Aktueller Goldpreis

24.10.2020 | 06:45 Uhr
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Wechselkurs

Goldpreis nach Gewicht

GewichtPreis DollarPreis Euro
1 Gramm 61,14 USD51,55 EUR
1 Unze 1.901,62 USD1.603,35 EUR
1 Kilogramm 61.138,50 USD51.548,90 EUR
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Goldpreis Heute

Zeitraumin US-Dollarin Euro
Vortag (23.10.2020)1.901,62 USD1.603,35 EUR
Veränderung0,00 USD0,00 EUR
Heute (24.10.2020)1.901,62 USD1.603,35 EUR
Tagestief1.901,62 USD1.603,35 EUR
Tageshoch1.901,62 USD1.603,35 EUR
Allzeithoch (Intraday)2.071,69 USD1.748,83 EUR
Allzeithoch (Schlusskurs)2.063,01 USD1.737,28 EUR

Preise - Goldlegierungen

Feinheit (Karat)1 Gramm Dollar1 Gramm Euro
333er Gold20,36 USD17,17 EUR
585er Gold35,77 USD30,16 EUR
750er Gold45,85 USD38,66 EUR
833er Gold50,93 USD42,94 EUR
900er Gold55,02 USD46,39 EUR
916er Gold56,00 USD47,22 EUR
999er Gold61,14 USD51,55 EUR

Goldpreisentwicklung

ZeitraumWert USD% USDWert EUR% EUR
seit 01.01.2020+386,39 USD+25,50 %+250,57 EUR+18,52 %
30 Tage+1,15 USD+0,06 %-19,78 EUR-1,22 %
6 Monate+171,01 USD+9,88 %-2,83 EUR-0,18 %
1 Jahr+409,71 USD+27,46 %+262,96 EUR+19,62 %
5 Jahre+735,77 USD+63,11 %+553,62 EUR+52,74 %
10 Jahre+573,85 USD+43,22 %+654,94 EUR+69,06 %

23. OKTOber – Goldpreis.de Marktbericht


Goldnachfrage in China explodiert

Die heute veröffentlichten Daten des World Gold Council (WGC) zur globalen Goldnachfrage zeigen erneut die Auswirkungen der Pandemie. Nachdem sich die Seuche in China auf dem Rückzug befindet und sich die Wirtschaft des Landes stabilisiert, kommt es dort zu einer starken Erholung der Nachfrage.

In der Kurzfristbetrachtung des Goldpreises stellt sich hingegen die Frage, ob sich in den Tagen bis zu den US-Wahlen überhaupt noch Entscheidendes tut?

China tritt wieder als Käufer auf

Bereits am Montag berichteten wir, dass die Wirtschaft in China im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode moderat gewachsen ist. Unsere Skepsis gegenüber der weltweit einmaligen und vor allem einmalig schnellen Datenerhebung sowie deren Punktgenauigkeit gegenüber den Planzahlen ist bekannt.

Dennoch stellt sich die konjunkturelle Erholung zweigeteilt dar: So konnte sich der industrielle Fertigungssektor nach dem Ende des harten Shutdowns zwar deutlich erholen und auch der Export trug mit dazu bei, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen ist. Gleichwohl schwächelt der für die Volksrepublik sehr wichtige Konsum mit einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf die Goldnachfrage schlägt sich die Schwäche bei den privaten Anschaffungen gleichwohl nicht nieder. Bei leicht rückläufigen Goldpreisen stieg die physische Nachfrage im September stark an. Um diese zu befriedigen lieferte die Shanghai Gold Exchange (SGE) deutlich mehr Edelmetall an die Händler aus. Die physische Goldnachfrage im Großhandel in China stieg sprunghaft und führte im September zu Goldentnahmen aus den Tresoren der Shanghai Gold Exchange (SGE) in Höhe von 154 t – ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Da in China in ab dem 1. Oktober die „Goldene Woche“ gefeiert wird, sind solche Nachfrageschübe nicht ungewöhnlich. Interessant ist aber, dass auch gegenüber dem Vorjahr die Goldnachfrage um 43 Prozent förmlich explodierte. In Anbetracht der deutlich höheren Preise im Vergleich zum September 2019 ist dies umso beachtenswerter.

Auch der chinesische Markt für Gold-Fonds expandiert weiter

Sowohl die gesamten Goldbestände als auch die verwalteten Vermögenswerte in chinesischen Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) stiegen im vergangenen Monat mit 69,5 Tonnen bzw. 4,2 Mrd. US-Dollar auf den höchsten Stand aller Zeiten an. Das Angebot an mit physischem Gold gedeckten ETFs hat sich aufgrund der steigenden Beliebtheit dieser Anlagevehikel im September um zwei auf nun elf Gold-ETFs erhöht.

