Aktueller Goldpreis

16.01.2021 | 06:45 Uhr
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Wechselkurs

Goldpreis nach Gewicht

GewichtPreis DollarPreis Euro
1 Gramm 58,76 USD48,66 EUR
1 Unze 1.827,79 USD1.513,40 EUR
1 Kilogramm 58.764,81 USD48.656,94 EUR
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Silberpreis
20,49 EUR 0,00 %
Platinpreis
890,48 EUR -0,04 %
Palladiumpreis
1.982,00 EUR 0,00 %

Goldpreis Heute

Zeitraumin US-Dollarin Euro
Vortag (15.01.2021)1.827,79 USD1.513,40 EUR
Veränderung0,00 USD0,00 EUR
Heute (16.01.2021)1.827,79 USD1.513,40 EUR
Tagestief1.827,79 USD1.513,40 EUR
Tageshoch1.827,79 USD1.513,40 EUR
Allzeithoch (Intraday)2.071,69 USD1.748,83 EUR
Allzeithoch (Schlusskurs)2.063,01 USD1.737,28 EUR

Preise - Goldlegierungen

Feinheit (Karat)1 Gramm Dollar1 Gramm Euro
333er Gold19,57 USD16,20 EUR
585er Gold34,38 USD28,46 EUR
750er Gold44,07 USD36,49 EUR
833er Gold48,95 USD40,53 EUR
900er Gold52,89 USD43,79 EUR
916er Gold53,83 USD44,57 EUR
999er Gold58,76 USD48,66 EUR

Goldpreisentwicklung

ZeitraumWert USD% USDWert EUR% EUR
seit 01.01.2021-66,13 USD-3,49 %-26,46 EUR-1,72 %
30 Tage-25,89 USD-1,40 %-11,61 EUR-0,76 %
6 Monate+17,41 USD+0,96 %-72,92 EUR-4,60 %
1 Jahr+271,40 USD+17,44 %+117,53 EUR+8,42 %
5 Jahre+749,49 USD+69,51 %+520,67 EUR+52,45 %
10 Jahre+450,51 USD+32,71 %+470,01 EUR+45,05 %

04.01.2021 – Goldpreis.de Marktbericht


Goldpreis startet positiv in einen spannenden Jahresauftakt

Gleich am ersten Handelstag des Jahres schafft der Goldpreis den Ausbruch aus der seit Anfang August 2020 ausgebildeten absteigenden Dreiecksformation und überwindet die Marke von 1.900 US-Dollar pro Unze. Aktuell kostet das gelben Edelmetalls 1.935 US-Dollar pro Unze. Damit startet der Goldpreis in die erste Kalenderwoche mit einem Kursplus von 2,1 Prozent.

In der Gemeinschaftswährung notiert der Goldpreis in US-Dollar aktuell bei 1.570 Euro pro Unze und damit 1,6 Prozent höher als zum Jahresultimo 2020. Der Silberpreis kostet derzeit 27,45 pro Unze (Spot-Preis) bzw. 22,30 Euro pro Unze. Dies entspricht einer Kursveränderung in US-Dollar von +4 Prozent bzw. +3,5 Prozent in der Gemeinschaftswährung. Der Euro notiert um ein halbes Prozent fester gegenüber dem US-Dollar.

Der goldene Januar

Wie viele Rohstoffe folgen auch der Gold- und Silberpreis saisonalen Mustern. Dies ist mit jahreszeitlich unterschiedlichen Nachfrageintensitäten begründbar. So spielet beispielsweise im Vorfeld der Weihnachtseinkaufssaison die erhöhte Nachfrage der Kunstschmiede und Elektroindustrie eine Rolle. Ebenso beeinflussen die indische Hochzeitssaison im Herbst sowie das russische Jolkafest im Januar und der arabische Goldbasar die Goldnachfrage. Da diese Nachfragespitzen auch den Spekulanten bekannt sind, kann es zu Vorzieheffekten am Terminmarkt kommen.

