Aktueller Goldpreis

19.09.2020 | 06:45 Uhr
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Goldpreis nach Gewicht

GewichtPreis DollarPreis Euro
1 Gramm 62,71 USD52,96 EUR
1 Unze 1.950,44 USD1.647,10 EUR
1 Kilogramm 62.708,10 USD52.955,49 EUR
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Goldpreis Heute

Zeitraumin US-Dollarin Euro
Vortag (18.09.2020)1.950,44 USD1.647,10 EUR
Veränderung0,00 USD0,00 EUR
Heute (19.09.2020)1.950,44 USD1.647,10 EUR
Tagestief1.950,44 USD1.647,10 EUR
Tageshoch1.950,44 USD1.647,10 EUR
Allzeithoch (Intraday)2.071,69 USD1.748,83 EUR
Allzeithoch (Schlusskurs)2.063,01 USD1.737,28 EUR

Preise - Goldlegierungen

Feinheit (Karat)1 Gramm Dollar1 Gramm Euro
333er Gold20,88 USD17,63 EUR
585er Gold36,68 USD30,98 EUR
750er Gold47,03 USD39,72 EUR
833er Gold52,24 USD44,11 EUR
900er Gold56,44 USD47,66 EUR
916er Gold57,44 USD48,51 EUR
999er Gold62,71 USD52,96 EUR

Goldpreisentwicklung

ZeitraumWert USD% USDWert EUR% EUR

18. September – Goldpreis.de Marktbericht


Die Ruhe vor dem Herbststurm

Trotz der anhaltenden Schönwetterrhetorik deutscher Regierungsvertreter und des 750 Mrd. Euro umfassenden Wiederaufbauprogramms der EU sowie des 1,35 Billionen Euro umfassenden Hilfsprogramms der EZB sehen Unternehmen, Verbände und selbst die Europäische Zentralbank die Coronakrise als nicht überwunden an.

Missmanagement der EU-Regierungen

Ein Sprecher der Billigfluglinie Ryanair kündigte heute exemplarisch für die gesamte Branche weitere Kapazitätskürzungen an. Die Standorte Stuttgart und Düsseldorf werden komplett geschlossen. Konzernchef Michael O'Leary rechnet für das bis März 2021 laufende Geschäftsjahr mit zwei Drittel weniger Passagieraufkommen. Auf 40 Prozent des Vorjahresniveaus hat die Billigfluglinie ihre Kapazitäten bereits abgebaut und hält sich im Branchenvergleich damit sogar noch relativ gut. „Doch wenn sich die derzeitigen Trends und das Missmanagement der EU-Regierungen hinsichtlich der Rückkehr des Flugverkehrs und der normalen Wirtschaftstätigkeit fortsetzen, könnten weitere Kapazitätskürzungen über die Winterperiode hinweg notwendig sein“, so ein Sprecher der Airline gegenüber Reuters.

Bereits zuvor hatten 20 europäische Verkehrs- und Reiseverbände, die ca. 5.000 Unternehmen mit 27 Millionen Arbeitnehmern repräsentieren, einen Brandbrief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschickt und einen radikalen Kurswechsel im Management der Coronakrise gefordert. Die Unternehmen befürchten, dass sich ab dem 1. Oktober mit Inkrafttreten der verschärften Test- und Quarantänevorschriften der Geschäftseinbruch nach dem Ende der Sommersaison noch weiter verschärfen könnte. Nach einer kurzen Erholung im August waren die Reisebuchungen und Kapazitätsauslastungen von Flughäfen und Hotels in ganz Europa in den ersten zwei Septemberwochen bereits wieder stark rückläufig.

Nun geht die Angst vor einer Pleitewelle nicht nur in diesem Sektor um. Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) warnt vor diesem Szenario, ebenso wie der stationäre Einzelhandel außerhalb des Nahrungsmitteleinzelhandels. Sollte es zudem, wie aktuell in Israel, im Zuge einer zweiten Covid-19-Welle zu landesweiten Lockdowns kommen, wäre ein erneutes weltweites Abtauchen der Wirtschaft in die Rezession nicht mehr zu vermeiden.

EZB-Ratsmitglied de Cos schließt Notwendigkeit weiterer Notmaßnahmen nicht aus

So ist es auch wenig verwunderlich, dass Pablo Hernandez de Cos, Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), die Märkte bereits auf genau dieses Szenario verbal vorbereitet. Er spricht von einer „Verlangsamung der Erholung ab August“ und das die EZB die Notwendigkeit weiterer Stimuli nicht ausschließen kann. Darüber hinaus müssten die fiskalpolitischen Maßnahmen verlängert werden: „Die Risiken, die mit einem Entzug der Unterstützung einhergehen, sind größer als die Risiken bei einer Fortsetzung der Hilfen“, so de Cos.

