Aktueller Goldpreis

05.07.2020 | 06:45 Uhr
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Wechselkurs

Goldpreis nach Gewicht

GewichtPreis DollarPreis Euro
1 Gramm 57,07 USD50,75 EUR
1 Unze 1.774,99 USD1.578,65 EUR
1 Kilogramm 57.067,25 USD50.754,78 EUR
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Goldpreis Heute

Zeitraumin US-Dollarin Euro
Vortag (03.07.2020)1.774,99 USD1.578,65 EUR
Veränderung0,00 USD0,00 EUR
Heute (05.07.2020)1.774,99 USD1.578,65 EUR
Tagestief1.774,99 USD1.578,65 EUR
Tageshoch1.774,99 USD1.578,65 EUR
Allzeithoch (Intraday)1.920,65 USD1.632,90 EUR
Allzeithoch (Schlusskurs)1.908,79 USD1.610,91 EUR

Preise - Goldlegierungen

Feinheit (Karat)1 Gramm Dollar1 Gramm Euro
333er Gold19,00 USD16,90 EUR
585er Gold33,38 USD29,69 EUR
750er Gold42,80 USD38,07 EUR
833er Gold47,54 USD42,28 EUR
900er Gold51,36 USD45,68 EUR
916er Gold52,27 USD46,49 EUR
999er Gold57,07 USD50,75 EUR

Goldpreisentwicklung

ZeitraumWert USD% USDWert EUR% EUR
seit 01.01.2020+259,76 USD+17,14 %+225,87 EUR+16,70 %
30 Tage+76,48 USD+4,50 %+66,43 EUR+4,39 %
6 Monate+223,35 USD+14,39 %+187,78 EUR+13,50 %
1 Jahr+359,29 USD+25,38 %+323,88 EUR+25,81 %
5 Jahre+608,53 USD+52,17 %+526,35 EUR+50,02 %
10 Jahre+561,28 USD+46,25 %+607,68 EUR+62,59 %

03. JUlI – Goldpreis.de Marktbericht


Goldpreis: die Ruhe vor dem Schuldentsunami

Von 1.776 US$/Unze zum Wochenbeginn bis auf in der Spitze 1.790 US$/Unze stieg der Goldpreis in Richtung der wichtigen Widerstandsmarke von 1.800 US$/Unze in dieser Woche an. Ab der Wochenmitte liefen die Notierungen dann wieder bis auf das Wochentief von 1.757 US$/Unze zurück, um anschließend wie eine gespannte Feder erneut auf aktuell 1.776 US$/Unze zum Wochenschluss nach oben zu springen. Ähnlich sah das Bild bei Eurogold aus, das die Woche mit einem leichten Wertzuwachs von 0,1 Prozent beendet.

Gold und Silber attackieren neue charttechnische Widerstände

Die nach oben aufgelösten Konsolidierungsformationen bei Gold und Silber bestätigen den positiven Preistrend. Der Goldpreis überwand bereits in der vergangenen Woche das zyklische Hoch vom 18. Mai dieses Jahres und beendete damit seine zehnwöchige Seitwärtskonsolidierung. Dass der Goldpreis in US-Dollar im Anschluss nicht gleich beim ersten Anlauf den psychologisch und charttechnisch wichtigen Horizontalwiderstand bei 1.800 US$/Unze knacken konnte, ist dabei kein Beinbruch.

Der Silberpreis konnte am Dienstag dieser Woche aus der seit 1. Juni bestehenden Wimpel-Formation nach oben ausbrechen und die Marke von 18 US$/Unze überwinden. Auch das ist ein gutes Zeichen für den weiteren Kursverlauf der monetären Edelmetalle für das zweite Halbjahr. Eine Wimpel-Formation zählt charttechnisch zu den trendbestätigenden Formationen, innerhalb derer sich der Basiswert, in diesem Fall Silber, eine Pause gönnt, um im Anschluss die vorangegangene Trendbewegung fortzusetzen.

Der nächste Widerstand verläuft bei Silber knapp über den aktuellen Notierungen von 18,01 US$/Unze bei 18,33 US$/Unze. Dort befindet sich eine bereits im September letzten Jahres etablierte und vom bereits mehrfach angelaufene Abwärtstrendlinie.

Bundesrepublik mit rekordhoher Neuverschuldung – USA mit Schuldentsunami

Am Donnerstag hat der Bundestag beschlossen, dass Deutschland so viele neue Schulden macht, wie nie zuvor in seiner fast 71-jährigen Geschichte. Im Zuge des bereits zweiten Nachtragshaushalts für das Fiskaljahr 2020 wurden nochmals 61,8 Mrd. Euro neue Schulden für Konjunkturmaßnahmen und Steuerausfälle vom Bundestag genehmigt.

