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WGC veröffentlicht "Gold Demand Trends" für 2013

Stand: 19.02.2014

Goldmünze Cook Island

Der Goldpreis und dessen Entwicklung 2013 in Bezug auf Angebot und Nachfrage, wurden bereits vielfältig kommentiert. Nun belegt das World Gold Council differenziert mit Zahlen und Fakten, in seinem aktuellen Bericht "Gold Demand Trends", das Geschehen am Goldmarkt für das Gesamtjahr 2013:

 

Goldnachfrage gesamt

3.756,1 Tonnen Gold wurden weltweit im Jahr 2013 nachgefragt. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent, wenn wir die Zahl im Vergleich zum Vorjahr betrachten, denn die gesamte Goldnachfrage betrug hier noch 4.415,8 Tonnen.

Stellt man die gesamte Goldnachfrage mit dem Dollar-Wert in Verbindung, so ergibt sich ein Verlust von 28 Prozent. 2013 wurde für Gold 170,4 Mrd. US-Dollar ausgegeben, im Vorjahr waren es 236,9 Mrd. US-Dollar.

  

Weltweite Goldnachfrage in Relation zum Goldpreis:

Weltweite Goldnachfrage in Kategorien vs. Goldpreis

 Quelle: LBMA, Thomson Reuters GFMS, World Gold Council (WGC)

 

Goldangebot gesamt

Nachfolgende Grafik verschafft uns einen kategorisierten Überblick über die Entwicklung des gesamten Goldangebotes. 2013 reduzierte sich das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent von 4.415,2 Tonnen auf 4.339,9 Tonnen Gold. Das Gold, welches durch die Minen gefördert wurde verzeichnete einen Anstieg von 5 Prozent auf 154,4 Tonnen doch bei dem Recyclingangebot sank die Zahl auf den niedrigsten Wert seit 2008 auf 1.371,4 Tonnen Gold.

 

Weltweites Goldangebot nach Kategorien

Weltweites Goldangebot in Kategorien

Quelle: LBMA, Thomson Reuters GFMS, World Gold Council (WGC)

 

Goldinvestment (Gold ETFs und physische Nachfrage)

Insgesamt sind die Goldinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent von 1.568,1 Tonnen auf 733,3 Tonnen gesunken. Diesen Einfluss auf die Entwicklung des Goldpreises 2013 haben wir alle mitbekommen und die Ursachen zeigen sich in der differenzierten Betrachtung der Goldinvestments.

Physisches Gold, also Goldbarren und Goldmünzen erreichen Rekordwerte hinsichtlich der Nachfrage. Mit einem Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr werden 1.654,1 Tonnen Gold gekauft.

Doch die massiven Abflüsse bei den Gold-ETFs mit 880,8 Tonnen lassen die gesamten Nachfragezahlen im Investmentbereich 2013 in einem Verlust enden.

Es folgt nun eine Grafik über die Entwicklung der physischen Investments der einzelnen Länder. Stärkster Investor in Goldbarren und Goldmünzen ist China, gefolgt von Thailand und der Türkei. Deutschland liegt auf Platz 9 und ist das einzige europäische Land, bei dem ein Anstieg der Goldnachfrage zu verzeichnen war.

 

Jahresvergleich -  Nachfrage Goldmünzen und Goldbarren der einzelnen Länder:

Goldnachfrage Barren und Münzen der einzelnen Länder 2013

Quelle: LBMA, Thomson Reuters GFMS, World Gold Council (WGC)

 

Schmucknachfrage

2.209 Tonnen Gold wurden 2013 weltweit aus der Schmuckindustrie nachgefragt, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Interessant: USA und Vereinigtes Königreich  verzeichnen nach 12 Jahren endlich mal wieder einen jährlichen Anstieg mit einem Zuwachs von 14 Tonnen Gold. Die Schmucknachfrage aus China erreichte bis auf das 4. Quartal Rekordwerte.

 

Industrienachfrage

Die Nachfrage seitens der Industrie nach Gold war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig und erreichte 404,8 Tonnen. Damit wurden 9,33 Prozent vom Gesamtangebot durch die Industrie verbraucht.

 

Nachfrage der Zentralbanken

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 32 Prozent weniger, 368,6 Tonnen Gold, durch die Zentralbanken gekauft. Mit 77 Tonnen Gold liegt die Zentralbank Russlands mit ihren Goldkäufen an der Spitze. Gefolgt von Kasachstan (28 Tonnen), Aserbaidschan und Korea mit jeweils 20 Tonnen. 

 

Quelle: "Gold Demand Trends 2013" World Gold Council

http://www.gold.org/media/press_releases/archive/2014/02/gdt_q4_2013_pr/

 

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