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Sinkflug des Goldpreises belastet Goldminen

Stand: 10.07.2013

Der Goldpreis ist in den vergangenen Wochen stark gefallen. Die Kosten für die Goldförderung bleiben jedoch hoch. Für die Goldminen ist es eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Nun müssen einige Goldproduzenten auf den Sinkflug des Goldpreises reagieren und die Förderung von Gold drosseln.

Nachdem der Goldpreis in jüngster Vergangenheit so stark eingebrochen ist, lohnt es sich derzeit für die Goldindustrie kaum noch das gelbe Edelmetall zu fördern. Die Gewinne der Goldminen sind durch den niedrigen Goldpreis und die steigenden Produktionskosten stark geschrumpft. Die Einbußen sind weltweit so groß, dass die Produktion von Gold gedrosselt werden muss, um in diesen schwierigen Zeiten zu überleben. Einigen Firmen könnte sogar die Pleite drohen.

Teure Standorte werden geschlossen, Arbeitsplätze werden abgebaut und Investitionen werden gestrichen. Das alles zählt zu den Maßnahmen, die aktuell einige Goldproduzenten infolge des Sinkflugs des Goldpreises treffen müssen.

Die Kosten für die Goldgewinnung nehmen zu. So ist die Goldproduktion innerhalb eines Jahres um 15 Prozent gestiegen. Der Goldpreis allerdings ist im gleichen Zeitraum um mehr als 25 Prozent gefallen. Das setzt die Minengesellschaften unter Druck. In einem Interview mit Bloomberg beschreibt Nick Holland, Chef von Gold Fields aus Südafrika, die Situation wie folgt: „Wir brauchen einen Goldpreis von mindestens 1500 Dollar. Der Betrieb lässt sich nicht aufrechterhalten, wenn die Minen ständig Geld verlieren.“

Experten bestätigen diese Aussage. Deren Schätzungen zufolge betragen die Kosten für die Förderung einer Unze Gold zwischen 1.500 und 1.600 US-Dollar (entspricht den Gesamtkosten für die Produktion, Exploration, Verwaltung, Finanzierung und Investition für neue Projekte).

Doch nicht nur der niedrige Goldpreis ist schuld daran, dass die Goldminen derzeit zu kämpfen haben. Seit dem Jahr 2000 haben die Goldproduzenten hohe Investitionen getätigt mit teilweise milliardenschweren Übernahmen. Im jahrelangen Aufwärtstrend des Goldpreises war Wachstum wichtiger als Rentabilität. Nun hat die Goldindustrie mit Wertberichtigungen in Milliardenhöhe zu rechnen, weshalb aktuell die Kosten gedrückt werden müssen. Neue Projekte werden vorerst gestoppt. Auch mit der Beseitigung von teuren Standorten, geringeren Finanzbudgets und weniger Ausgaben für die Erkundung und Kapitalaufstockungen ist zu rechnen, wie aus einer Analyse der Citi Bank hervorgeht.

Bleibt die Nachfrage nach Gold gleich, könnte der Goldpreis aufgrund der rückläufigen Produktion in Zukunft wieder teurer werden.

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