Zwar ist die saisonale Nachfrage nach Gold nur einer von vielen preisbestimmender Faktoren, aber die Statistik zeigt Jahr für Jahr einen positiven Preiseffekt. In den letzten 50 Jahren betrug der durchschnittliche Kursgewinn des Goldpreises in US-Dollar 2,8 Prozent. Damit avanciert der Januar im langjährigen Mittel zur Nummer eins in Sachen steigender Goldpreis. Statistisch beginnt die gute Zeit für Goldpreisanstiege bereits Mitte September, wenn sich die goldverarbeitende Industrie auf die Nachfragespitzen vorbereitet und mit dem Edelmetall eindeckt. Diese saisonal positive Phase dauert gemäß den Daten von Bloomberg sowie den Auswertungen von Dr. Dimitri Speck (Quellen: SeasonalCharts.com/Seasonax.com) mit kurzer Unterbrechung im Oktober bis Ende Februar an.

Im Frühling erwacht der Goldpreis Mitte April erneut und erlebt bis Mitte Mai eine Zwischen-Hausse, die im Schnitt dem Edelmetall im ein Plus von 1,3 Prozent beschert. Deutlich einflussreicher sind empirisch belegbar allerdings die Realzinsen. Bei dem aktuellen Stand von ca. -1 Prozent in den USA auf Basis der Rendite für zehnjährige US-Treasuries liegt die durchschnittliche Jahresperformance bei Gold bei ca. +26 Prozent per annum. Diese Korrelation hat sich im Jahr 2020 mit einem Wertzuwachs des Goldpreises in US-Dollar in Höhe von 24 Prozent erneut bestätigt.

Spannungshoch schon in der ersten Woche

Bereits in der ersten Kalenderwoche des noch jungen Jahres fallen wichtige Entscheidungen, die für die Gold- und Silbermärkte von nachhaltiger Bedeutung sind. Bereits am morgigen Dienstag finden in dem US-Bundesstaat Georgia wichtige Stichwahlen zu zwei Sitzen im US-Senat statt. Dieses lokale Ereignis könnte große Auswirkungen auf die gesamte US-Politik der kommenden zwei Jahre haben. Sollte es beiden demokratischen Kandidaten Raphael Warnock und Jon Ossoff gelingen, einen Sitz im Senat zu erlangen und es somit erstmals seit Jahrzehnten gelingen, Georgia im US-Senat zu vertreten, würden sich die Machtverhältnisse im US-Kongress deutlich zugunsten der Demokraten verändern (The Blue Wave). Die neue Regierung unter Joe Biden könnte dann mit der ausschlaggebenden Stimme der Vize-Präsidentin Kamala Devi Harris im Senat und der Mehrheit im Abgeordnetenhaus bis zu den Midterm-Elections (Halbzeitwahlen) im November 2022 de facto durchregieren.

In diesem Fall erwarten die politischen Beobachter und die Mehrheit der Bankenanalysten einen neuen Rekord bei den Staatsdefiziten in Folge billionenschwerer Transferleistungen für das Gesundheits- und Sozialsystem sowie gigantische landesweite Infrastrukturprogramme. Dies würde die historische Rekordverschuldung der Vereinigten Staaten weiter rasant erhöhen, ebenso wie die Zinssensitivität und das Risiko steigender Teuerungsraten. Die ersten Hochrechnungen des Wahlausgangs werden für den 6. Januar erwartet. Das Endergebnis kann sich gleichwohl wegen der pandemiebedingt hohen Anzahl an Briefwahlstimmen verzögern.

Relevante Konjunkturdaten in der KW 1

Bereits heute Morgen enttäuschte der chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der HCBS für den Dezember mit einem Wert von 53 Punkten. Dieser liegt nach wie vor zwar über der Expansionsschwelle von 50 Punkten aber unter den Erwartungen von im Konsens 54,8 Punkten und unter dem Vormonatswert von 54,9 Punkten. Auch die bereits heute Morgen veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes für die Industrie Deutschlands und der gesamten Eurozone fielen mit 58,3 bzw. 55,2 Punkten unter den Erwartungen und unter den Ständen vom November aus.

