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Silber - Das bessere Gold

Stand: 23.01.2014

Silberbarren 1000g

Der Silberpreis hat ein schweres Jahr hinter sich, doch nutzten viele Investoren und Kleinanleger den günstigen Kurs aus, um ihre Bestände aufzustocken oder mit einer Kapitalanlage in Silber zu beginnen. Auch jetzt ist der Silberpreis noch günstig und eine Entscheidung, sein Geld in Silbermünzen, Silberbarren oder Silberzertifikate anzulegen, kann durchaus lohnend sein. Warum?

 

Schauen Sie sich den Aktienmarkt an. Der Dax steigt auf Rekordstände und die Analysten sind mehrheitlich optimistisch gestimmt für die weitere Entwicklung. Auf dem  Edelmetallmarkt gehen die Prognosen in die entgegengesetzte Richtung. Doch der überhitzte Aktienmarkt bietet für Anleger kaum noch Potenzial, im Gegenteil, es besteht die Gefahr großer Verluste bei einem Crash. Dann wendet sich das Blatt und ein Run auf Gold und Silber sind die Folge, um das Vermögen zu retten. Wer dabei noch gewinnen will und spekulative Interessen hat, der setzt auf Silber, denn: nur dieses Edelmetall=== bietet einzig die Möglichkeit seinen Kurs beispielsweise zu verdoppeln. Für Gold, Platin und Palladium ist diese Entwicklung äußerst unwahrscheinlich.

 

Für eine Geldanlage in Silber gibt es mehrere Möglichkeiten. Dem Einsteiger seien nachfolgende Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung aufgeführt.

 

Physische Investitionen in Silber

 

Silberbarren:

Häufigste Stückelungen sind 1, 10, 20, 50, 100, 250, 500 und 1000g, wobei auch die Feinunze (31,11g) ein Klassiker ist. Da Silber preiswerter ist als Gold, werden auch 5kg und 15kg Silberbarren angeboten. Je größer der Barren, desto geringer ist der Ausgabeaufschlag.  Ideal für Anleger, die keinen großen Silberbarren möchten, sind die Tafelbarren, auch genannt "CombiBars". Die Tafelbarren sind teilbar und können in der Größe 100 x 1g erworben werden.

 

Silbermünzen:

Hier ist zu unterscheiden zwischen Anlage – und Sammlermünzen. Bei reinen Anlagemünzen, investieren Sie in den reinen Materialwert Silber. Der Preis für eine Unze ist hier nahe am Spotpreis, also dem aktuell gehandelten Marktwert. Zu den beliebtesten Anlagemünzen gehören der Maple Leaf Silber und der American Silber Eagle. Mit einer Investition in Sammlermünzen, kann auf einen künftigen Mehrwert spekuliert werden, begründet durch wechselnde Motive innerhalb einer Münzreihe, verschiedene Prägequalitäten (Proof, High Relief) und limitierte Auflagen. Eine bekannte Sammelmünze ist z.B. die australische Lunar-Serie I und II in Silber.

 

Mit Silber am Terminmarkt handeln

 

Optionsscheine/Terminmarktprodukte:

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Am Terminmarkt wird ein Vertrag geschlossen, bei dem die Erfüllung des Geschäfts in der Zukunft liegt. Die Einzelheiten des Vertrages, wie Liefertermin, Menge, Preis etc. sind allerdings „heute“ schon festgelegt. Ein Terminmarkt (auch Zukunftsmarkt genannt) ist für die Unternehmen wichtig, da Rohstoffe wie Silber starken Preisschwankungen unterliegen und dadurch das finanzielle Risiko einer Investition in Rohstoffe steigt. Nur kann keiner die Preise der Zukunft voraussehen und diese Verträge gleichen einer Wette auf künftige Silberpreisentwicklung. Es kann hier viel Geld gewonnen, aber eben auch verloren werden.

