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US-Notenbank Fed erhöht Leitzins

Stand: 15.12.2016

Die US-Notenbank Fed hat auf ihre Andeutungen Taten folgen lassen und den Leitzins erhöht. Die sogenannte „Fed Funds Rate“ steigt um 0,25 Prozentpunkte und liegt damit im Bereich von 0,5 bis 0,75 Prozent. Es ist der erste Zinsschritt in den USA seit einem Jahr und der zweite nach der weltweiten Finanzkrise. Im Dezember 2015 hatte die Fed den Leitzins erstmals nach fast zehn Jahren angehoben.

Der Beschluss sei einstimmig gefallen, heißt es in einer Mitteilung der Fed. Für das kommende Jahr fassen die US-Währungshüter drei weitere Zinserhöhungen ins Auge. Im September hatten sie noch zwei Zinsschritte anvisiert. Ende 2017 soll der Leitzins dann bei 1,375 Prozent liegen.

 

Gute Konjunkturdaten ausschlaggebend

Die Maßnahme der Fed kommt nicht unerwartet. Im November hatte US-Notenbankchefin Janet Yellen signalisiert, dass eine Zinserhöhung „relativ bald“ angemessen sei. Zuvor war bereits mehrfach über einen Zinsschritt in diesem Jahr spekuliert worden, der allerdings ausblieb. Die Entscheidung der US-Währungshüter dient somit auch dazu, die Glaubwürdigkeit der Fed zu wahren.

Aufgrund der guten Wirtschaftslage in den USA gilt der Schritt als überfällig.=== Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent, die Löhne der Arbeitnehmer steigen und die Inflation zieht ebenfalls langsam an. Ein Faktor war außerdem die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November. Dieser will Schulden aufnehmen, um die Infrastruktur im Land zu erneuern, was die Inflation steigen lassen könnte.

 

Goldpreis reagiert negativ

Der Goldpreis gab im Anschluss an den verkündeten Zinsschritt deutlich nach. Der Goldkurs sank am Mittwochabend von 1.160,80 US-Dollar auf 1.140,70 US-Dollar je Feinunze. Am Donnerstagvormittag kostete eine Feinunze Gold etwa 1.137 US-Dollar.

Nach der geltenden Lehrmeinung sind steigende Zinsen ein negativer Einflussfaktor auf den Goldpreis. Da Gold keine Zinsen abwirft, steigen die Opportunitätskosten; der Goldanleger verzichtet auf Zinserträge aus Wertpapieren. Dass es sich dabei nicht um ein ehernes Gesetz handelt, zeigt die Goldpreisentwicklung nach dem Zinsschritt der Fed im Dezember 2015. Seit Beginn des Jahres hat der Goldpreis in US-Dollar zugelegt und profitierte zwischenzeitlich von überraschenden Ereignissen wie dem Brexit.

 

Goldpreis vom 14. auf den 15. Dezember 2016

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