Das vom Datenanbieter Markit veröffentlichte US-Pendant zeigt hingegen für den Dezember in der finalen Berechnung eine Verbesserung von 56,5 im November auf 57,1 im Dezember an. Zurückzuführen wahrscheinlich auch auf die Freigabe neuer Wirtschaftshilfen von weiteren 900 Mrd. US-Dollar sowie des Gesamthaushalts 2020/2021 durch den amtierenden US-Präsidenten Donald J. Trump. Am Dienstag um 9:55 Uhr MEZ publiziert Destatis die deutschen Arbeitslosenzahlen. Gerechnet wird mit einem weiteren Rückgang um 39.000. Verzerrt wird diese Statistik jedoch durch die hohe Anzahl an krisenbedingten Kurzarbeitern, die in der Arbeitslosenstatistik nicht enthalten sind (1,98 Mio. | Quelle: Statista | Stand: Nov. 2020).

Am Mittwoch um 9:55 Uhr veröffentlicht Markit die Daten zum Einkaufsmanagerindex für den deutschen Dienstleistungssektor. Hier wird nach wie vor mit deutlicher Kontraktion gerechnet. In Punkten ausgedrückt: 44,0 im Januar 2021 nach 47,7 im Dezember 2020. Am Mittwochabend um 20:00 Uhr MEZ veröffentlicht die US-Notenbank (Fed) ihr Minutenprotokoll der letzten Offenmarktauschusssitzung (FOMC). Marktteilnehmer erhoffen sich davon Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen der Fed.

Am Donnerstag folgen dann noch um 14:30 Uhr die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit geschätzten 800.000 Neuanträgen nach 787.000 in der Vorwoche, bevor dann am Freitag die „großen“ US-Arbeitsmarktzahlen für den Gesamtmonat Dezember veröffentlicht werden. Mit nur 100.000 neuen Jobs erwartet der Analystenkonsens den schwächsten Arbeitsplatzaufbau außerhalb der Landwirtschaft in den USA seit acht Monaten.

Goldpreis in Euro Entwicklung
15.01.2021 Goldpreis Nachrichten
Obwohl die Türkei mit einer schwachen Lira zu kämpfen haben, hat das Land im vergangen Dezember, erneut erhebliche Mengen Gold importiert.
18:47 | www.deraktionaer.de: Gold: "Auf dem Weg Richtung 2.800 Dollar"
Edelweiss stieht Gold auf den Weg in Richtung 2.600 bis 2.800 Dollar.
In 2021 könnte Bitcoin der Durchbruch in den Mainstream gelingen. Bloomberg glaubt daran, dass die 50.000 US-Dollar-Marke fallen wird.
Konjunkturpakete werden Kupfer und Gold stärken. Die Länder schnüren Konjunktur-Hilfspakete. In den USA sollen sogar 1,9 Billionen US-Dollar die Wirtschaft ankurbeln.
Investoren und die Schmuckindustrie könnten den Preis für das Edelmetall wieder antreiben. Sorgen bereiten jedoch die steigenden US-Zinsen.
14.01.2021
Die US-Börsen haben am Dienstag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 31.068,69 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,19 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 3.805 Punkten 0,17 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq Composite zu …
Die Notenbanken waren auch im November netto auf der Verkäuferseite.
Investoren und die Schmuckindustrie könnten den Preis für das Edelmetall wieder antreiben. Sorgen bereiten jedoch die steigenden US-Zinsen.

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Historischer Goldpreis

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Goldmünzen Preise

1 oz Krügerrand1.562,80 EUR
1 oz Wiener Philharmoniker1.563,70 EUR
1 oz Britannia1.565,80 EUR
1 oz Känguru1.565,82 EUR
1 oz Maple Leaf1.569,90 EUR
1 oz American Eagle1.590,63 EUR
1 oz Buffalo1.596,83 EUR
1 oz Lunar Serie II1.610,30 EUR
1 oz China Panda1.688,41 EUR
1 oz Lunar Serie I1.944,72 EUR
1 oz Goldeuro2.234,69 EUR
Goldbarren Preise
1 g54,08 EUR
5 g256,00 EUR
10 g504,50 EUR
20 g1.001,84 EUR
1 oz1.543,00 EUR
100 g4.952,91 EUR
250 g12.309,02 EUR
1 kg49.386,00 EUR

Goldpreis.de - Kurse, Charts, Preise & Prognosen!