Dies war jedoch nicht der einzige Wachstumstreiber: Die gesamten Goldbestände der bereits bestehenden neun Fonds nahmen im vergangenen Monat ebenfalls stark zu, da chinesische Investoren ihre strategische Allokation in Gold als Absicherung gegen mögliche künftige wirtschaftliche und geopolitische Risiken weiter auf ein neues Rekordniveau erhöhten.

Kursveränderungen muss man derzeit mit der Lupe suchen

Weniger Berichtenswertes gibt es aktuell zum Goldpreis selbst. Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl halten sich die Marktteilnehmer mit signifikanten Positionierungen zurück. Mit höherer Volatilität ist wohl erst wieder dann zu rechnen, wenn ein Wahlsieger in den USA feststeht und neue, ausreichend dimensionierte Bazookas vonseiten der fiskal- und Geldpolitik in Richtung Finanzmärkte abgefeuert werden.

In US-Dollar konnte der Preis des gelben Edelmetalls im Vergleich zum Eröffnungskurs am vergangenen Montag immerhin ein halbes Prozent bzw. 9 US-Dollar pro Unze zulegen und damit immerhin die psychologisch wichtige 1.900-er Marke zurückerobern.

In Euro schaffte der Goldpreis im Wochenverlauf einen Wertzuwachs von 0,7 Prozent bzw. 11 Euro pro Unze. Diese Kursveränderungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Goldpreis sich bereits vor drei Monaten auf diesem Kursniveau befand.

Die Konjunkturwaage neigt sich weiter Richtung Abschwung

Neben China meldete auch Japan am Wochenanfang Konjunkturdaten. Die Exporte der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt brachem im September gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent ein (Erwartung: -2,4 Prozent). Die Importe kollabierten auf Jahressicht im September sogar um 17,2 Prozent.

Der für Deutschland wichtige GfK-Konsumklimaindex verschlechterte sich im Oktober auf -3,1 Punkte (Erwartung: - 2,8 Punkte). Bis zum Ausbruch der Pandemie lag der Wert stabil bei oder über 10 Punkten. Nach wie vor positiv, also im expansiven Territorium, verharren die Einkaufsmanager im produzierenden Gewerbe im Oktober in Deutschland (58,0 nach 56,4) in der Eurozone (54,4 nach 53,7) sowie in den USA (53,3 nach 53,2). Anders sieht es im Dienstleistungssektor aus, wo die Diffusionsindizes in Deutschland und in der Eurozone bereits eine Kontraktion anzeigen (48,9 bzw. 46,2).

Lediglich in den USA liegt der Wert mit 56 noch über der Expansionsschwelle. In Japan befinden sich bereits alle Sektoren wieder im Kontraktionsmodus (48,0 Produktion u. 46,6 Dienstleistungen).


Goldpreis in Euro Entwicklung
23.10.2020 Goldpreis Nachrichten
18:47 | www.deraktionaer.de: Gold: Droht ein Crash?
Wenn es einen Impfstoff gibt, kann das zu einem Abverkauf bei Gold führen, meint diese Analystin.
Künftig könnten die meisten Indexprodukte auf Gold von der Abgeltungssteuer befreit werden. Anleger könnten Geld vom Fiskus zurückbekommen.
20.10.2020
Der Dax prallt an der Marke von 13.000 Punkten ab. Dagegen legt der Goldpreis wieder zu, und auch die Luftfahrt-Werte Lufthansa, Airbus und MTU legen zu. Der Dollar zeigt sich schwach.
Die Zentralbanken von Russland und der Türkei haben tonnenweise Gold gekauft. Doch vor einer Währungskrise schützt das Anlageobjekt nicht, meinen Experten.
16.10.2020
Der Goldpreis bleibt weiterhin über 1.900 Dollar. Mit stark steigenden Corona-Zahlen in der alten Welt könnte Gold bald wieder profitieren.
14:57 | www.wallstreet-online.de: Goldpreis kämpft um 1.900 USD-Marke
15.10.2020 - London 15.10.2020 - Der Goldpreis zeigt sich am Donnerstag etwas leichter, belastet vom festeren US-Dollar. Die Hoffnung der Marktteilnehmer auf ein zügiges neues Stimuluspaket in den USA haben sich zerschlagen. Der Goldpreis steht unter dem ...
Der Gold-Future hat im Chartverlauf das Hoch des Jahres 2011 überschritten und bei $2.089,2 ein neues historisches Hoch erreicht. Von diesem Hochpunkt ausgehend, fiel der Goldpreis kurzzeitig bis an die $1.880 zurück.
15.10.2020
Goldpreis kurzfristig mit mehrdeutigen Signalen Der Goldpreis hat heute im Tagesverlauf seine zuletzt nach oben überwundene Abwärtstrendlinie wieder nach unten durchstoßen. Gleichzeitig ist er zumindest auf Intraday-Basis auch wieder unter seine Unterstützungslinie, welche sich in der Abwärtsbewegung im August 2020 gebildet hatte, gefallen.