Insgesamt liegt die Neuverschuldung für 2020 damit bei rekordhohen 217,8 Mrd. Euro. Der Haushaltsausschuss hatte am Mittwochabend bereits seine Zustimmung erteilt und für den heutigen Freitag wird ein ebenfalls zustimmendes Votum des Bundesrates erwartet. Die Staatsverschuldung Deutschlands steigt damit von 59,8 Prozent im letzten Jahr wieder deutlich über die Maastricht-Grenze von 60 Prozent auf voraussichtlich 75,6 Prozent (Quelle: Statista).

Zum Vergleich: Die Staatsverschuldung der USA liegt aktuell bereits bei 132,5 Prozent nach 103,2 Prozent am 30. Juni 2019 (Quelle: usdebtclock.org). Dies entspricht einem Anstieg der Gesamtstaatsverschuldung innerhalb von nur 12 Monaten um 20 Prozent auf aktuell knapp 26,5 Billionen US$.

Konjunkturdaten zeigen starken Rückpralleffekt

Die Lockerungsmaßnahmen nach dem Abflauen der Covid-19-Welle machen sich in deutlich gestiegenen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und Industriesektor bemerkbar: Im Juni stieg der von IHS Markit erhobene Gesamtindex für Deutschland den zweiten Monat in Folge von 32,3 Punkten im Mai auf 47 Punkte für Juni an.

Für die Eurozone stieg der Gesamtindex im gleichen Zeitraum von 31,9 auf 48,5 Punkte. Dennoch bedeuten Werte unter 50 immer noch Kontraktion gegenüber dem Vormonat (Diffusionsindex). Für die USA stieg der Einkaufsmanagerindex laut Zahlen des Institute for Supply Management für den verarbeitenden Sektor von 39,8 im Mai auf 49,8 im Juni.

Erneut überraschend positiv fiel die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft aus: Statt wie erwartet 3 Mio. neuer Jobs wurden im Juni 4,8 Mio. neue Jobs geschaffen. Da diese Werte auf Umfragen beruhen, die vor dem jüngsten massiven Wiederanstieg der Neuinfektionen mit dem Covid-19-Erreger durchgeführt wurden, ist jedoch unklar, ob auf den positiven Rückprall nach oben in den nächsten Monaten wieder schlechtere Nachrichten vom Arbeitsmarkt folgen, da besonders im Service-Bereich viele Stellen wieder besetzt wurden, die nun von erneuten Lockdown-Maßnahmen und der Verzögerung von geplanten Lockerungsmaßnahmen in vielen US-Bundesstaaten negativ betroffen sind.

Am heutigen Freitag gibt es feiertagsbedingt keinen Handel in den USA

Am 4. Juli wird in den USA der Nationalfeiertag begangen. Er erinnert an die Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten durch den Kontinentalkongress am 4. Juli 1776 und heißt deshalb auch „Independence Day“. Da der 4. Juli in diesem Jahr auf ein Wochenende fällt, wird automatisch der letzte Arbeitstag davor zum nationalen Feiertag, an dem auch die Wall Street geschlossen bleibt.

Goldpreis in Euro Entwicklung
03.07.2020 Goldpreis Nachrichten
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Die britische Royal Mint hat im Juni eine interessante neue Serie von Silbermünzen mit dem Namen „Music Legends“ vorgestellt. Sie ist Legenden der Rockmusik aus dem Vereinigten Königreichs gewidmet. Der erste Jahrgang 2020 ehrt die Band „Queen“ um den Sänger und Pianisten Freddy Mercury.
Die steigenden Corona-Neuinfektionen in Amerika und die fallenden Realzinsen treiben viele Anleger ins Gold. Der Preis für das gelbe Edelmetall ist auf ein Acht-Jahres-Hoch geklettert. Nur ein wichtiger Nachfragetreiber könnte diesmal wegfallen: die Inderinnen.
02.07.2020
Noch nie zuvor war die Nachfrage nach Gold so groß wie jetzt. Lediglich der bislang alles dominierende US-Terminmarkt für Gold, an der im Jahr 2019 im ...
Zur Stützung der Wirtschaft und speziell des Konsums hat die Bundesregierung eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Vom 1. Juli an bis ...
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01.07.2020
Im März stürzte der Goldpreis zusammen mit den Börsen ab – um anschliessend wieder stark zuzulegen. Acht Antworten zu den Hintergründen.
30.06.2020
Einige Indizien sprechen dafür, dass sich so genannte Ultra-High-Net-Worth-Individuals, die über ein Nettovermögen von mindestens 30 Millionen Dollar ...