Die Flut der täglichen Meldungen zu den Finanzmärkten und Krisen weltweit beeinflussen unter anderem auch die Entwicklung der Edelmetallpreise und den Goldpreis.

Investierte Anleger, Händler, Investoren und Analysten haben verschiedene Erwartungshaltungen und Vorstellungen darüber, wie sich der Goldpreis und damit die Geldanlage Gold in den kommenden Monaten oder Jahren entwickeln wird.

Goldpreis.de stellt Kurse, Charts, Preise sowie Informationen und Goldpreis-Prognosen von Banken und Anlegern inkl. Stimmungsbarometer bereit, um sich über die aktuelle Preis-Entwicklung der Edelmetalle zu informieren. Wer Gold und Silber physisch kaufen möchte findet im Portal zudem eine Auswahl an Edelmetallhändlern und Produktinformationen zu Barren und Münzen, sowie Preise der jeweiligen Edelmetall- und Goldprodukte.


Fachwissen zum Goldpreis

Gold-FuturesEin Future wird auch Terminkontrakt genannt und bezeichnet einen Handel zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Gehandelt werden z. B. Wertpapiere oder Waren, darunter auch Gold. Ein Kontrakt ist bei Gold mit 100 oz standardisiert. Der Handel mit Futures wird auch Papierhandel genannt. Durch die Hebelwirkung ist der nicht physische Handel mit Futures sehr risikobehaftet.
OTC-HandelOTC steht für "over the counter" = "über die Ladentheke verkauft". So wird der außerbörsliche Handel oder Direkthandel bezeichnet. Er bezeichnet finanzielle Transaktionen, die nicht über die Börse abgewickelt werden, sondern direkt zwischen Marktteilnehmern.
Spot, GoldspotAls Goldspot wird der aktuelle Börsenkurs für Gold bzw. der Goldpreis bezeichnet.
London Fixing, Goldfixing, LBMAAm London Bullion Market (der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz) wird zweimal täglich von deren Mitgliedern (Banken) ein Goldpreis fixiert. Die Goldfixings dienen als Richtwert für viele Akteure am Edelmetallmarkt. Die LBMA (London Bullion Market Association) koordiniert den Handel und ist für die Zertifizierung von Goldbarren ("london good delivery") zuständig.
RealtimekursDer Realtimekurs bezeichnet den Live Goldkurs in Echtzeit.
XAUDer ISO-4217-Code "XAU" ist die internationale Währungs-Abkürzung für eine Feinunze Gold (31,1034768 g). Sie setzt sich aus einem X und dem chemischen Symbol "Au" für Gold zusammen. Die Abkürzungen sind von der Internationalen Organisation für Normung zur eindeutigen Identifizierung im internationalen Zahlungsverkehr normiert.
FeinunzeInternational wird der Goldpreis je Feinunze angegeben. Eine Feinunze (engl. troy ounce) wiegt rund 31,103 g (exakt 31,1034768 g). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird im Edelmetallhandel auch "Unze" und die Abkürzung "oz" verwendet, siehe auch Feinunze Gold
Bid- und Ask-KurseEngl. bid = bieten; Kaufangebot, höchster Preis zu dem jemand bereit ist zu kaufen.
Engl. ask = nachfragen; geringstes Preisangebot, zu dem gekauft werden kann.
Short/LongLong wird an den Finanzmärkten die Käufer-Position bezeichnet und sagt aus, dass man eine Position gekauft hat und aktuell besitzt. Als Short wird an den Finanzmärkten eine bestimmte Verkäufer-Position bezeichnet: Ist jemand "short", bedeutet das, dass er eine Position (Aktie, Gold-ETF etc.) verkauft hat, die er nicht besitzt (so genannter Leerverkauf). 
KitcoKitco ist ein kanadisches Unternehmen, das den Live Kitco Goldpreis stellt und auch in Deutschland verbreitet war, als es noch keine vergleichbaren Angebote gab.
CommodityAls Commodities (engl.) werden Rohstoffe oder allgemein Handelsware bezeichnet. Exchange Traded Commodities sind z. B. börsengehandelte Wertpapiere, mit denen Anleger in Rohstoffe investieren können. Die New York Commodities Exchange (COMEX) ist eine Warenterminbörse.
NYMEX, COMEX TerminbörseDie Abkürzung NYMEX steht für New York Mercantile Exchange – die weltgrößte Warenterminbörse, auf der u. a. auch Edelmetalle wie Gold gehandelt werden. Zuvor wurde Gold an der COMEX gehandelt, die 1994 mit der NYMEX verschmolz.
ArbitragegeschäftEin Arbitragegeschäft wird in der Wirtschaft die Ausnutzung von Unterschieden bei Preisen, Kursen oder Zinsen mit dem Ziel der Gewinnmitnahme ohne Risiko genannt.
Fat-Finger-FehlerEin Fat-Finger-Fehler ist ein Tippfehler oder Zahlendreher, der bei Transaktionen auf dem Finanzmarkt zu drastischen Kursbewegungen führt, wie es bei den Gold- und Silberpreisen in der Vergangenheit mehrfach geschehen ist.
SpikeEin Spike wird ein Kursausschlag in einem Chartbild (z. B. Goldkurs) genannt, der punktuell eine extreme Spitze nach oben oder nach unten aufweist, die sich kurz danach wieder auflöst (engl. spike = Stachel, Nagel).

