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WGC: Goldnachfrage 2015 leicht rückläufig

Stand: 15.02.2016

Standard-Goldbarren 12 kgDie weltweite Goldnachfrage hat 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht nachgelassen. Sie fiel um 0,3 Prozent auf 4.212,2 Tonnen. Dies geht aus aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) hervor. 2014 hatte der Interessenverband eine Nachfrage von 4.226,4 Tonnen vermeldet.

Im vierten Quartal vergangenen Jahres stieg der globale Goldbedarf gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 1.117,7 Tonnen. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2014 waren weltweit 1.071 Tonnen Gold nachgefragt worden. Damit erreichte die Goldnachfrage in den letzten drei Monaten 2015 einen Jahreshöchststand und übertraf zusätzlich alle Quartalswerte des Vorjahres.

Allerdings war die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent auf 902,2 Tonnen zurückgegangen. Obwohl der Goldbedarf in den beiden darauffolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorjahresquartalen deutlich zunahm, erreichte die Gesamtnachfrage im Jahr 2015 nicht ganz den Wert des Vorjahres.

 

Geringere Nachfrage nach Schmuck

Eine Ursache für diese Entwicklung war die weltweit geringere Nachfrage nach Schmuck.=== So sank die Schmucknachfrage im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 2.414,4 Tonnen. 2014 waren dagegen 2.480,8 Tonnen Goldschmuck nachfragt worden. Dabei war der Konsum insbesondere im ersten Halbjahr schwach. Im zweiten Halbjahr 2015 zog die Nachfrage an und stieg mit 1.299,9 Tonnen auf den höchsten Halbjahreswert seit elf Jahren.

Neben dem Schmucksektor war auch die Goldnachfrage aus der Industrie im vergangenen Jahr rückläufig. Der industrielle Edelmetallbedarf fiel um 4,5 Prozent auf 330,7 Tonnen. 2014 hatte die Industrie 346,4 Tonnen Gold benötigt.  

 

Steigender Investmentbedarf und Zentralbankkäufe

Eine gestiegene Nachfrage verzeichnet der WGC hingegen im Investmentbereich. Der Bedarf an Münzen und Barren nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent zu auf 1.011,7 Tonnen. 2014 waren es 1.000,5 Tonnen gewesen. Gleichzeitig vermeldeten die Gold-ETFs geringere Abflüsse als im Jahr zuvor. Während es 2014 insgesamt 185,1 Tonnen waren, ging die gehaltene Goldmenge der ETFs im vergangenen Jahr um 133,4 Tonnen zurück.

Darüber hinaus kauften die Zentralbanken und andere Institutionen im vergangenen Jahr mehr Gold. 2015 summierten sich die Goldkäufe auf 588,4 Tonnen, 2014 hatten die Zentralbanken 583,9 Tonnen des gelben Edelmetalls erworben. Größter Goldkäufer war Russland mit geschätzten 200 Tonnen, aber auch China stockte seine Bestände kräftig auf; alleine im zweiten Halbjahr erwarb die chinesische Zentralbank 103,9 Tonnen Gold. Außerdem kaufte Kasachstan im Jahr 2015 rund 30 Tonnen des gelben Edelmetalls

 

Auch Angebot leicht rückläufig

Auf der Angebotsseite verzeichnet der WGC ebenfalls sinkende Zahlen. So ging das Goldangebot gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent zurück auf 4.258 Tonnen. 2014 hatte das weltweite Goldangebot bei 4.414 Tonnen gelegen.

Dabei sank sowohl das Recyclingangebot als auch die Fördermenge der Minen. Das Angebot aus der Minenförderung fiel im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 3.165 Tonnen. 2014 hatten die Goldminen insgesamt 3.244 Tonnen des gelben Edelmetalls gefördert.  

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