Goldpreis vor Richtungsentscheidung

Obwohl in dieser Woche Vertreter der EZB, der Bank of Japan (BoJ), der Bank of England (BoE) und der US-Notenbank Fed ihre Bereitschaft zu weitergehenden geldpolitischen Stimuli erklärten, zeigten sich die Finanzmärkte enttäuscht, da noch keine konkreten Ankündigungen diesbezüglich erfolgten und gleichzeitig ein bereits seit August erwartetes fünftes US-Konjunkturpaket in Billionenhöhe am Widerstand des US-Kongresses scheitert. Und so gab auch der Goldpreis in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der Geldpolitiker am Donnerstag zunächst nach.

Auf Wochenbasis blieben die Notierungen jedoch nahezu unverändert und so kostet eine Unze Gold aktuell 1.647 Euro bzw. 1.950 US-Dollar. Dies bedeutet einen Anstieg von 8 Euro bzw. 6 US-Dollar pro Unze im Vergleich zum Schlusskurs der Vorwoche. Saisonal ist die zweite Septemberhälfte im Dreißigjahresdurchschnitt von den größten Kursanstiegen bei Gold gekennzeichnet, sodass weiterhin kurzfristig die Chancen auf einen Ausbruch des Preises aus der trendbestätigenden Flaggenformation nach oben besteht.

Konjunkturdaten zeigen Abschwächung des Erholungstrends an

Die japanische Notenbank veröffentlichte am Montag ihren Bericht zur Lage des Dienstleistungssektors (Aktivitäts-Index Tertiärsektor) der knapp 70 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht (Quellen: World Bank, Statista). Mitte August lag dieser Wert noch bei +7,9 nach -2,9 im Juli und -7,7 im Mai. Der aktuelle Wert liegt mit -0,5 nun erneut unter der Nulllinie. Gleichzeitig vermeldete das Statistics Bureau of Japan einen Rückgang der Konsumentenpreise um 0,4 Prozent zum Vorjahr. Das erklärt auch die Bereitschaft der BoJ, weitere Lockerungsmaßnahmen vorzunehmen.

Auch die am Dienstag veröffentlichte US-Industrieproduktion neigte zuletzt mit -7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr im August nach -7,4 Prozent im Juli erneut zur Schwäche. Die wichtigen US-Einzelhandelsumsätze im August fielen mit preisbereinigt +1,26 Prozent gegenüber August 2019 in Anbetracht der enormen staatlichen Transferleistungen und Steuerrückerstattungen relativ schwach aus. Für die nächsten Wochen ist nach dem Auslaufen diverser Stimuli und Hilfsprogramme mit einem deutlichen Konjunkturknick in den USA zu rechnen.


Goldpreis in Euro Entwicklung
18.09.2020 Goldpreis Nachrichten
18:43 | www.saechsische.de: Hunderte Gold- und Silberbarren im Auto
Eine Familie reist nach Österreich ein, in ihrem Auto findet die Polizei hunderte Barren Gold und Silber. Schmuggler?
Es war ein turbulenter Handelstag, obwohl die Federal Reserve eine Vollkaskopolitik betrieben hat. Zwei Gründe ließen den Goldpreis abrutschen.
17.09.2020
Nachdem der Markt für Platin bereits im Jahr 2019 eine Unterversorgung in Höhe von 125.000 Unzen aufwies, stieg das Angebotsdefizit im ersten Halbjahr ...
16.09.2020
Für den Goldpreis war es bislang ein äußerst erfolgreiches Jahr. Mit einem Kursplus von knapp 30 Prozent rangiert es in der Performance-Tabelle der Metalle auf Platz 2 hinter Silber, das auf plus 52 Prozent kommt. Palladium und Kupfer belegen Rang drei und vier.
Anleger warten darauf, dass der Goldpreis vom Seitwärtsgang in den Aufwärtsmodus wechselt. Ein weiter schwächelnder Dollar könnte dem Edelmetall die nötigen Impulse verleihen. Welches Potenzial Gold besitzt und welche Anlagestrategien für risikofreudige und risikoscheue Investoren sinnvoll sind, bespricht Bianca Thomas mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Die Edelmetallhausse ist noch jung. Und das bedeutet, dass Sie hier weiterhin sehr viel Geld verdienen können...
15.09.2020
Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
11:18 | www.sharedeals.de: Gold fundamental weiter auf Kurs!
Der Goldpreis (WKN: 965515) erfreut sich nach wie vor einer äußerst regen Nachfrage bei Investoren und ist zuletzt auf Rekordniveau ...