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1 oz Känguru1.645,07 EUR
1 oz Britannia1.647,00 EUR
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1 oz Wiener Philharmoniker1.652,00 EUR
1 oz American Eagle1.674,25 EUR
1 oz Buffalo1.680,83 EUR
1 oz China Panda1.692,54 EUR
1 oz Lunar Serie II1.695,54 EUR
1 oz Lunar Serie I1.891,95 EUR
1 oz Goldeuro2.195,00 EUR
Goldbarren Preise
1 g55,62 EUR
5 g267,62 EUR
10 g529,99 EUR
20 g1.054,00 EUR
1 oz1.629,50 EUR
100 g5.203,00 EUR
250 g13.033,50 EUR
1 kg51.903,01 EUR

Goldpreis.de - Kurse, Charts, Preise & Prognosen!

Die Flut der täglichen Meldungen zu den Finanzmärkten und Krisen weltweit beeinflussen unter anderem auch die Entwicklung der Edelmetallpreise und den Goldpreis.

Investierte Anleger, Händler, Investoren und Analysten haben verschiedene Erwartungshaltungen und Vorstellungen darüber, wie sich der Goldpreis und damit die Geldanlage Gold in den kommenden Monaten oder Jahren entwickeln wird.

Goldpreis.de stellt Kurse, Charts, Preise sowie Informationen und Goldpreis-Prognosen von Banken und Anlegern inkl. Stimmungsbarometer bereit, um sich über die aktuelle Preis-Entwicklung der Edelmetalle zu informieren. Wer Gold und Silber physisch kaufen möchte findet im Portal zudem eine Auswahl an Edelmetallhändlern und Produktinformationen zu Barren und Münzen, sowie Preise der jeweiligen Edelmetall- und Goldprodukte.


