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Zwangsabgaben auch bald in Deutschland?

Stand: 27.03.2013

Die Finanzkrise in Zypern versetzt viele Anleger in Europa in Aufregung. Die Bankensperre sowie die Zwangsabgaben der Kunden mit einem Guthaben von über 100.000 Euro wirken negativ auf das Vertrauen der Anleger. Doch welche Ausmaße nimmt die Krise noch an? Sind Zwangsabgaben auch bald in Deutschland möglich?

Die umstrittene Zwangsabgabe von Kunden mit einem Guthaben von über 100.000 Euro sollen mit einer einmaligen Abgabe von bis zu 40 Prozent belastet werden. Die Einlagen der rund 19.000 betroffenen Kunden, die bei der größten Geschäftsbank Zyperns, der Bank of Cyprus, ein Konto haben, beträgt ca. acht Milliarden Euro.

Doch wie überraschend kommt die Regelung der Zwangsabgabe? Offenbar gab es in den letzten Monaten in mehreren Ländern diverse Gesetzesänderungen dahingehend, dass Zugriffe auf die Bankguthaben rechtlich abgesichert sind.

Spanien: In Spanien soll die Banken-Steuer, die aktuell 0 Prozent beträgt, eingeführt werden. Laut dem spanischen Finanzminister Cristobal de Montoro sei Spanien dazu verpflichtet Steuergerechtigkeit zwischen den Regionen herzustellen. Eine genaue Höhe wird noch festgelegt.

Großbritannien: Eine Änderung der Regelungen in Großbritannien hat nun Einfluss auf die Einlagensicherungs-Fonds. Im Falle einer Bankenrettung können diese Einlagen verwendet werden. Kann die Bank nicht gerettet werden, ist das Geld der Bankkunden verloren.

Neuseeland: Ähnlich wie in Großbritannien soll auch hier eine vergleichbare Maßnahme eingeführt werden. Allerdings gibt es hier noch einige Protestanten.

Deutschland: Aktuell sind in Deutschland keine derartigen Maßnahmen geplant. In der Satzung zum Einlagensicherungsfonds gibt es allerdings einen eindeutigen Satz: „Ein Rechtsanspruch auf ein Eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht.“

Viele Anleger haben das Vertrauen verloren und der Trend geht immer mehr zu alternativen Anlageformen, wie Immobilien oder einer Edelmetallanlage in Gold und Silber.

Auch jetzt ist der „sichere Hafen“ – das Edelmetall – wieder sehr gefragt. Vor allem Goldmünzen, wie Maple Leaf, Krügerrand oder American Eagle, sowie Goldbarren werden von den Anlegern verstärkt nachgefragt. Der Goldpreis hat im Wochenverlauf die Marke von 1.600 US-Dollar wieder überschritten.

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