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1 oz Känguru1.684,00 EUR
1 oz Britannia1.685,00 EUR
1 oz Wiener Philharmoniker1.691,00 EUR
1 oz China Panda1.697,88 EUR
1 oz American Eagle1.714,58 EUR
1 oz Lunar Serie II1.719,00 EUR
1 oz Buffalo1.727,82 EUR
1 oz Lunar Serie I1.838,42 EUR
1 oz Goldeuro2.193,95 EUR
Goldbarren Preise
1 g57,16 EUR
5 g273,96 EUR
10 g538,39 EUR
20 g1.068,62 EUR
1 oz1.669,10 EUR
100 g5.351,00 EUR
250 g13.356,52 EUR
1 kg53.319,08 EUR

Goldpreis.de - Kurse, Charts, Preise & Prognosen!

Die Flut der täglichen Meldungen zu den Finanzmärkten und Krisen weltweit beeinflussen unter anderem auch die Entwicklung der Edelmetallpreise und den Goldpreis.

Investierte Anleger, Händler, Investoren und Analysten haben verschiedene Erwartungshaltungen und Vorstellungen darüber, wie sich der Goldpreis und damit die Geldanlage Gold in den kommenden Monaten oder Jahren entwickeln wird.

Goldpreis.de stellt Kurse, Charts, Preise sowie Informationen und Goldpreis-Prognosen von Banken und Anlegern inkl. Stimmungsbarometer bereit, um sich über die aktuelle Preis-Entwicklung der Edelmetalle zu informieren. Wer Gold und Silber physisch kaufen möchte findet im Portal zudem eine Auswahl an Edelmetallhändlern und Produktinformationen zu Barren und Münzen, sowie Preise der jeweiligen Edelmetall- und Goldprodukte.


Fachwissen zum Goldpreis

Gold-FuturesEin Future wird auch Terminkontrakt genannt und bezeichnet einen Handel zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Gehandelt werden z. B. Wertpapiere oder Waren, darunter auch Gold. Ein Kontrakt ist bei Gold mit 100 oz standardisiert. Der Handel mit Futures wird auch Papierhandel genannt. Durch die Hebelwirkung ist der nicht physische Handel mit Futures sehr risikobehaftet.
OTC-HandelOTC steht für "over the counter" = "über die Ladentheke verkauft". So wird der außerbörsliche Handel oder Direkthandel bezeichnet. Er bezeichnet finanzielle Transaktionen, die nicht über die Börse abgewickelt werden, sondern direkt zwischen Marktteilnehmern.
Spot, GoldspotAls Goldspot wird der aktuelle Börsenkurs für Gold bzw. der Goldpreis bezeichnet.
London Fixing, Goldfixing, LBMAAm London Bullion Market (der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz) wird zweimal täglich von deren Mitgliedern (Banken) ein Goldpreis fixiert. Die Goldfixings dienen als Richtwert für viele Akteure am Edelmetallmarkt. Die LBMA (London Bullion Market Association) koordiniert den Handel und ist für die Zertifizierung von Goldbarren ("london good delivery") zuständig.
RealtimekursDer Realtimekurs bezeichnet den Live Goldkurs in Echtzeit.
XAUDer ISO-4217-Code "XAU" ist die internationale Währungs-Abkürzung für eine Feinunze Gold (31,1034768 g). Sie setzt sich aus einem X und dem chemischen Symbol "Au" für Gold zusammen. Die Abkürzungen sind von der Internationalen Organisation für Normung zur eindeutigen Identifizierung im internationalen Zahlungsverkehr normiert.
FeinunzeInternational wird der Goldpreis je Feinunze angegeben. Eine Feinunze (engl. troy ounce) wiegt rund 31,103 g (exakt 31,1034768 g). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird im Edelmetallhandel auch "Unze" und die Abkürzung "oz" verwendet, siehe auch Feinunze Gold
Bid- und Ask-KurseEngl. bid = bieten; Kaufangebot, höchster Preis zu dem jemand bereit ist zu kaufen.
Engl. ask = nachfragen; geringstes Preisangebot, zu dem gekauft werden kann.
Short/LongLong wird an den Finanzmärkten die Käufer-Position bezeichnet und sagt aus, dass man eine Position gekauft hat und aktuell besitzt. Als Short wird an den Finanzmärkten eine bestimmte Verkäufer-Position bezeichnet: Ist jemand "short", bedeutet das, dass er eine Position (Aktie, Gold-ETF etc.) verkauft hat, die er nicht besitzt (so genannter Leerverkauf). 
KitcoKitco ist ein kanadisches Unternehmen, das den Live Kitco Goldpreis stellt und auch in Deutschland verbreitet war, als es noch keine vergleichbaren Angebote gab.
CommodityAls Commodities (engl.) werden Rohstoffe oder allgemein Handelsware bezeichnet. Exchange Traded Commodities sind z. B. börsengehandelte Wertpapiere, mit denen Anleger in Rohstoffe investieren können. Die New York Commodities Exchange (COMEX) ist eine Warenterminbörse.
NYMEX, COMEX TerminbörseDie Abkürzung NYMEX steht für New York Mercantile Exchange – die weltgrößte Warenterminbörse, auf der u. a. auch Edelmetalle wie Gold gehandelt werden. Zuvor wurde Gold an der COMEX gehandelt, die 1994 mit der NYMEX verschmolz.
ArbitragegeschäftEin Arbitragegeschäft wird in der Wirtschaft die Ausnutzung von Unterschieden bei Preisen, Kursen oder Zinsen mit dem Ziel der Gewinnmitnahme ohne Risiko genannt.
Fat-Finger-FehlerEin Fat-Finger-Fehler ist ein Tippfehler oder Zahlendreher, der bei Transaktionen auf dem Finanzmarkt zu drastischen Kursbewegungen führt, wie es bei den Gold- und Silberpreisen in der Vergangenheit mehrfach geschehen ist.
SpikeEin Spike wird ein Kursausschlag in einem Chartbild (z. B. Goldkurs) genannt, der punktuell eine extreme Spitze nach oben oder nach unten aufweist, die sich kurz danach wieder auflöst (engl. spike = Stachel, Nagel).