Fachwissen zum Goldpreis

Gold-FuturesEin Future wird auch Terminkontrakt genannt und bezeichnet einen Handel zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Gehandelt werden z. B. Wertpapiere oder Waren, darunter auch Gold. Ein Kontrakt ist bei Gold mit 100 oz standardisiert. Der Handel mit Futures wird auch Papierhandel genannt. Durch die Hebelwirkung ist der nicht physische Handel mit Futures sehr risikobehaftet.
OTC-HandelOTC steht für "over the counter" = "über die Ladentheke verkauft". So wird der außerbörsliche Handel oder Direkthandel bezeichnet. Er bezeichnet finanzielle Transaktionen, die nicht über die Börse abgewickelt werden, sondern direkt zwischen Marktteilnehmern.
Spot, GoldspotAls Goldspot wird der aktuelle Börsenkurs für Gold bzw. der Goldpreis bezeichnet.
London Fixing, Goldfixing, LBMAAm London Bullion Market (der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz) wird zweimal täglich von deren Mitgliedern (Banken) ein Goldpreis fixiert. Die Goldfixings dienen als Richtwert für viele Akteure am Edelmetallmarkt. Die LBMA (London Bullion Market Association) koordiniert den Handel und ist für die Zertifizierung von Goldbarren ("london good delivery") zuständig.
RealtimekursDer Realtimekurs bezeichnet den Live Goldkurs in Echtzeit.
XAUDer ISO-4217-Code "XAU" ist die internationale Währungs-Abkürzung für eine Feinunze Gold (31,1034768 g). Sie setzt sich aus einem X und dem chemischen Symbol "Au" für Gold zusammen. Die Abkürzungen sind von der Internationalen Organisation für Normung zur eindeutigen Identifizierung im internationalen Zahlungsverkehr normiert.
FeinunzeInternational wird der Goldpreis je Feinunze angegeben. Eine Feinunze (engl. troy ounce) wiegt rund 31,103 g (exakt 31,1034768 g). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird im Edelmetallhandel auch "Unze" und die Abkürzung "oz" verwendet, siehe auch Feinunze Gold
Bid- und Ask-KurseEngl. bid = bieten; Kaufangebot, höchster Preis zu dem jemand bereit ist zu kaufen.
Engl. ask = nachfragen; geringstes Preisangebot, zu dem gekauft werden kann.
Short/LongLong wird an den Finanzmärkten die Käufer-Position bezeichnet und sagt aus, dass man eine Position gekauft hat und aktuell besitzt. Als Short wird an den Finanzmärkten eine bestimmte Verkäufer-Position bezeichnet: Ist jemand "short", bedeutet das, dass er eine Position (Aktie, Gold-ETF etc.) verkauft hat, die er nicht besitzt (so genannter Leerverkauf). 
KitcoKitco ist ein kanadisches Unternehmen, das den Live Kitco Goldpreis stellt und auch in Deutschland verbreitet war, als es noch keine vergleichbaren Angebote gab.
CommodityAls Commodities (engl.) werden Rohstoffe oder allgemein Handelsware bezeichnet. Exchange Traded Commodities sind z. B. börsengehandelte Wertpapiere, mit denen Anleger in Rohstoffe investieren können. Die New York Commodities Exchange (COMEX) ist eine Warenterminbörse.
NYMEX, COMEX TerminbörseDie Abkürzung NYMEX steht für New York Mercantile Exchange – die weltgrößte Warenterminbörse, auf der u. a. auch Edelmetalle wie Gold gehandelt werden. Zuvor wurde Gold an der COMEX gehandelt, die 1994 mit der NYMEX verschmolz.
ArbitragegeschäftEin Arbitragegeschäft wird in der Wirtschaft die Ausnutzung von Unterschieden bei Preisen, Kursen oder Zinsen mit dem Ziel der Gewinnmitnahme ohne Risiko genannt.
Fat-Finger-FehlerEin Fat-Finger-Fehler ist ein Tippfehler oder Zahlendreher, der bei Transaktionen auf dem Finanzmarkt zu drastischen Kursbewegungen führt, wie es bei den Gold- und Silberpreisen in der Vergangenheit mehrfach geschehen ist.
SpikeEin Spike wird ein Kursausschlag in einem Chartbild (z. B. Goldkurs) genannt, der punktuell eine extreme Spitze nach oben oder nach unten aufweist, die sich kurz danach wieder auflöst (engl. spike = Stachel, Nagel).

Der Goldpreis in seiner historischen Entwicklung

Gold ist ein Edelmetall, das bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen Teilen der Welt als Vermögenswert und Wertspeicher genutzt wird. Es ist eines der ersten Metalle, die der Mensch verarbeiten konnte. Gold kann recht einfach verarbeitet werden und sein dauerhafter gelblicher Glanz (Sonnengleich) und die positive Eigenschaft, dass es nicht im Kontakt mit Sauerstoff oxidiert, machten es bereits seit vielen Jahrtausenden zu dem beliebtesten Schmuckmetall. Insbesondere für religiöse oder rituelle Zwecke wurden häufig Gegenstände aus Gold verwendet. 

Auch als Statussymbol fand es vielfach Verwendung. Diese Entwicklung ist in allen Teilen der Welt zu beobachten, selbst in Kulturen, die sich völlig unabhängig voneinander entwickelten. Neben der Verwendung zu rituellen Zwecken kam in vielen Kulturen dem Gold auch die monitäre Verwendung als Zahlungsmittel zuteil. Münzen aus Gold konnten gegen verschiedene Gegenstände eingetauscht werden. Erst als sich im neunzehnten Jahrhundert das Papiergeld als Zahlungsmittel durchsetzen konnte, verlor das Gold als Zahlungsmittel an Bedeutung. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam der Goldpreis eine wirkliche Bedeutung. Während davor das Gold selbst das Zahlungsmittel war und ihm so kein Preis zugeordnet werden konnte, machte es die Einführung eines alternativen Zahlungsmittels notwendig, einen Preis festzulegen, mit dem der Wert des Goldes mit diesem neuen Zahlungsmittel gehandelt wurde. Viele Währungen beruhten zunächst im Vertrauen darauf welche  Goldreserven von der ausgegebenen Stelle gehalten wurden. Das Papiergeld war lediglich ein Ersatz für das Gold, das an einem sicheren Ort aufbewahrt wurde. Zwar haben viele Währungen nach wie vor Goldreserven, die sie stabilisieren, doch verlieren diese immer mehr an Bedeutung. 

Erst als die Währungen nicht mehr ausschließlich anhand des Metallwertes bemessen wurden, war es wichtig zu wissen, welchen Goldpreis einer Münze oder einem Geldschein entspricht. Der erste Goldpreis wurde im 17. Jahrhundert in London erstellt und wird seitdem täglich dort festgelegt.


