicht den Anschein erwecken, dass es sich bei Prägungen um österreichische Kronen handelt.
Tatsächliche Fälschungen können – wie bei jeder Goldmünze – natürlich auch bei den Goldkronen vorkommen. Die Krone gilt aber nicht als bevorzugtes Objekt der Fälschung. Beim Kauf der Münzen im seriösen Edelmetallhändler reduziert sich das Restrisiko auf ein absolutes Minimum.
10, 20 und 100 Kronen
Es gibt Goldkronen mit Nennwerten von 10, 20 und 100 Kronen mit den folgenden Feingewichten:
10 Kronen: 3,0483 g Gold
20 Kronen: 6,0965 g Gold
100 Kronen: 30,4830 g Gold
Die Originale wurden zwischen 1892 und 1915 geprägt, wobei die 100-Kronen-Goldmünze erst 1908 hinzu kam. Nachprägungen fanden erstmals in den 1920er-Jahren statt. Der weitaus größte Teil der Restrikes stammt aber aus den 50er- bis 1980er Jahren. Auf den Nachprägungen sind gleichbleibende Jahrgangsangaben zu sehen, die nicht dem tatsächlichen Prägejahr entsprechen, sondern als Teil des Designs zu verstehen sind.
10 Kronen: Jahrgang 1912
20 Kronen: Jahrgang 1915
100 Kronen: Jahrgang 1915
Handelbarkeit der Goldkronen
Das Handelsvolumen der Goldkronen ist in Deutschland nicht vergleichbar mit modernen Bullionmünzen. Im österreichischen Edelmetallhandel werden die Goldmünzen reger gehandelt, erreichen aber ebenfalls nicht das Volumen von Anlagemünzen.
Die Unterschiede in der Liquidität sind jedoch nur für Anleger relevant, die Goldmünzen in höheren Stückzahlen kaufen oder verkaufen möchten. Inhaber größerer Depots können Kronen immer noch als günstige Beimischung nutzen.
Gewicht & Abmessungen
Nominal
Feinheit
Raugewicht
Feingewicht
Durchmesser
10 Kronen
900/1000
3,39 g
3,05 g
19,00 mm
20 Kronen
900/1000
6,78 g
6,10 g
21,00 mm
100 Kronen
900/1000
33,88 g
30,49 g
37,00 mm
Welche Einheit ist für ein Investment am besten geeignet?
Alle drei Einheiten der Goldkrone bieten wettbewerbsfähige Preise und kommen für die Geldanlage in Frage. Somit eignen sich die Münzen auch für sehr kleine Depots. Das Goldgewicht der 10-Kronen-Version liegt sehr nahe an der Einheit 1/10 oz – oft die kleinste Stückelung moderner Bullionmünzen – und hat häufig ein geringeres Aufgeld auf den aktuellen Goldpreis.
Noch geringer ist das Aufgeld typischerweise bei der 100-Goldkronen-Münze, die regelmäßig zu den günstigsten Goldprodukten im deutschen Edelmetallhandel zählt.
Kronen aus klassischem Münzgold
Die metallische Komposition aus 90 % Gold und 10 % Kupfer ist bei Originalen und Restrikes identisch. Diese auch als Münzgold 900 bekannte Legierung ist härter als Feingold, sodass es weniger schnell zu Kratzspuren oder Dellen aufgrund von mechanischem Druck kommt. Für die Aufbewahrung bieten sich zum Beispiel Münztaschen oder Münzkapseln an.
Im Normalfall keine Steuern für Goldkronen
In Deutschland können Anleger Goldkronen ohne Mehrwertsteuer kaufen. Ausnahmen nach § 25c UStG betreffen numismatisch wertvolle Ausgaben, deren Preis den Goldwert um 80 % übersteigt. Das kommt selten und bei den Nachprägungen so gut wie gar nicht vor und ist eben durch den enormen Preisunterschied sofort erkennbar.
Private Veräußerungsgewinne beim Verkauf der Goldkronen sind bei Einhaltung der einjährigen Spekulationsfrist ebenfalls steuerfrei. Werden Münzen innerhalb dieser Frist mit Gewinn verkauft, gilt die Freigrenze des jeweiligen Jahres.
Hinweis: Diese Angaben dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Anlageberatung oder eine andere fachlich qualifizierte Stelle.
Kronen aus Österreich: Das wichtigste im Überblick
sehr günstige historische Goldmünze
offizielle Nachprägungen für Anleger am besten geeignet
gute Fungibilität bei geringen Stückzahlen
900er Münzgold unempfindlicher als Feingold
empfohlene Einheit: 100 Kronen
Fazit zu den österreichischen Kronen
Als eines der günstigsten Goldprodukte im deutschen Edelmetallhandel eignen sich (die Nachprägungen von) österreichischen Kronen besonders gut für Anleger, die einzelne oder relativ wenige Goldmünzen kaufen möchten.