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Silber-Fixing: Rennen um neuen Benchmark-Preis

Stand: 06.06.2014

Silber: Neuer Referenzpreis gesucht

Das britische Unternehmen ETF Securities, einer der größten Anbieter von Exchange Traded Funds, ist der Financial Times zufolge in das Rennen um einen neuen Benchmark-Preis für Silber eingestiegen. ETF Securities gab am Mittwoch bekannt, man habe der London Bullion Market Association (LBMA) ein detailliertes Angebot gemacht und zudem Marktteilnehmer konsultiert. Mitte Mai war bekannt geworden, dass das traditionsreiche Londoner Silber-Fixing im August dieses Jahres eingestellt wird.

 

Nach Angaben von ETF Securities involviere der Lösungsvorschlag zur Festlegung des Silberpreises die Anteilsauktionsplattform der London Stock Exchange und resultiere in physisch abgewickelten Transaktionen. Die Grundlage des Modells bildet der an der London Stock Exchange gehandelte physisch gedeckte Silberfonds des Unternehmens.=== Der Vorsitzende von ETF Securities, Graham Tuckwell erklärte, er sei nach Gesprächen mit Marktteilnehmern zuversichtlich, dass sein Vorschlag von den Mitgliedern der LBMA akzeptiert werde. Dieser böte echte Transparenz und die Infrastruktur sei bereits vorhanden.  

 

Der Schritt des britischen Unternehmens macht deutlich, dass ein starker Konkurrenzkampf um die Bereitstellung eines täglichen Benchmark-Preises für Silber herrscht. Neben ETF Securities arbeitet auch die London Metal Exchange, die größte Börse für Basismetall-Futures, an einer elektronischen Alternative und ebenso die Chicago Mercantile Exchange, welche die größten Silber- und Goldderivate beaufsichtigt. Am Mittwoch stieg zudem Patts, ein Benchmark- und Informationsanbieter, in die Diskussion ein. Laut Quellen der Financial Times soll auch Thomson Reuters sein Interesse an der Bereitstellung eines Silberpreises bekundet haben.

 

Für ein Unternehmen wie ETF Securities, welches als erstes goldgedeckte ETFs anbot und 19 Milliarden US-Dollar beaufsichtigt, brächte die Beteiligung an einem solchen Preisfindungsprozess enormes Prestige ein, während die Börsen u. a. auch von Transaktionsgebühren und Lizenzeinnahmen profitieren würden. Laut der Financial Times befände sich die Organisation, auf die letztlich die Wahl falle, darüber hinaus in der besten Position, auch das in Verruf geratene Gold-Fixing zu übernehmen. Dies wäre denkbar, wenn die teilnehmenden Banken sich ebenfalls für die Einstellung des Gold-Fixings entschieden.

 

Quelle:

Financial Times

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