 

Silberminenaktien:

Auch hier sind hohe Dividenden möglich, doch sollte eine umfassende Analyse der betreffenden Unternehmen einer Entscheidung vorausgehen, denn man ist mit einer Aktie an diesem Unternehmen beteiligt. Einen Gewinn erreicht man hier nicht mit einem steigenden Silberpreis. Der Kurs der Minenaktie steigt nur, wenn das Unternehmen rentabel arbeitet. Es muss dem Anleger klar sein, dass im schlimmsten Fall auch ein Totalverlust möglich ist. Verkaufsaufträge abzüglich der Produktionskosten definieren hauptsächlich den Gewinn. Minenbetreiber sind auch immer abhängig von der aktuellen Kapitalmarktlage um die Produktion und Exploration zu gewährleisten, fehlendes Eigenkapital kann große Probleme mit sich bringen. Da sich die Minen zumeist in ärmeren Ländern befinden, ist zu berücksichtigen, dass es dort häufig Streiks, Grubenunglücke, Stromausfälle, politische Risiken mit Regulierungen und sogar Enteignungen geben kann.

 

ETFs und ETCs:

ETF (Exchange Traded Funds) sind an der Börse gehandelte Fonds. Die Anteile können schnell und günstig gekauft und verkauft werden, wie bei einer Aktie. Das Vermögen ist physisch mit Silber hinterlegt und rein theoretisch ist auch eine Auslieferung möglich, was aber keiner tut, da dies steuerlich keinen Sinn macht. Geht die Fondsgesellschaft Pleite, fällt das gesamte Silber in die Insolvenzmasse. Die ETCs (Exchange Traded Commodities) sind Schuldverschreibungen, die physisch mit Silber besichert sind. Geht der Entleiher Pleite ist das Silber weg.

 

Wie entsteht der Silberpreis

 

Der Silberpreis wird von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Der aktuelle US-Dollar-Kurs, in dem Silber gehandelt wird, spielt eine entscheidende Rolle. In der Regel kann man davon ausgehen: sobald der US-Dollar-Kurs fällt, steigt der Silberkurs. Häufig ist der Silberpreis auch dem Trend der Goldpreisentwicklung folgend, also sollte auch dieser mit beobachtet werden. Aufgrund der häufigen Änderungen der Nachfrage und des Angebotes von Silber kann es passieren, dass der Silberpreis innerhalb von kurzer Zeit beträchtlichen Schwankungen unterlegen ist. Man spricht auch von einem volatilen Markt.

 

Silberfixing in London:

Die Anfänge gehen bis 1897 zurück. Hersteller, Banken, Veredler, Produzenten, Händler etc. bestimmen hier den Fixpreis für 1 Unze Silber für den Handel untereinander. Das Minimum sind 50.000 Unzen. Im Laufe der Jahre hat sich London zum Großhandelsplatz für physisches Gold und Silber entwickelt und führte 1987 zur Gründung der LBMA (London Bullion Market Association). Die Mitglieder: Deutsche Bank AG London, HSBC Bank USA NA London Branch und den Vorsitz hat die Bank of Nova Scotia-Scotia Mocatta. Der Silberpreis wird seit 1999 werktäglich durch die 3 Mitglieder telefonisch festgelegt.

 

Die Silberpreis wird zwar durch den täglichen Fixpreis der LBMA beeinflusst, aber nicht bestimmt, das passiert in New York.

 

COMEX / NYMEX (New York Mercantile Exchange):

Das ist die größte Warenterminbörse für den Rohstoffhandel auf dem Parkett und elektronisch. Der aktuelle Durchschnittspreis für die Silberunze wird ermittelt aus dem niedrigsten Angebotspreis und dem höchsten Nachfragepreis. Hier werden Ansprüche aus Options-und Termingeschäften, die mit physischem Silber hinterlegt sind, gehandelt. Ziel ist nicht das Silber physisch zu kaufen, sondern eine Gewinnmitnahme durch Spekulation. Was hier gehandelt wird übersteigt so manches Mal jede Vorstellungskraft. Beispiel: An der COMEX im Dezember 2010 – 200.000 Tonnen Silber wurden gehandelt, weltweit standen nur 20.000 Tonnen Silber zur Verfügung.

 

Fazit: Durch Spekulationen an der Warenterminbörse kann der Silberpreis kurzzeitig außer Kontrolle geraten. Wer Silber kaufen möchte oder bereits hat, der sollte bei diesen Preissprüngen aber gelassen bleiben, denn langfristig gesehen, sind nur Ereignisse aus der realen Wirtschaft entscheidend.

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