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WGC: Globale Goldnachfrage im 3. Quartal 2014

Stand: 14.11.2014

Standard-Goldbarren

Die globale Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken. Dies geht aus den aktuellen Zahlen zum Goldmarkt hervor, die der World Gold Council (WGC) gestern veröffentlichte. Demnach lag die Gesamtnachfrage von Juli bis September dieses Jahres bei 929,3 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2013. Im Vergleichszeitraum hatte die Nachfrage insgesamt 952,8 Tonnen betragen. Auch der Wert des nachgefragten Goldes sank im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent von 40,6 auf 38,3 Milliarden US-Dollar.

 

Rückläufige Münzen- und Barrennachfrage

Positiv entwickelte sich im vergangenen Quartal der Investmentbedarf. In diesem Bereich=== stieg die Nachfrage auf 204,4 Tonnen und damit um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den Monaten von Juli bis September 2013 hatte die Investmentnachfrage noch bei 192 Tonnen gelegen. Auch der Wert der Nachfrage in US-Dollar erhöhte auf 8,4 Milliarden gegenüber 8,2 Milliarden im dritten Quartal des vergangenen Jahres.

Einen deutlichen Rückgang von 21 Prozent erlitt im vergangenen Quartal allerdings die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen. Sie sank auf 245,6 Tonnen, gegenüber einer Nachfrage von 312,3 Tonnen im dritten Quartal 2013. Der Wert der Nachfrage in diesem Bereich sank um 24 Prozent von 13,3 auf 10,1 Milliarden US-Dollar.

 

Geringere Zentralbankkäufe und ETF-Abflüsse

Auch die Goldkäufe der Zentralbanken ließen im dritten Quartal des laufenden Jahres nach. Sie summierten sich auf 92,8 Tonnen, was einem Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum entspricht. In den Monaten von Juli bis September 2013 hatten die Zentralbanken noch Goldkäufe in Höhe von 101,5 Tonnen getätigt. Größter Käufer im abgelaufenen Quartal war Russland.

Die ETFs verringerten im vergangenen Quartal ihre Netto-Abflüsse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 120,2 auf 41,3 Tonnen.

 

Gesunkene Schmuck- und Technologienachfrage

Auch in den Bereichen Schmuck und Technologie ging die Goldnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Die Schmucknachfrage fiel um 4 Prozent auf 534,2 Tonnen. Im dritten Quartal 2013 hatte sich der Bedarf noch auf 556,3 Tonnen summiert. Der Wert in US-Dollar sank von 23,7 Milliarden auf rund 22 Milliarden.

Im Technologiesektor betrug die Nachfrage im dritten Quartal des laufenden Jahres 97,9 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 5 Prozent, da der Bedarf im Vorjahreszeitraum noch bei 103,1 Tonnen gelegen hatte. Der Wert der Goldnachfrage sank von 4,4 Milliarden auf 4 Milliarden US-Dollar.

 

Goldangebot

Auch das Goldangebot entwickelte sich im vergangenen Quartal rückläufig. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank es um 7 Prozent von 1.129 Tonnen auf 1.048 Tonnen. Das gesamte Angebot aus der Minenproduktion blieb mit 797 Tonnen nahezu konstant, allerdings brach das Recyclingangebot um 25 Prozent ein. Es betrug im dritten Quartal dieses Jahres 250 Tonnen.

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