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Silberproduktion im Erzgebirge

Stand: 27.02.2013

Zahlreiche Bergbau-Experten und Anleger versammelten sich vergangenen Mittwoch, dem 20.02.2013, in den Räumlichkeiten des Schlosses Güldengossa. In einem herrlichen Saal mit Stuck sowie griechischen Malereien an der Decke sprach Adalbert Geiger, Unternehmensgründer von Geiger Edelmetalle und Geschäftsführer der Sachsenerz Bergwerks GmbH, über den geplanten Silberabbau im Erzgebirge.

Zunächst begann Herr Geiger seinen Vortrag mit den berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach. Johann Sebastian Bach war ein Freund des Bauherrn des Schlosses Güldengossa, in dem Geiger Edelmetalle seit einigen Jahren seinen Firmensitz hat. Beide investierten in sogenannte Kuxe für Silberminen. Kuxe sind ähnlich wie Anleihen, jedoch müssen Einbußen und Investitionen von den Eignern aus eigener Tasche bezahlt werden.

An diese Vorgeschichte knüpfte Herr Geiger dann mit der Bergbaugeschichte im Erzgebirge an. Als im Jahr 1168 einige Kaufleute eine Silbererzader im heutigen Freiberg fanden, sprach sich dies schnell herum und zahlreiche Bergleute zogen in den Raum Freiberg um Silber abzubauen. ===Freiberg wurde einer der wichtigsten Städte in Sachsen und pflegte Handelsbeziehungen ind ganz Europa. Bis zum 30-jährigen Krieg wurden die Abbaubedingen im Erzgebirge immer schwieriger und teurer. So erzählte Adalbert Geiger seinen Zuhörern, dass ein Bergmann zu dieser Zeit lediglich 2 cm pro Tag in einem Schacht vorankam. Mit Hammer und Meißel ausgestattet, pickten die Bergleute nach und nach das Gestein aus der Felswand. Dadurch waren die Schächte sehr schmal und eng, da es verlorene Mühen gewesen wären einen Schacht auszuweiten, in dessen Breite keine Silbererzader liegt. Als weitere Problematik stellt sich auch heute noch das vorhandene Grundwasser dar. Die Ableitung des Wassers war damals nur insofern möglich, solange der Stollen höher als der nächstgelegene Fluss lag. Heute bewerkstelligen Hochleistungspumpen diese Arbeit, denen jedoch auch Grenzen gesetzt sind.

Anschließend berichtete Adalbert Geiger über den geplanten Silbererzabbau der Firma Sachsenerz Bergwerks GmbH. Die holte holte sich mehrere befristete Genehmigungen für verschiedene Bergbauschächte. Auserkoren wurde der zum Schneeberger Bergrevier gehörende Türkschacht am Nordstrand von Zschorlau. Dort fanden bereits erste Begehungen statt. Die Prüfung des Grundwasserstands ergab, dass ein Abpumpen möglich wäre.

Wie Herr Geiger berichtete, wird für den zukünftigen Abbau auf erfahrene Bergleute aus der Umgebung zurückgegriffen. Geplant ist in den ersten Jahren ein 25 Mann starkes Team zu bilden. Der Förderturm der alten Mine soll zunächst restauriert und das ursprüngliche Gebäude wieder aufgebaut werden. Bisher verzögerten sich jedoch die geplanten Aktivitäten in Richtung Abbau von Silbererz. Das gesamte Gelände musste zunächst begehbar gemacht werden. Aus Umweltschutzgründen stoppte die Sichtung eines Rebhuhnes das Vorhaben erneut, so Adalbert Geiger.

Trotz diverser Störungen sei ein erster Probeabbau in 6 Monaten geplant. Anfangs soll ein Container Roherz pro Tag abgebaut werden, der mit Hilfe einer mobilen Rüttelplatte Vorort verarbeitet werden soll. Das daraus entstehende Erz werde anschließend von der Firma Leipziger Edelmetallverarbeitung GmbH zu Barren und Münzen verarbeitet werden.

 

Quelle Bild: https://www.geiger-edelmetalle.de/111124_Edelmetallforum_65_700px.jpg

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