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Die größten Goldminen der Erde

Stand: 02.05.2017

Damit genug Gold für die Geldanlage und Schmuckherstellung zur Verfügung steht, werden jährlich rund 2.500 Tonnen des begehrten Edelmetalls gefördert. Der Prozess zur Gewinnung und die Goldminen dahinter geraten dabei gerne in Vergessenheit. Dabei ist es gerade interessant, zu wissen, in welchen Regionen der Erde die größten Goldmengen gewonnen werden und woher Wertanlage und Schmuck tatsächlich stammen. Wir stellen die größten Goldminen der Welt in den folgenden Absätzen vor. ===

Die Grasberg-Mine: das größte Goldvorkommen der Welt

Die Grasberg-Mine liegt in Westneuguinea in Indonesien. Sie wird nicht nur als Goldmine genutzt, sondern vor allem auch zur Förderung von Kupfer. Der niederländische Geologe Jean-Jacques Dozy entdeckte sie im Jahr 1936. Seine Aufzeichnungen gerieten jedoch zunächst im Rahmen des Zweiten Weltkrieges in Vergessenheit. Erst der Geologe Forbes Wilson entdeckte das reichhaltige Erzvorkommen aufgrund der Aufzeichnungen und einer Expedition dorthin im Jahre 1960 wieder. Bis dahin lag die Mine in einem unzugänglichen Berggebiet. Erst im Jahr 1973 wurde die rund 100 Kilometer lange Zufahrtsstraße zur Mine unter größten Anstrengungen gebaut.
Der Rand der Mine liegt auf etwa 3.900 Metern Höhe, der tiefste Punkt der Mine bei etwa 3.600 Metern. In einer Höhe von 4.270 Metern befindet sich das sogenannte Grasberg-Vorkommen, das seit 1988 abgebaut wird. Der Durchmesser der Mine liegt bei bis zu zwei Kilometern. Damit handelt es sich räumlich gesehen zwar nicht um die größte Goldmine der Welt, allerdings um die mit den größten bestätigten Goldressourcen im Inneren. Für die Förderung der riesigen Mengen Erz wurde auf einer Höhe von 2.062 Metern die Stadt Tembagapura – zu Deutsch Kupferstadt – gebaut, die etwa zehn Kilometer von der Mine entfernt liegt.
Betrieben wird die Grasberg-Mine vom US-amerikanischen Unternehmen Freeport-McMoRan. Im Jahr 2014 wurden durch die Förderung in der Mine 38,8 Tonnen Gold produziert. Das entspricht etwa 1,1 Millionen Feinunzen oder einem Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. 2015 waren es 42,3 Tonnen.

Die Muruntau-Mine: die Mine mit der stärksten Goldförderung

Ebenfalls zu den größten Goldminen der Welt zählt die Muruntau-Mine. In ihr wird derzeit jährlich das meiste Gold auf der Welt gefördert. Sie befindet sich in der Kysylkum-Wüste in Usbekistan und ist 3,35 Kilometer breit, 2,5 Kilometer lang und rund 600 Meter tief. Entdeckt wurde das Goldvorkommen im Jahr 1958, im Jahr 1967 begann der Abbau des Erzes. In den Jahren 2014 und 2015 wurden jeweils etwa 61 Tonnen Gold aus der Muruntau-Mine gefördert – und damit über 50 Prozent mehr als aus der Grasberg-Mine. Möglich ist, dass sich der Goldabbau künftig auf eine Tiefe bis zu 1.000 Metern erstreckt. Es wird nämlich vermutet, dass sich noch etwa 5.300 Tonnen Gold im Erdreich befinden. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, würde die Grasberg-Mine als Goldmine mit dem größten bestätigten Goldvorkommen abgelöst werden. Damit dürfte die Muruntau-Mine außerdem über die nächsten Jahrzehnte eine der wichtigsten und förderungsstärksten Goldminen der Welt bleiben.

Die größten Goldminen der USA: Cortez und Goldstrike

Ebenfalls zu den größten Goldminen der Welt gehören die Cortez-Mine und der Goldstrike.Minenkomplex. Der Goldstrike-Komplex befindet sich im Nordosten Nevadas in den USA. Hierbei handelt es sich um drei Goldminen, die zu einem Komplex zusammengefasst werden. Die Förderung von Gold begann im Jahr 1987. 2014 wurden hier 28,1 Tonnen Gold gefördert, im Jahr 2015 sogar 32,8 Tonnen.
Die Cortez-Mine liegt ebenfalls in Nevada. Hier wurden 2014 28,1 Tonnen Gold gefördert, 2015 31,1 Tonnen. Bis zum Jahr 2005 lag die jährliche Förderung mit bis zu 70 Tonnen sogar noch wesentlich höher. Der Rückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der zunächst praktizierte Tagebau zum Untertagebau umgewandelt wurde. Durch den Ausbau dieses Bereichs sollen bis 2020 wieder mehr als 40 Tonnen Gold jährlich gefördert werden.
Beide Minen gehören der Barrick Gold Corporation. Dabei handelt es sich um das größte Unternehmen, das im Goldbergbau aktiv ist. Mit einer Jahresförderung von rund 200 Tonnen Gold pro Jahr kommt es auf einen Jahresumsatz von etwa 10 Milliarden US-Dollar. Über 30 Prozent der Goldförderung stammen somit aus der Cortez-Mine und dem Goldstrike-Minenkomplex.

Die Yanacocha-Mine: die größte Goldmine Amerikas

Die größte Goldmine Amerikas befindet sich in Peru. Die Yanacocha-Mine besteht eigentlich aus fünf Goldminen, die ebenfalls zu einem Komplex zusammengefasst sind. Dieser weist eine Gesamtfläche von über 700 Quadratkilometern auf. Seit 1993 wird hier Gold abgebaut. Im Jahr 2014 lag die Fördermenge Gold bei 30,2 Tonnen, im Jahr 2015 bei 28,6 Tonnen. Die Förderung ist dabei generell im letzten Jahrzehnt stark rückläufig. Im Jahr 2005 wurde hier noch eine Menge von 102 Tonnen Gold gefördert, was etwa 3,3 Millionen Feinunzen Gold entspricht. Damit liegt die aktuelle Goldförderung bei weniger als einem Drittel von dem, wo sich der Wert zu Spitzenzeiten befunden hat.
Der Minenkomplex gehört zu mehr als 50 Prozent dem US-amerikanischen Unternehmen Newmont Mining Corporation, dem nach der Barrick Gold Corporation zweitgrößten Goldproduzenten der Erde. Daneben ist zum größten Teil das peruanische Bergbauunternehmen Buenaventura beteiligt. Allein fünf Prozent des Besitzes wurden an die Weltbank IFC übertragen, die Kredite für die Entwicklung zur Verfügung gestellt hat.

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