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Goldmünzen Preise

1 oz Känguru1.610,00 EUR
1 oz Maple Leaf1.613,00 EUR
1 oz Krügerrand1.618,00 EUR
1 oz Wiener Philharmoniker1.623,00 EUR
1 oz Britannia1.623,00 EUR
1 oz Lunar Serie II1.646,00 EUR
1 oz American Eagle1.650,05 EUR
1 oz China Panda1.652,48 EUR
1 oz Buffalo1.654,97 EUR
1 oz Lunar Serie I1.778,00 EUR
1 oz Goldeuro2.175,00 EUR
Goldbarren Preise
1 g54,74 EUR
5 g262,20 EUR
10 g518,52 EUR
20 g1.030,65 EUR
1 oz1.597,05 EUR
100 g5.089,66 EUR
250 g12.739,46 EUR
1 kg50.922,38 EUR

Goldpreis.de - Kurse, Charts, Preise & Prognosen!

Die Flut der täglichen Meldungen zu den Finanzmärkten und Krisen weltweit beeinflussen unter anderem auch die Entwicklung der Edelmetallpreise und den Goldpreis.

Investierte Anleger, Händler, Investoren und Analysten haben verschiedene Erwartungshaltungen und Vorstellungen darüber, wie sich der Goldpreis und damit die Geldanlage Gold in den kommenden Monaten oder Jahren entwickeln wird.

Goldpreis.de stellt Kurse, Charts, Preise sowie Informationen und Goldpreis-Prognosen von Banken und Anlegern inkl. Stimmungsbarometer bereit, um sich über die aktuelle Preis-Entwicklung der Edelmetalle zu informieren. Wer Gold und Silber physisch kaufen möchte findet im Portal zudem eine Auswahl an Edelmetallhändlern und Produktinformationen zu Barren und Münzen, sowie Preise der jeweiligen Edelmetall- und Goldprodukte.


Fachwissen zum Goldpreis

Gold-FuturesEin Future wird auch Terminkontrakt genannt und bezeichnet einen Handel zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Gehandelt werden z. B. Wertpapiere oder Waren, darunter auch Gold. Ein Kontrakt ist bei Gold mit 100 oz standardisiert. Der Handel mit Futures wird auch Papierhandel genannt. Durch die Hebelwirkung ist der nicht physische Handel mit Futures sehr risikobehaftet.
OTC-HandelOTC steht für "over the counter" = "über die Ladentheke verkauft". So wird der außerbörsliche Handel oder Direkthandel bezeichnet. Er bezeichnet finanzielle Transaktionen, die nicht über die Börse abgewickelt werden, sondern direkt zwischen Marktteilnehmern.
Spot, GoldspotAls Goldspot wird der aktuelle Börsenkurs für Gold bzw. der Goldpreis bezeichnet.
London Fixing, Goldfixing, LBMAAm London Bullion Market (der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz) wird zweimal täglich von deren Mitgliedern (Banken) ein Goldpreis fixiert. Die Goldfixings dienen als Richtwert für viele Akteure am Edelmetallmarkt. Die LBMA (London Bullion Market Association) koordiniert den Handel und ist für die Zertifizierung von Goldbarren ("london good delivery") zuständig.
RealtimekursDer Realtimekurs bezeichnet den Live Goldkurs in Echtzeit.
XAUDer ISO-4217-Code "XAU" ist die internationale Währungs-Abkürzung für eine Feinunze Gold (31,1034768 g). Sie setzt sich aus einem X und dem chemischen Symbol "Au" für Gold zusammen. Die Abkürzungen sind von der Internationalen Organisation für Normung zur eindeutigen Identifizierung im internationalen Zahlungsverkehr normiert.
FeinunzeInternational wird der Goldpreis je Feinunze angegeben. Eine Feinunze (engl. troy ounce) wiegt rund 31,103 g (exakt 31,1034768 g). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird im Edelmetallhandel auch "Unze" und die Abkürzung "oz" verwendet, siehe auch Feinunze Gold
Bid- und Ask-KurseEngl. bid = bieten; Kaufangebot, höchster Preis zu dem jemand bereit ist zu kaufen.
Engl. ask = nachfragen; geringstes Preisangebot, zu dem gekauft werden kann.
Short/LongLong wird an den Finanzmärkten die Käufer-Position bezeichnet und sagt aus, dass man eine Position gekauft hat und aktuell besitzt. Als Short wird an den Finanzmärkten eine bestimmte Verkäufer-Position bezeichnet: Ist jemand "short", bedeutet das, dass er eine Position (Aktie, Gold-ETF etc.) verkauft hat, die er nicht besitzt (so genannter Leerverkauf). 
KitcoKitco ist ein kanadisches Unternehmen, das den Live Kitco Goldpreis stellt und auch in Deutschland verbreitet war, als es noch keine vergleichbaren Angebote gab.
CommodityAls Commodities (engl.) werden Rohstoffe oder allgemein Handelsware bezeichnet. Exchange Traded Commodities sind z. B. börsengehandelte Wertpapiere, mit denen Anleger in Rohstoffe investieren können. Die New York Commodities Exchange (COMEX) ist eine Warenterminbörse.
NYMEX, COMEX TerminbörseDie Abkürzung NYMEX steht für New York Mercantile Exchange – die weltgrößte Warenterminbörse, auf der u. a. auch Edelmetalle wie Gold gehandelt werden. Zuvor wurde Gold an der COMEX gehandelt, die 1994 mit der NYMEX verschmolz.
ArbitragegeschäftEin Arbitragegeschäft wird in der Wirtschaft die Ausnutzung von Unterschieden bei Preisen, Kursen oder Zinsen mit dem Ziel der Gewinnmitnahme ohne Risiko genannt.
Fat-Finger-FehlerEin Fat-Finger-Fehler ist ein Tippfehler oder Zahlendreher, der bei Transaktionen auf dem Finanzmarkt zu drastischen Kursbewegungen führt, wie es bei den Gold- und Silberpreisen in der Vergangenheit mehrfach geschehen ist.
SpikeEin Spike wird ein Kursausschlag in einem Chartbild (z. B. Goldkurs) genannt, der punktuell eine extreme Spitze nach oben oder nach unten aufweist, die sich kurz danach wieder auflöst (engl. spike = Stachel, Nagel).