Der Goldpreis in seiner historischen Entwicklung

Gold ist ein Edelmetall, das bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen Teilen der Welt als Vermögenswert und Wertspeicher genutzt wird. Es ist eines der ersten Metalle, die der Mensch verarbeiten konnte. Gold kann recht einfach verarbeitet werden und sein dauerhafter gelblicher Glanz (Sonnengleich) und die positive Eigenschaft, dass es nicht im Kontakt mit Sauerstoff oxidiert, machten es bereits seit vielen Jahrtausenden zu dem beliebtesten Schmuckmetall. Insbesondere für religiöse oder rituelle Zwecke wurden häufig Gegenstände aus Gold verwendet. 

Auch als Statussymbol fand es vielfach Verwendung. Diese Entwicklung ist in allen Teilen der Welt zu beobachten, selbst in Kulturen, die sich völlig unabhängig voneinander entwickelten. Neben der Verwendung zu rituellen Zwecken kam in vielen Kulturen dem Gold auch die monitäre Verwendung als Zahlungsmittel zuteil. Münzen aus Gold konnten gegen verschiedene Gegenstände eingetauscht werden. Erst als sich im neunzehnten Jahrhundert das Papiergeld als Zahlungsmittel durchsetzen konnte, verlor das Gold als Zahlungsmittel an Bedeutung. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam der Goldpreis eine wirkliche Bedeutung. Während davor das Gold selbst das Zahlungsmittel war und ihm so kein Preis zugeordnet werden konnte, machte es die Einführung eines alternativen Zahlungsmittels notwendig, einen Preis festzulegen, mit dem der Wert des Goldes mit diesem neuen Zahlungsmittel gehandelt wurde. Viele Währungen beruhten zunächst im Vertrauen darauf welche  Goldreserven von der ausgegebenen Stelle gehalten wurden. Das Papiergeld war lediglich ein Ersatz für das Gold, das an einem sicheren Ort aufbewahrt wurde. Zwar haben viele Währungen nach wie vor Goldreserven, die sie stabilisieren, doch verlieren diese immer mehr an Bedeutung. 

Erst als die Währungen nicht mehr ausschließlich anhand des Metallwertes bemessen wurden, war es wichtig zu wissen, welchen Goldpreis einer Münze oder einem Geldschein entspricht. Der erste Goldpreis wurde im 17. Jahrhundert in London erstellt und wird seitdem täglich dort festgelegt.


