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Zahlen zum Platinmarkt im dritten Quartal 2015

Stand: 26.11.2015

Platinbarren 1 kgDie weltweite Nachfrage nach Platin hat das Angebot auch im dritten Quartal 2015 überstiegen. Im Zeitraum von Juli bis September dieses Jahres wies der Platinmarkt ein Defizit von 9,1 Tonnen aus. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des World Platinum Investment Council (WPIC).

Das Gesamtangebot an Platin verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um rund 2 Prozent auf 56,1 Tonnen. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte das weltweite Angebot bei 57,1 Tonnen gelegen. Gleichzeitig stieg die Platinnachfrage verglichen mit dem Vorquartal um knapp 13 Prozent auf 65,2 Tonnen. Im Zeitraum von April bis Juni waren 57,7 Tonnen Platin nachgefragt worden.

 

Platinnachfrage im Automobilsektor sinkt

Die sonst so wichtige Automobilindustrie gehörte im vergangenen Quartal nicht zu den Nachfragetreibern. Der Platinbedarf ging um 1,4 Prozent zurück auf 23,4 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 hatte die Nachfrage aus dem Automobilbereich bei 24,8 Tonnen gelegen.

Dagegen verzeichneten die übrigen industriellen Bereiche einen leicht erhöhten Bedarf an Platin. Deren Nachfrage stieg im Vergleich zum Vorquartal um 2,7 Prozent auf 11,5 Tonnen. Von April bis Juni waren es 11,2 Tonnen gewesen.

Die Nachfrage nach Platinschmuck machte im dritten Quartal einen deutlicheren Sprung nach oben. Sie stieg um knapp 19 Prozent auf 22,4 Tonnen. Im Quartal davor hatte sich die Schmucknachfrage auf 18,9 Tonnen belaufen.

 

Investmentnachfrage steigt kräftig

Auch der Bedarf an Platin zu Anlagezwecken nahm im vergangenen Quartal zu. Die Nachfrage stieg gegenüber dem Vorquartal um 178,6 Prozent auf 7,8 Tonnen. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte die Investmentnachfrage bei 2,8 Tonnen gelegen.

Besonders der Bedarf an Münzen und Barren nahm kräftig zu. Die Nachfrage stieg im Quartalsvergleich um 182,4 Prozent auf 4,8 Tonnen.  Im Zeitraum von April bis Juni waren Münzen und Barren mit einem Gesamtgewicht von 1,7 Tonnen nachgefragt worden.

 

Minenproduktion leicht rückläufig

Auf der Angebotsseite sieht der WPIC für das dritte Quartal einen leicht rückläufigen Minenausstoß. Dieser ging nach Schätzungen der Experten um 2,3 Prozent auf 42,7 Tonnen zurück. Im zweiten Quartal hatten die Minen 43,7 Tonnen Platin gefördert.

Auch das Recyclingangebot sank im vergangenen Quartal von 13,5 auf 13,3 Tonnen. Damit ging es im Quartalsvergleich um 1,5 Prozent zurück.

 

WPIC erwartet geringeres Defizit

Trotz des erheblichen Angebotsdefizits im dritten Quartal 2015 korrigiert der WPIC seine Jahresprognose nach unten. Statt der im zweiten Vierteljahresbericht genannten 12,6 Tonnen erwarten die Experten für 2015 nun ein Angebotsdefizit von 8,5 Tonnen.

 

Dabei geht der WPIC davon aus, dass das Platinangebot in diesem Jahr um 6 Prozent auf 219,6 Tonnen steigen wird. Die Rückkehr der südafrikanischen Platinproduktion auf das Niveau vor den Streiks gleicht nach Ansicht des Lobbyverbands das gesunkene Recyclingangebot aus.

Auf der anderen Seite prognostiziert der WPIC eine Gesamtnachfrage von knapp 228 Tonnen. Diese Schätzung beruht auf einer stärkeren Nachfrage aus der Automobilbranche, der Industrie sowie dem Investmentbereich.

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