Der Goldpreis in seiner historischen Entwicklung

Gold ist ein Edelmetall, das bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen Teilen der Welt als Vermögenswert und Wertspeicher genutzt wird. Es ist eines der ersten Metalle, die der Mensch verarbeiten konnte. Gold kann recht einfach verarbeitet werden und sein dauerhafter gelblicher Glanz (Sonnengleich) und die positive Eigenschaft, dass es nicht im Kontakt mit Sauerstoff oxidiert, machten es bereits seit vielen Jahrtausenden zu dem beliebtesten Schmuckmetall. Insbesondere für religiöse oder rituelle Zwecke wurden häufig Gegenstände aus Gold verwendet. 

Auch als Statussymbol fand es vielfach Verwendung. Diese Entwicklung ist in allen Teilen der Welt zu beobachten, selbst in Kulturen, die sich völlig unabhängig voneinander entwickelten. Neben der Verwendung zu rituellen Zwecken kam in vielen Kulturen dem Gold auch die monitäre Verwendung als Zahlungsmittel zuteil. Münzen aus Gold konnten gegen verschiedene Gegenstände eingetauscht werden. Erst als sich im neunzehnten Jahrhundert das Papiergeld als Zahlungsmittel durchsetzen konnte, verlor das Gold als Zahlungsmittel an Bedeutung. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam der Goldpreis eine wirkliche Bedeutung. Während davor das Gold selbst das Zahlungsmittel war und ihm so kein Preis zugeordnet werden konnte, machte es die Einführung eines alternativen Zahlungsmittels notwendig, einen Preis festzulegen, mit dem der Wert des Goldes mit diesem neuen Zahlungsmittel gehandelt wurde. Viele Währungen beruhten zunächst im Vertrauen darauf welche  Goldreserven von der ausgegebenen Stelle gehalten wurden. Das Papiergeld war lediglich ein Ersatz für das Gold, das an einem sicheren Ort aufbewahrt wurde. Zwar haben viele Währungen nach wie vor Goldreserven, die sie stabilisieren, doch verlieren diese immer mehr an Bedeutung. 

Erst als die Währungen nicht mehr ausschließlich anhand des Metallwertes bemessen wurden, war es wichtig zu wissen, welchen Goldpreis einer Münze oder einem Geldschein entspricht. Der erste Goldpreis wurde im 17. Jahrhundert in London erstellt und wird seitdem täglich dort festgelegt.


