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WGC: Starke Investmentnachfrage hält an

Stand: 12.08.2016

Standard-Goldbarren 12 kgEine starke Nachfrage aus dem Investmentbereich hat die globale Goldnachfrage auch im zweiten Quartal dieses Jahres gestützt. Wie aus den aktuellen „Gold Demand Trends“ des World Gold Council (WGC) hervorgeht, stieg die weltweite Nachfrage nach dem gelben Edelmetall im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 1.050,2 Tonnen. Im Zweiten Quartal 2015 hatte die Goldnachfrage 910,4 Tonnen betragen.  

Gegenüber dem starken ersten Quartal sank der Goldbedarf jedoch um 18 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis März hatte dieser bei 1.285,3 Tonnen gelegen.

 

ETFs verzeichnen starke Zuflüsse

Die Investmentnachfrage kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 141 Prozent auf 448,4 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 hatten die Investoren 186,1 Tonnen Gold nachgefragt. Hauptfaktor für diesen Anstieg waren die hohen Zuflüsse der Gold-ETFs. So erwarben die mit physischem Gold hinterlegten Exchange Traded Funds (ETF) im zweiten Quartal 236,8 Tonnen des gelben Edelmetalls. Im Vorjahreszeitraum hatten die ETFs dagegen Abflüsse in Höhe von 23 Tonnen verzeichnet.

Das Interesse an Münzen und Barren bewegte sich dagegen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage lag mit 211,6 Tonnen nur ein Prozent darüber. Im zweiten Quartal 2015 hatte sich die Münz- und Barrennachfrage auf 209,1 Tonnen summiert.

 

Rückläufige Schmucknachfrage, Zentralbanken weniger Goldhungrig

Während die Investoren die Goldnachfrage ankurbelten, erlebte der Schmucksektor ein schwaches Quartal. Die Schmucknachfrage sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 444,1 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 hatte sie bei 513,7 Tonnen gelegen.

Auch der industrielle Goldbedarf und die Käufe der Zentralbanken und anderer Institutionen gingen im Jahresvergleich zurück. Die Nachfrage der Industrie reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um drei Prozent auf 80,9 Tonnen. Die Goldkäufe der Zentralbanken lagen mit 76,9 Tonnen 40 Prozent unter dem Wert des zweiten Quartals 2015.

 

Gestiegenes Goldangebot

Das Goldangebot machte im zweiten Quartal dieses Jahres einen Sprung nach oben. Es stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 1.144,6 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 waren es 1.041,7 Tonnen gewesen.

Das Angebot der Goldminen stieg im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 816,9 Tonnen. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres hatte es bei 774,4 Tonnen gelegen. Das Recyclingangebot stieg mit 23 Prozent deutlich stärker. Im zweiten Quartal dieses Jahres betrug es 327,7 Tonnen, 2015 waren es 267,4 Tonnen gewesen.

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