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Silver Institute: Silber auch in 2014 gefragt

Stand: 19.01.2015

Maple Leaf Silberanlagemünze

Preislich hat Silber die Erwartungen der Anleger im vergangenen Jahr enttäuscht. Dennoch scheint das Edelmetall als Investment weiterhin viel Vertrauen zu genießen. Abzulesen ist dies an den Silberverkäufen weltweit führender Prägeanstalten, die für das Jahr 2014 eine überwiegend positive Nachfrage vermeldeten. Das Silver Institute hat deren Angaben Ende vergangener Woche in einem Bericht auf seiner Webseite zusammengefasst.

 

Verkaufsrekord in den USA

Ein Rekordjahr im Hinblick auf die physische Silbernachfrage erlebte im vergangenen Jahr die United States Mint (U.S. Mint). Wie GoldPreis.de bereits Anfang des Monats berichtete, beliefen sich die Verkäufe der American Eagle Silberanlagemünze auf 44.006.000 Unzen. Es handelt sich dabei um die höchsten Verkaufszahlen=== seit Einführung des Silver Eagle im Jahr 1986. Zurückzuführen ist dieser Rekord vor allem auf das gestiegene Interesse der Anleger im vierten Quartal. Die außergewöhnlich hohe Nachfrage hatte die U.S. Mint im November sogar zu einem zwischenzeitlichen Auslieferungs-Stopp gezwungen. Die große Beliebtheit des American Eagle in Silber zeigt sich vor allem im direkten Vergleich mit seinem Pendant in Gold: Die Verkaufszahlen der Silberanlagemünze überstiegen die Nachfrage nach American Eagle Goldmünzen um 59 Prozent.

 

Starke Nachfrage in Kanada – Australien unter Vorjahr

Währenddessen vermeldet die Royal Canadian Mint (RCM) im Nachbarland der USA eine gesunde Nachfrage nach Silberanlagemünzen. Im Dezember hatte die Prägeanstalt bekanntgegeben, dass die zweite Ausgabe der Serie „Canadian Birds of Prey“ mit dem Motiv des Weißkopfseeadlers mittlerweile ausverkauft sei. Die Silbermünze mit dem Feingewicht 1 Unze wurde in einer Auflage von 1 Million Stück produziert. Laut der RCM hatte auch die Maple Leaf Silberanlagemünze weiterhin ein solides Kundeninteresse generiert.

Einen Rückgang der Silberverkäufe musste dagegen die australische Perth Mint vermelden. Gegenüber 2013 fiel die Nachfrage nach Silber in Form von Münzen und Barren um 13,5 Prozent. Ein Grund für den Rückgang der Verkaufszahlen waren nach Angaben des Silver Institute die neuen Mehrwertsteuer-Regelungen in Europa. Nach dem Rückgang des Silberpreises in der zweiten Jahreshälfte erhöhten sich die Silberverkäufe aber wieder um 20,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr.

 

Silber-ETFs: Bestände in 2014 gestiegen

Die positive Entwicklung der Silbernachfrage beschränkte sich 2014 jedoch nicht nur auf Anlagemünzen. Während es ersten Anzeichen zufolge zu einer rückläufigen Silberbarrennachfrage kam, stiegen zur gleichen Zeit die Investments in Silber-ETFs um 1,1 Millionen Unzen. Dies bedeutet zwar nur einen Anstieg um 0,2 Prozent, verglichen mit dem 8,8-prozentigen Rückgang bei den Gold-ETFs ist dieser laut des Silver Institute jedoch bemerkenswert.

Getrieben wurde die physische Silbernachfrage in den vergangenen zwölf Monaten durch Indien. Die Silberimporte des Landes stiegen 2014 um 13 Prozent auf schätzungsweise 212 Millionen Unzen. Laut Analysten von GFMS Thomson Reuters übertrifft das Importvolumen der vergangenen zwölf Monate den Rekord des Vorjahres. Als Ursache für die gestiegene Silbernachfrage nennt das Silver Institute die indischen Importbeschränkungen auf Gold. Investoren seien im Zuge dessen vermehrt auf das günstigere Schwestermetall ausgewichen.

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