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Steht Griechenland ein Bürgerkrieg bevor?

Stand: 15.04.2013

Aus der griechischen Erde könnten Edelmetalle im Wert von über zehn Milliarden Euro gefördert werden. 230 Tonnen Gold, 1.500 Tonnen Silber und 740.000 Tonnen Kupfer sind neben anderen Metallen könnten in Griechenland abgebaut werden.

Viele sehen durch einen möglichen Abbau der Edelmetalle einen Ausweg aus der Krise. Doch der andere Teil der Bürger wehrt sich massiv gegen die Rohstoffförderung. Vor allem auf der Halbinsel Chalkidiki herrschen derzeit bürgerkriegsähnliche Zustände.

Der in Chalkidiki ansässige Minenkonzern Hellenic Gold, der neben der Tourismusbranche die einzigen Arbeitsplätze der Region bietet, beschäftigt über die Hälfte der Bevölkerung. Der nicht bei Hellenic Gold beschäftigte Teil der Bevölkerung protestiert gegen das Vorhaben des Minenkonzerns und zwar so heftig, dass Brandanschläge und Übergriffe auf Angestellte von Hellenic Gold zum Alltag gehören.=== Einige der Minenangestellten bangen sogar um ihr Leben.

Beim Abbau des Goldes aus dem Gestein werden zum Teil giftige und krebserregende Stoffe, wie etwa Cyanid, verwendet. Viele Anwohner befürchten, dass Gift könnte in das Trinkwasser gelangen und sehen daher eine ernsthafte Gefahr für ihre Gesundheit.

Das „Süddeutsche Magazin“ zitiert einen Einwohner, der gegen den Abbau der Edelmetalle ist:  „Wir werden für unsere Berge und Wälder, für unser Trinkwasser und unsere Gesundheit kämpfen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann haben wir hier den ersten Toten zu beklagen. Aber dann geht unser Krieg erst richtig los.“

Weiterhin könnte eine Gefahr für den für Griechenland wichtigen Tourismus bestehen, der auszubleiben droht, sollte sich Teile des Landes durch den Rohstoffförderung in eine Art „Mondlandschaft“ verwandeln.

Die Lage ist ernst und das scheinen auch die Pläne von Hellenic Gold zu sein. Insgesamt 770 Millionen Euro sollen in den Gold-Abbau gesteckt werden. Bis zum Jahr 2016 soll Griechenland der größte Goldproduzent Europas werden und soll jährlich zwölf Tonnen Gold fördern. Vergleichsweise fördert der bisherige Spitzenreiter Finnland jährlich ca. acht Tonnen Gold.

Die dem Gold-Abbau entgegenstehenden Meinungen finden bei der Betrachtung der Millionen, die daraus resultieren, derzeit nicht viel Beachtung. Der Gemeinde Aristoteles fließen aus dem Gold-Abbau ca. drei Millionen Euro zu. Ab 2016 könnte diese Summe auf mehr als sieben Millionen Euro steigen.

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