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Vertrauen in Gold verloren?

Stand: 05.07.2013

Seit 2012 bewegte sich der Goldpreis fast ausschließlich seitwärts. Seit einigen Wochen verbilligt sich der Goldpreis nun so stark, dass das auch als „sichere Hafen“ bekannte Edelmetall scheinbar immer mehr an Vertrauen verliert.

Im vergangenen Quartal erlebten wir einen Kurssturz von fast 23 Prozent. Zuletzt gab es einen derartigen Kursrutsch innerhalb eines Quartals vor knapp 100 Jahren. Der Goldpreis in Euro unterschritt sogar die 1.000-Euro-Marke und erreicht den tiefsten Stand seit Mitte 2010.

Auslöser für den fallenden Goldpreis sind vor allem die starken Konjunkturdaten aus den USA und der starke US-Dollar, die die Inflationssorgen der Anleger verschwinden lassen. Ergo kaufen immer weniger Anleger beliebte Edelmetalle in Gold und Silber.

Der starke Kursrutsch im April löste – zumindest bei den Edelmetallhändlern – jedoch ganz andere Reaktionen aus. Weltweit stehen die Anleger Schlange um begehrte Goldmünzen oder Silbermünzen aber auch Goldbarren und Silberbarren zu ergattern. Edelmetallhändler berichten von einem regelrechten Ansturm. Vor allem die begehrte Goldmünze Krügerrand war in kürzester Zeit nicht mehr erhältlich. Die Edelmetallhändler konnten ihre Kunden nur noch nach langen Wartezeiten mit Gold und Silber beliefern.

Bei dieser enormen Nachfrage nach physischem Gold müsste der Goldpreis doch eigentlich erheblich steigen? Doch der Preis für das gelbe Edelmetall ist nicht ausschließlich von der Nachfrage nach physischem Gold abhängig. Hauptsächlich wird die Preisfindung vom sogenannten „Papiergold“ beeinflusst, was bereits von vielen Experten stark kritisiert wurde.

In den vergangenen Wochen sind es vor allem die großen Spekulanten, die sich von ihren „Gold-Beständen“ in Form von Papiergold (Futures und Optionen) trennen. Doch von der derzeitigen Verkaufswelle der Spekulanten zeigen sich Privatanleger eher unbeeindruckt. Zwar hat sich das Verhalten der Anleger seit Mitte April diesen Jahres wieder etwas beruhigt, dennoch sei das Kaufinteresse immer noch überdurchschnittlich hoch, wie bspw. auch Martin Siegel (Westgold) gestern auf seiner Homepage berichtet: „Die Edelmetallhandelsfirma Westgold (www.westgold.de) verzeichnet am Mittwoch ein überdurchschnittlich hohes Handelsvolumen, das etwa 50 % über dem Durchschnitt der letzten Monate liegt. Im Goldbereich werden 1 oz Krügerrand vor 1 oz Maple Leaf, den deutschen ½ oz Münzen, und der 20 Euro deutscher Wald Kiefer (1 Woche Lieferfrist) gesucht. Im Silberbereich liegt das Interesse bei der 1 oz Philharmoniker und den australischen 1 kg-Münzen. Die Verkaufsneigung hat sich bei etwa 1 Verkäufer auf 8 Käufer eingependelt.“

Wie sich der Goldpreis in den nächsten Monaten entwickelt, ist natürlich unklar. Einige Analysten „warnen“ aktuell aber auch davor zu hohe Erwartungen zu haben. Daniel Kühn schreibt auf GodmodeTrader: „Neue Alltime-Highs sind auf Sicht von mehreren Jahren unrealistisch."

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