Der Goldpreis in seiner historischen Entwicklung

Gold ist ein Edelmetall, das bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen Teilen der Welt als Vermögenswert und Wertspeicher genutzt wird. Es ist eines der ersten Metalle, die der Mensch verarbeiten konnte. Gold kann recht einfach verarbeitet werden und sein dauerhafter gelblicher Glanz (Sonnengleich) und die positive Eigenschaft, dass es nicht im Kontakt mit Sauerstoff oxidiert, machten es bereits seit vielen Jahrtausenden zu dem beliebtesten Schmuckmetall. Insbesondere für religiöse oder rituelle Zwecke wurden häufig Gegenstände aus Gold verwendet. 

Auch als Statussymbol fand es vielfach Verwendung. Diese Entwicklung ist in allen Teilen der Welt zu beobachten, selbst in Kulturen, die sich völlig unabhängig voneinander entwickelten. Neben der Verwendung zu rituellen Zwecken kam in vielen Kulturen dem Gold auch die monitäre Verwendung als Zahlungsmittel zuteil. Münzen aus Gold konnten gegen verschiedene Gegenstände eingetauscht werden. Erst als sich im neunzehnten Jahrhundert das Papiergeld als Zahlungsmittel durchsetzen konnte, verlor das Gold als Zahlungsmittel an Bedeutung. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam der Goldpreis eine wirkliche Bedeutung. Während davor das Gold selbst das Zahlungsmittel war und ihm so kein Preis zugeordnet werden konnte, machte es die Einführung eines alternativen Zahlungsmittels notwendig, einen Preis festzulegen, mit dem der Wert des Goldes mit diesem neuen Zahlungsmittel gehandelt wurde. Viele Währungen beruhten zunächst im Vertrauen darauf welche  Goldreserven von der ausgegebenen Stelle gehalten wurden. Das Papiergeld war lediglich ein Ersatz für das Gold, das an einem sicheren Ort aufbewahrt wurde. Zwar haben viele Währungen nach wie vor Goldreserven, die sie stabilisieren, doch verlieren diese immer mehr an Bedeutung. 

Erst als die Währungen nicht mehr ausschließlich anhand des Metallwertes bemessen wurden, war es wichtig zu wissen, welchen Goldpreis einer Münze oder einem Geldschein entspricht. Der erste Goldpreis wurde im 17. Jahrhundert in London erstellt und wird seitdem täglich dort festgelegt.


Welche Faktoren haben Einfluss auf den Goldpreis und den Aktuellen Goldwert

Der Goldpreis wird von Angebot und Nachfrage, sowie dem Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach zu erreichen. Insbesondere da der Goldabbau ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage, neben den Terminmärkten der bestimmende Faktor für den Goldpreis. Gold wird insbesondere für die Herstellung von Schmuck verwendet. Das glänzende Metall bietet sehr gute Eigenschaften, um hochwertigen Schmuck herzustellen. Goldschmuck gilt in vielen Kulturen als Statussymbol oder besitzt eine religiöse Bedeutung.