Welche Faktoren haben Einfluss auf den Goldpreis und den Aktuellen Goldwert

Der Goldpreis wird von Angebot und Nachfrage, sowie dem Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach zu erreichen. Insbesondere da der Goldabbau ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage, neben den Terminmärkten der bestimmende Faktor für den Goldpreis. Gold wird insbesondere für die Herstellung von Schmuck verwendet. Das glänzende Metall bietet sehr gute Eigenschaften, um hochwertigen Schmuck herzustellen. Goldschmuck gilt in vielen Kulturen als Statussymbol oder besitzt eine religiöse Bedeutung.

Auch die Verwendung des Goldes in der Elektrotechnik beeinflusst den Goldpreis, wenn auch nur marginal. Gold ist ein hervorragender elektrischer Leiter und außerdem ist es recht einfach zu verarbeiten. Wenn beispielsweise ein elektrischer Leiter in Kontakt mit einer starken Säure kommt, werden fast alle Metalle durch den Kontakt beschädigt. Gold hingegen ist sehr widerstandsfähig und kann so auch in einem solchen Umfeld verwendet werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der den Goldpreis bestimmt, ist die Nachfrage der Anleger und Investoren. Ein großer Teil der Goldförderung wird auch als Geldanlage bzw. Wertspeicher genutzt und je mehr Anleger sich dazu entscheiden, ihr Geld in dieses Edelmetall bzw. Gold Unzen anzulegen, desto höher steigt die Nachfrage und der Preis. Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen indirekt ebenfalls den Goldpreis. Die ausgelösten Schwankungen sind gut im Goldchart nachvollziehbar.

Diese Charts finden Sie auf Goldpreis.de in Euro, Dollar und zu verschiedenen Zeitperioden. Die Kurven zeigen über individuell einstellbare Zeiträume den jeweiligen Verlauf vom Goldpreis an. Beispielsweise zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Nach dem Ausbruch der Krise 1929 sank der Goldpreis zunächst kurzfristig ab, um sich dann in nächsten Jahren fast zu verdoppeln. Nachlassendes Wirtschaftswachstum kann sich entsprechend deutlich in einem fallenden Goldpreis ausdrücken, wie im Chart von 2011 ersichtlich. Mit Abkühlung der Wirtschaftskraft Chinas und Indiens, sank auch die Goldnachfrage aus diesen Ländern, was wiederum zur weltweiten Verringerung der Nachfrage führte. Ein weiterer Faktor für den Goldpreis ist der US-Dollar bzw. der Wechselkurs zu anderen Währungen, da das Edelmetall in USD gehandelt wird. 

Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, verkaufen oder kaufen Zentralbanken immer wieder am internationalen Goldmarkt. Da es sich hierbei um Bewegungen im Tonnenbereich handelt, wirken sich solche große Transaktionen des Kaufes oder Verkaufes zeitnah auf den Goldpreis aus.


Der Goldpreis steigt in Krisenzeiten

Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder geopolitisch große Unsicherheiten auftreten befürchten viele Anleger negative Folgen für die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren und auch private Anleger greifen in solchen Krisen gerne zum Gold um Gelder oder das eigen Ersparte zu sichern, für den Fall, dass sich eine tiefergehende Krise entwickelt. Die sprunghafte Goldnachfrage in solchen Zeiten spiegelt sich meist in steigenden Goldpreisen wieder. Klingen die Krisen wieder ab, reagiert der Goldpreis in der Regel auch mit fallenden Notierungen.

Gold wird auf der ganzen Welt als Wertgegenstand akzeptiert und kann daher die Ersparnisse bzw. deren Kaufkraft selbst über eine sehr tief greifende Krise hinweg erhalten. Obwohl ein vollständiger Zusammenbruch eines Währungssystems heutzutage als weniger wahrscheinlich gilt, hat sich das Gold, neben Silber dennoch seinen Status als krisensicheres Zahlungsmittel bewahrt.

Der Goldpreis, sowie meist auch der Silberpreis steigen in der Regel also immer dann, wenn Instabilität in die großen international verflochtenen Finanzsysteme kommt. Diese Tatsache ist bereits seit vielen Jahren zu spüren. Seitdem die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von der einen Krise zur nächsten übergeht, steigt der Goldkurs unter Schwankungen an. Weitere Faktoren die den Goldpreis treiben sind Inflation und negative Realzinsen. Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 ist der Goldpreis um mehrere hundert Prozent angestiegen.