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WGC: Niedrige Goldnachfrage im zweiten Quartal

Stand: 14.08.2015

Standard-Goldbarren 400 ozDie weltweite Goldnachfrage hat im zweiten Quartal 2015 ein Sechsjahrestief erreicht. Wie aus aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) hervorgeht, wurden von April bis Juni 914,9 Tonnen Gold nachgefragt. Dies sind zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2014 hatte die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall 1.038 Tonnen betragen.

Dem WGC zufolge ist die geringere Goldnachfrage hauptsächlich auf einen nachlassenden Konsum in Indien und China zurückzuführen. Dagegen wuchs der Goldbedarf in Europa und den USA. Verantwortlich dafür waren zum einen zuversichtliche Schmuckkäufer und zum anderen eine starke Nachfrage nach Münzen und Barren.

 

Mit Blick auf die Zukunft gebe es ermutigende Anzeichen für die traditionell stärksten Quartale. In der zweiten Jahreshälfte verzeichnen Indien und China in der Regel steigende Goldverkäufe. Grund dafür sind religiöse Feste und Feiertage sowie die berühmte indische Hochzeitssaison.

 

Gesunkene Investmentnachfrage

Die Goldnachfrage im Investmentbereich folgte im zweiten Quartal dieses Jahres dem allgemeinen Trend.=== Die Investmentnachfrage sank um elf Prozent auf 178,5 Tonnen. Von April bis Juni 2014 hatte der Bedarf 199,9 Tonnen betragen.

Während die Nachfrage von Investoren in Indien um 30 Prozent abnahm (37 Tonnen), stieg der Bedarf in China um sechs Prozent auf 42 Tonnen. Auch in Europa stieg die Nachfrage von Kleinanlegern um 19 Prozent auf 47 Tonnen.

Die Gesamtnachfrage nach Münzen und Barren sank um 15 Prozent auf 201,4 Tonnen. Im zweiten Quartal 2014 waren 237,8 Tonnen Gold in Münz- und Barrenform nachgefragt worden.

 

Zentralbanken kaufen weiter Gold

Die Zentralbanken und andere Institutionen blieben im zweiten Quartal dieses Jahres Nettokäufer, allerdings sank die Nachfrage um 13 Prozent auf 137,4 Tonnen. Im Vorjahreszeitraum waren 157,2 Tonnen Gold gekauft worden.

Mittlerweile gehören die Zentralbanken das 18. Quartal in Folge zu den Nettokäufern von Gold. Im Zeitraum von April bis Juni hatten Russland und Kasachstan den größten Bedarf.

 

Schmucknachfrage und Industriebedarf

Ähnlich wie der Investmentbereich verzeichnet auch die Schmuckbranche einen Nachfragerückgang. Der Bedarf fiel im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 513,5 Tonnen. Im Zeitraum von April bis Juni 2014 hatte die Nachfrage bei 594,5 Tonnen gelegen.

Die Industrienachfrage nahm hingegen nur um ein Prozent ab und belief sich auf 85,5 Tonnen. Im zweiten Quartal 2014 hatte die industrielle Nachfrage nach Gold bei 86,3 Tonnen gelegen.

 

Minenproduktion leicht gestiegen

Das Goldangebot verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 1.033 Tonnen. Im zweiten Quartal 2014 hatte sich das Angebot auf 1.085,8 Tonnen summiert. Während die Minenproduktion um drei Prozent auf 786,6 Tonnen zulegen konnte, sank das Recyclingangebot um acht Prozent auf 251 Tonnen.

Nach Einschätzung des WGC wird sich die Minenproduktion in der zweiten Jahreshälfte verlangsamen, da die Bergbaugesellschaften angesichts der schwierigen Marktlage ihre Kosten und Prozesse optimieren müssen. 

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