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Silber-Fixing: Privatinvestor reicht Klage ein

Stand: 29.07.2014

Wichtige Orientierung am Silbermarkt: das Silber-Fixing

Kurz vor seinem Ende wird das traditionsreiche Londoner Silber-Fixing noch einmal mit schweren Manipulationsvorwürfen belastet. Ein US-amerikanischer Privatinvestor hat in New York Klage gegen die Deutsche Bank, die HSBC und die Bank of Nova Scotia eingereicht. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

 

Demzufolge behauptet der Mann aus Washington DC in seiner Klageschrift, dass die am Silber-Fixing beteiligten Banken den physischen und den COMEX-Futures-Markt seit Januar 2007 manipulierten.Der Investor strebt nun die Zulassung als Sammelklage an.=== Während die Deutsche Bank und die HSBC eine Stellungnahme zu dem Thema ablehnten, war die Bank of Nova Scotia laut Reuters zum Zeitpunkt der Anfrage nicht für einen Kommentar verfügbar.

 

Die Klage des Privatinvestors aus Washington DC ist nicht der erste Versuch, Großbanken die Manipulation des Silberpreises vor Gericht nachzuweisen. Bereits 2010 hatten Investoren gegen die Investmentbank JP Morgan geklagt und waren mit ihrem Vorhaben gescheitert. Im Berufungsverfahren entschied das Gericht zugunsten von JP Morgan, da aus Sicht des Richters keine vorsätzliche Silberpreis-Manipulation nachgewiesen werden konnte.

 

Für die London Bullion Market Association (LBMA) kommen die jüngsten Manipulationsvorwürfe aus den USA zu einem kritischen Zeitpunkt. Am 14. August endet das seit 1897 täglich durchgeführte Silber-Fixing, nachdem die Deutsche Bank zu Beginn dieses Jahres ihren Ausstieg bekanntgegeben hatte. Damit wären nur noch zwei Banken für die Festlegung des wichtigsten Referenzpreises für Silber verantwortlich gewesen. Ab dem 15. August wird der Silberpreis am London Bullion Market durch ein elektronisches Verfahren ermittelt, welches die CME Group zusammen mit Thomson Reuters bereitstellt.

 

Neben dem Silber-Fixing steht auch das identisch ablaufende Gold-Fixing seit einiger Zeit aufgrund von Manipulationsvorwürfen in der Kritik. Auch in diesem Fall haben mehrere Investoren in den USA bereits Klage gegen die beteiligten Banken eingereicht. Neben der HSBC und der Bank of Nova Scotia sind für das Gold-Fixing auch Barclays und die Société Générale verantwortlich. Die Deutsche Bank nimmt seit dem 13. Mai 2014 nicht mehr an der Festlegung des Goldpreises teil, ist aber trotzdem von den Klagen betroffen.

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