Welche Faktoren haben Einfluss auf den Goldpreis und den Aktuellen Goldwert

Der Goldpreis wird von Angebot und Nachfrage, sowie dem Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach zu erreichen. Insbesondere da der Goldabbau ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage, neben den Terminmärkten der bestimmende Faktor für den Goldpreis. Gold wird insbesondere für die Herstellung von Schmuck verwendet. Das glänzende Metall bietet sehr gute Eigenschaften, um hochwertigen Schmuck herzustellen. Goldschmuck gilt in vielen Kulturen als Statussymbol oder besitzt eine religiöse Bedeutung.

Auch die Verwendung des Goldes in der Elektrotechnik beeinflusst den Goldpreis, wenn auch nur marginal. Gold ist ein hervorragender elektrischer Leiter und außerdem ist es recht einfach zu verarbeiten. Wenn beispielsweise ein elektrischer Leiter in Kontakt mit einer starken Säure kommt, werden fast alle Metalle durch den Kontakt beschädigt. Gold hingegen ist sehr widerstandsfähig und kann so auch in einem solchen Umfeld verwendet werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der den Goldpreis bestimmt, ist die Nachfrage der Anleger und Investoren. Ein großer Teil der Goldförderung wird auch als Geldanlage bzw. Wertspeicher genutzt und je mehr Anleger sich dazu entscheiden, ihr Geld in dieses Edelmetall bzw. Gold Unzen anzulegen, desto höher steigt die Nachfrage und der Preis. Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen indirekt ebenfalls den Goldpreis. Die ausgelösten Schwankungen sind gut im Goldchart nachvollziehbar.

Diese Charts finden Sie auf Goldpreis.de in Euro, Dollar und zu verschiedenen Zeitperioden. Die Kurven zeigen über individuell einstellbare Zeiträume den jeweiligen Verlauf vom Goldpreis an. Beispielsweise zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Nach dem Ausbruch der Krise 1929 sank der Goldpreis zunächst kurzfristig ab, um sich dann in nächsten Jahren fast zu verdoppeln. Nachlassendes Wirtschaftswachstum kann sich entsprechend deutlich in einem fallenden Goldpreis ausdrücken, wie im Chart von 2011 ersichtlich. Mit Abkühlung der Wirtschaftskraft Chinas und Indiens, sank auch die Goldnachfrage aus diesen Ländern, was wiederum zur weltweiten Verringerung der Nachfrage führte. Ein weiterer Faktor für den Goldpreis ist der US-Dollar bzw. der Wechselkurs zu anderen Währungen, da das Edelmetall in USD gehandelt wird. 

Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, verkaufen oder kaufen Zentralbanken immer wieder am internationalen Goldmarkt. Da es sich hierbei um Bewegungen im Tonnenbereich handelt, wirken sich solche große Transaktionen des Kaufes oder Verkaufes zeitnah auf den Goldpreis aus.


Der Goldpreis steigt in Krisenzeiten

Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder geopolitisch große Unsicherheiten auftreten befürchten viele Anleger negative Folgen für die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren und auch private Anleger greifen in solchen Krisen gerne zum Gold um Gelder oder das eigen Ersparte zu sichern, für den Fall, dass sich eine tiefergehende Krise entwickelt. Die sprunghafte Goldnachfrage in solchen Zeiten spiegelt sich meist in steigenden Goldpreisen wieder. Klingen die Krisen wieder ab, reagiert der Goldpreis in der Regel auch mit fallenden Notierungen.

Gold wird auf der ganzen Welt als Wertgegenstand akzeptiert und kann daher die Ersparnisse bzw. deren Kaufkraft selbst über eine sehr tief greifende Krise hinweg erhalten. Obwohl ein vollständiger Zusammenbruch eines Währungssystems heutzutage als weniger wahrscheinlich gilt, hat sich das Gold, neben Silber dennoch seinen Status als krisensicheres Zahlungsmittel bewahrt.

Der Goldpreis, sowie meist auch der Silberpreis steigen in der Regel also immer dann, wenn Instabilität in die großen international verflochtenen Finanzsysteme kommt. Diese Tatsache ist bereits seit vielen Jahren zu spüren. Seitdem die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von der einen Krise zur nächsten übergeht, steigt der Goldkurs unter Schwankungen an. Weitere Faktoren die den Goldpreis treiben sind Inflation und negative Realzinsen. Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 ist der Goldpreis um mehrere hundert Prozent angestiegen.