Auch die Verwendung des Goldes in der Elektrotechnik beeinflusst den Goldpreis, wenn auch nur marginal. Gold ist ein hervorragender elektrischer Leiter und außerdem ist es recht einfach zu verarbeiten. Wenn beispielsweise ein elektrischer Leiter in Kontakt mit einer starken Säure kommt, werden fast alle Metalle durch den Kontakt beschädigt. Gold hingegen ist sehr widerstandsfähig und kann so auch in einem solchen Umfeld verwendet werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der den Goldpreis bestimmt, ist die Nachfrage der Anleger und Investoren. Ein großer Teil der Goldförderung wird auch als Geldanlage bzw. Wertspeicher genutzt und je mehr Anleger sich dazu entscheiden, ihr Geld in dieses Edelmetall bzw. Gold Unzen anzulegen, desto höher steigt die Nachfrage und der Preis. Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen indirekt ebenfalls den Goldpreis. Die ausgelösten Schwankungen sind gut im Goldchart nachvollziehbar.

Diese Charts finden Sie auf Goldpreis.de in Euro, Dollar und zu verschiedenen Zeitperioden. Die Kurven zeigen über individuell einstellbare Zeiträume den jeweiligen Verlauf vom Goldpreis an. Beispielsweise zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Nach dem Ausbruch der Krise 1929 sank der Goldpreis zunächst kurzfristig ab, um sich dann in nächsten Jahren fast zu verdoppeln. Nachlassendes Wirtschaftswachstum kann sich entsprechend deutlich in einem fallenden Goldpreis ausdrücken, wie im Chart von 2011 ersichtlich. Mit Abkühlung der Wirtschaftskraft Chinas und Indiens, sank auch die Goldnachfrage aus diesen Ländern, was wiederum zur weltweiten Verringerung der Nachfrage führte. Ein weiterer Faktor für den Goldpreis ist der US-Dollar bzw. der Wechselkurs zu anderen Währungen, da das Edelmetall in USD gehandelt wird. 

Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, verkaufen oder kaufen Zentralbanken immer wieder am internationalen Goldmarkt. Da es sich hierbei um Bewegungen im Tonnenbereich handelt, wirken sich solche große Transaktionen des Kaufes oder Verkaufes zeitnah auf den Goldpreis aus.


Der Goldpreis steigt in Krisenzeiten

Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder geopolitisch große Unsicherheiten auftreten befürchten viele Anleger negative Folgen für die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren und auch private Anleger greifen in solchen Krisen gerne zum Gold um Gelder oder das eigen Ersparte zu sichern, für den Fall, dass sich eine tiefergehende Krise entwickelt. Die sprunghafte Goldnachfrage in solchen Zeiten spiegelt sich meist in steigenden Goldpreisen wieder. Klingen die Krisen wieder ab, reagiert der Goldpreis in der Regel auch mit fallenden Notierungen.

Gold wird auf der ganzen Welt als Wertgegenstand akzeptiert und kann daher die Ersparnisse bzw. deren Kaufkraft selbst über eine sehr tief greifende Krise hinweg erhalten. Obwohl ein vollständiger Zusammenbruch eines Währungssystems heutzutage als weniger wahrscheinlich gilt, hat sich das Gold, neben Silber dennoch seinen Status als krisensicheres Zahlungsmittel bewahrt.

Der Goldpreis, sowie meist auch der Silberpreis steigen in der Regel also immer dann, wenn Instabilität in die großen international verflochtenen Finanzsysteme kommt. Diese Tatsache ist bereits seit vielen Jahren zu spüren. Seitdem die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von der einen Krise zur nächsten übergeht, steigt der Goldkurs unter Schwankungen an. Weitere Faktoren die den Goldpreis treiben sind Inflation und negative Realzinsen. Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 ist der Goldpreis um mehrere hundert Prozent angestiegen.