Welche Faktoren haben Einfluss auf den Goldpreis und den Aktuellen Goldwert

Der Goldpreis wird von Angebot und Nachfrage, sowie dem Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach zu erreichen. Insbesondere da der Goldabbau ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage, neben den Terminmärkten der bestimmende Faktor für den Goldpreis. Gold wird insbesondere für die Herstellung von Schmuck verwendet. Das glänzende Metall bietet sehr gute Eigenschaften, um hochwertigen Schmuck herzustellen. Goldschmuck gilt in vielen Kulturen als Statussymbol oder besitzt eine religiöse Bedeutung.

Auch die Verwendung des Goldes in der Elektrotechnik beeinflusst den Goldpreis, wenn auch nur marginal. Gold ist ein hervorragender elektrischer Leiter und außerdem ist es recht einfach zu verarbeiten. Wenn beispielsweise ein elektrischer Leiter in Kontakt mit einer starken Säure kommt, werden fast alle Metalle durch den Kontakt beschädigt. Gold hingegen ist sehr widerstandsfähig und kann so auch in einem solchen Umfeld verwendet werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der den Goldpreis bestimmt, ist die Nachfrage der Anleger und Investoren. Ein großer Teil der Goldförderung wird auch als Geldanlage bzw. Wertspeicher genutzt und je mehr Anleger sich dazu entscheiden, ihr Geld in dieses Edelmetall bzw. Gold Unzen anzulegen, desto höher steigt die Nachfrage und der Preis. Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen indirekt ebenfalls den Goldpreis. Die ausgelösten Schwankungen sind gut im Goldchart nachvollziehbar.

Diese Charts finden Sie auf Goldpreis.de in Euro, Dollar und zu verschiedenen Zeitperioden. Die Kurven zeigen über individuell einstellbare Zeiträume den jeweiligen Verlauf vom Goldpreis an. Beispielsweise zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Nach dem Ausbruch der Krise 1929 sank der Goldpreis zunächst kurzfristig ab, um sich dann in nächsten Jahren fast zu verdoppeln. Nachlassendes Wirtschaftswachstum kann sich entsprechend deutlich in einem fallenden Goldpreis ausdrücken, wie im Chart von 2011 ersichtlich. Mit Abkühlung der Wirtschaftskraft Chinas und Indiens, sank auch die Goldnachfrage aus diesen Ländern, was wiederum zur weltweiten Verringerung der Nachfrage führte. Ein weiterer Faktor für den Goldpreis ist der US-Dollar bzw. der Wechselkurs zu anderen Währungen, da das Edelmetall in USD gehandelt wird. 

Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, verkaufen oder kaufen Zentralbanken immer wieder am internationalen Goldmarkt. Da es sich hierbei um Bewegungen im Tonnenbereich handelt, wirken sich solche große Transaktionen des Kaufes oder Verkaufes zeitnah auf den Goldpreis aus.


Der Goldpreis steigt in Krisenzeiten

Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder geopolitisch große Unsicherheiten auftreten befürchten viele Anleger negative Folgen für die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren und auch private Anleger greifen in solchen Krisen gerne zum Gold um Gelder oder das eigen Ersparte zu sichern, für den Fall, dass sich eine tiefergehende Krise entwickelt. Die sprunghafte Goldnachfrage in solchen Zeiten spiegelt sich meist in steigenden Goldpreisen wieder. Klingen die Krisen wieder ab, reagiert der Goldpreis in der Regel auch mit fallenden Notierungen.

Gold wird auf der ganzen Welt als Wertgegenstand akzeptiert und kann daher die Ersparnisse bzw. deren Kaufkraft selbst über eine sehr tief greifende Krise hinweg erhalten. Obwohl ein vollständiger Zusammenbruch eines Währungssystems heutzutage als weniger wahrscheinlich gilt, hat sich das Gold, neben Silber dennoch seinen Status als krisensicheres Zahlungsmittel bewahrt.

Der Goldpreis, sowie meist auch der Silberpreis steigen in der Regel also immer dann, wenn Instabilität in die großen international verflochtenen Finanzsysteme kommt. Diese Tatsache ist bereits seit vielen Jahren zu spüren. Seitdem die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von der einen Krise zur nächsten übergeht, steigt der Goldkurs unter Schwankungen an. Weitere Faktoren die den Goldpreis treiben sind Inflation und negative Realzinsen. Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 ist der Goldpreis um mehrere hundert Prozent angestiegen.