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WGC: Starke Goldnachfrage im dritten Quartal

Stand: 13.11.2015

Goldbarren C.HAFNER 1 kgDie weltweite Nachfrage nach Gold hat im dritten Quartal dieses Jahres wieder zugenommen. Wie aus aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) hervorgeht, stieg sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 1.120,9 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 hatte die Goldnachfrage bei 1.041,9 Tonnen gelegen. Verglichen mit dem Vorquartal legte die Nachfrage um 23,9 Prozent zu. Im zweiten Quartal 2015 waren laut WGC 905 Tonnen nachfragt worden.

 

Deutliches Plus bei Investmentbedarf

Die Investmentnachfrage nach Gold entwickelte sich im dritten Quartal positiv. Sie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 229,7 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 waren es 180,7 Tonnen gewesen. Gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres stieg der Goldbedarf um 28,5 Prozent. Damals hatte die Nachfrage nach Goldinvestments bei 178,7 Tonnen gelegen.

Die Münz- Barrenverkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 33 Prozent auf 295,7 Tonnen.=== Im Zeitraum von Juli bis September des vergangenen Jahres hatten sie 222,2 Tonnen betragen. Allein die USA verzeichneten im vergangenen Quartal einen Anstieg der Münz- und Barrennachfrage um 207 Prozent auf 33 Tonnen. Gegenüber dem Vorquartal stieg der weltweite Bedarf an Münzen und Barren um 46,2 Prozent. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte der WGC eine Nachfrage von 202,3 Tonnen verzeichnet.

 

Gold-ETFs verzeichnen Abflüsse, Zentralbanken in Kauflaune

Erhebliche Abflüsse hatten die Gold-ETFs zu verzeichnen. Deren gehaltene Goldmenge sank im dritten Quartal um 65,9 Tonnen. Von Juli bis September 2014 hatten die Gold-ETFs Abflüsse in Höhe von 41,5 Tonnen verkraften müssen. Im zweiten Quartal dieses Jahres war die gehaltene Goldmenge um 23,5 Tonnen zurückgegangen.

Die Zentralbanken und andere Institutionen kauften im vergangenen Quartal 175 Tonnen des gelben Edelmetalls. Dies waren drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2014 hatten die Goldkäufe bei 179,5 Tonnen gelegen. Gegenüber dem Vorquartal stiegen sie dagegen um 36,8 Prozent. Von April bis Juni dieses Jahres hatten die Zentralbanken und Institutionen 127,9 Tonnen Gold erworben.

 

Schmucknachfrage legt leicht zu, Industrie verbraucht weniger Gold

Die für Gold immens wichtige Schmucknachfrage stieg im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 631,9 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 hatte die weltweite Nachfrage nach Goldschmuck 594,1 Tonnen betragen. Gegenüber dem Vorquartal legte die Schmucknachfrage um 22,7 Prozent zu. Im vorvergangenen Quartal hatte sie 514,9 Tonnen betragen.

Die Industrienachfrage fiel im dritten Quartal dieses Jahres um 4 Prozent auf 84,3 Tonnen. Im Zeitraum von Juli bis September 2014 hatte der Goldbedarf der Industrie bei 87,6 Tonnen gelegen. Gegenüber dem Vorquartal legte der Bedarf der Industrie um 1 Prozent zu. Im zweiten Quartal hatten die Industrieunternehmen 83,5 Tonnen Gold nachgefragt.

 

Goldangebot konstant

Das weltweite Goldangebot blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitgehend konstant. Es stieg um 1 Prozent auf 1.100,1 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 hatte der WGC ein weltweites Goldangebot in Höhe von 1.092,1 Tonnen vermeldet. Verglichen mit dem vorvergangenen Quartal stieg das Edelmetallangebot um 5 Prozent. In diesem Zeitraum hatte das weltweite Angebot 1.047,6 Tonnen betragen.

 

Die globale Minenproduktion belief sich im vergangenen Quartal auf 827,8 Tonnen und lag damit 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im dritten Quartal 2014 hatten die Minen 836,1 Tonnen Gold gefördert. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich das Angebot an Minengold um 2,8 Prozent. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte das Minenangebot bei 804,9 Tonnen gelegen.

Das Recyclingangebot fiel mit 252,3 Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent geringer aus. Damals hatte es bei 268 Tonnen gelegen. Im Vergleich zum Vorquartal blieb es nahezu konstant. Von April bis Juni waren weltweit 252,6 Tonnen recyceltes Gold angeboten worden.

 

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