www.goldpreis.de

Schweizer Goldimporte und -exporte in 2014

Stand: 05.02.2015

Standard-Goldbarren 12 kg

Physisches Gold fließt weiter von West nach Ost. Auch im Jahr 2014 wurden große Mengen Gold über die Schweiz nach Asien transferiert. Dies belegen die aktuellen Zahlen zum Außenhandel der Schweiz mit dem gelben Edelmetall. Insgesamt exportierte das Land im vergangenen Jahr 1.746,2 Tonnen Gold im Wert von 65,9 Milliarden Schweizer Franken (ca. 61,8 Milliarden Euro). Zu den größten Abnehmern gehörten Indien mit 470,9 Tonnen netto, Hongkong, das netto 367 Tonnen Gold aus der Schweiz importierte sowie die Volksrepublik China mit 213,1 Tonnen. