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World Silver Survey 2015: Silbernachfrage gesunken

Stand: 08.05.2015

Standard-Silberbarren, 1000 ozDie Nachfrage nach physischem Silber hat 2014 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent nachgelassen. Dies geht aus der am Mittwoch vom Silver Institute veröffentlichten „World Silver Survey 2015“ hervor. Der Bericht wird jährlich von Thomson Reuters GFMS erstellt und gibt einen detaillierten Überblick über die Marktentwicklung im vergangenen Jahr.

Demnach fiel die weltweite Silbernachfrage 2014 mit 33.179 Tonnen (1.066,7 Millionen Unzen) auf ein Zwei-Jahres-Tief. Als größter Belastungsfaktor erwies sich das gesunkene Interesse an Barren und Münzen. Der gestiegene Bedarf in den Bereichen Schmuck, Besteck und Photovoltaik konnte diesen Rückgang nur teilweise ausgleichen.

 

Nachfrage nach Münzen und Barren eingebrochen

Die Silbernachfrage aus dem Investmentbereich=== betrug im vergangenen Jahr 6.138 Tonnen (197,3 Millionen Unzen). Damit sank das Interesse an physischen Silberinvestments gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent. Neben Münzen, Medaillen und Barren zählen auch Silber-ETFs zu dieser Kategorie.

Während letztere 2014 Zuflüsse von 43 Tonnen (1,4 Millionen Unzen) verzeichneten, fiel die Nachfrage nach Münzen und Barren um 20 Prozent auf 6.095 Tonnen (196 Millionen Unzen). Allerdings hatten Investoren 2013 auch für eine Rekordnachfrage von 7.576,8 Tonnen (243,6 Millionen Unzen) gesorgt.

 

Schmucknachfrage auf Rekordniveau

Eine Rekordnachfrage verzeichneten die Silberschmuckhersteller. Der weltweite Konsum stieg im vergangenen Jahr auf 6.693 Tonnen (215,2 Millionen Unzen). 2013 hatte die Nachfrage nach Silberschmuck noch bei 6.597,5 Tonnen gelegen (212,1 Millionen Unzen).

Die Silberschmuckproduzenten profitierten von einer starken Entwicklung in Indien. Dort stieg die Nachfrage im vergangenen Jahr um 47 Prozent und übertraf damit den Konsum Chinas. Die Produzenten in der Volksrepublik China registrierten dagegen einen Rückgang der Nachfrage um 26 Prozent. Laut den Autoren der Studie waren eine verlangsamte Wirtschaftstätigkeit und mangelndes Vertrauen in den Silberpreis Grund für diese Entwicklung.

 

Nachfrage aus der Industrie leicht rückläufig

Auch die Bereiche Besteck und Photovoltaik verzeichneten 2014 eine gestiegene Nachfrage. Der Bedarf an Silberbesteck stieg um drei Prozent auf 1.888 Tonnen (60,7 Millionen Unzen). 2013 hatte die Nachfrage bei 1.828,9 Tonnen gelegen.

Die Silbernachfrage aus der Photovoltaik-Industrie betrug im vergangenen Jahr 1.864 Tonnen. Sie nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent zu. 2013 hatten Unternehmen aus der Photovoltaik-Branche 1.735,6 Tonnen Silber (55,8 Millionen Unzen) nachgefragt.

 

Die gesamte Silbernachfrage aus der Industrie belief sich 2014 auf 18.504 Tonnen (594,9 Millionen Unzen). Das sind 0,5 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr. 2013 hatte die Industrie weltweit 18.596,8 Tonnen Silber (597,9 Millionen Unzen) nachgefragt.

Trotz dieses leichten Rückgangs entfällt mehr als die Hälfte der globalen Silbernachfrage auf die Industrie.

 

Angebot dank Primärsilberminen gestiegen

Auf der Angebotsseite sorgten im vergangenen Jahr die Primärsilberminen für eine gestiegene Produktion des Edelmetalls. Insgesamt stieg die weltweite Minenproduktion um fünf Prozent auf 27.293 Tonnen (877,5 Millionen Unzen). Der Ausstoß der Silberminen hat damit das zwölfte Jahr in Folge zugenommen.

Dagegen ist das Angebot an Altsilber weiter rückläufig. Es belief sich im vergangenen Jahr auf 5.242 Tonnen (168,5 Millionen Unzen). Dies entspricht einem Rückgang von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2013 hatte das Altsilberangebot noch 5.993,6 Tonnen (192,7 Millionen Unzen) betragen.

 

Insgesamt belief sich das Silberangebot im Jahr 2014 auf 33.027 Tonnen (1.061,8 Millionen Unzen). Zusätzlich zur Minenproduktion und dem Altsilberangebot sind auf der Angebotsseite auch die Hedging-Aktivitäten der Silberproduzenten (2014: 492 Tonnen bzw. 15,8 Millionen Unzen) aufgeführt.

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