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Umfrage: Gold sinkt in der Gunst der Anleger

Stand: 28.06.2016

Krügerrand 1 UnzeSeit dem EU-Referendum in Großbritannien ist Gold wieder als „sicherer Hafen“ und Krisenmetall gefragt. Doch als langfristige Geldanlage sank das gelbe Edelmetall zuletzt in der Gunst deutscher Anleger. Dies ist das Ergebnis einer forsa-Umfrage im Auftrag von pro aurum. Das Marktforschungsinstitut befragte im Zeitraum vom 14. bis 16. Juni über 1.000 Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland.

Bei der Frage, welche Geldanlage nach mindestens drei Jahren Laufzeit den meisten Gewinn bringt, entschieden sich 27 Prozent der Teilnehmer für Gold. Damit sank die Zustimmung für das gelbe Edelmetall gegenüber der Vorjahresumfrage um drei Prozent. In der aktuellen Umfrage liegt Gold gleichauf mit Aktien, die im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent zulegen konnten und ebenfalls 27 Prozent erreichten.

 

Viele Befragte sind sich unschlüssig

Noch größer war die Gruppe der Unschlüssigen.=== 29 Prozent der Befragten wollten keine Einschätzung abgeben oder hielten keine der fünf vorgegebenen Geldanlagen für besonders lukrativ. Im vergangenen Jahr hatten 24 Prozent der Teilnehmer keine Angaben zu langfristigen Geldanlagen gemacht.

Die drei anderen genannten Anlageformen stießen nur auf wenig Interesse. Acht Prozent der Befragten bescheinigten Fondsanteilen das größte Potenzial, Festgeld bzw. Termingeld erhielt eine Zustimmung von sechs Prozent und Anleihen landeten mit drei Prozent auf dem letzten Platz.

 

Bürger in Sachen Gold skeptischer

Etwas kritischer fiel auch das Urteil der Teilnehmer über die Anlageform Gold aus. 75 Prozent halten Gold für eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen – ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 65 Prozent der Befragten sehen in Gold eine sichere Geldanlage. Das sind sechs Prozent weniger als 2015.

54 Prozent der Teilnehmer glauben, dass Gold eine geeignete Anlageform für risikoscheue Menschen ist. Gegenüber dem Vorjahr nahm dieser Wert um acht Prozent ab. 49 Prozent der Befragten sehen in Gold zurzeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 47 Prozent.

 

Lebensversicherung und Bausparvertrag bleiben SpitzenreiterStatistik Besitz von Geldanlagen

Obwohl Gold immer noch überwiegend positiv bewertet wird, spielt es im Alltag der Deutschen eine vergleichsweise geringe Rolle. Laut forsa besitzen lediglich sieben Prozent der Befragten Investments in Gold und Silber, sechs Prozent haben Goldbarren oder -münzen gekauft. Im vergangenen Jahr waren es elf bzw. neun Prozent gewesen.

Stattdessen besitzen die meisten Befragten – jeweils 31 Prozent – nach wie vor eine Lebensversicherung und/oder einen Bausparvertrag. 27 Prozent der Teilnehmer setzen auf Immobilien, das Tagesgeldkonto kommt auf 23 Prozent. 23 Prozent der Befragten gaben an, keine der genannten Geldanlagen zu besitzen.

 

Grafiken: © pro aurum

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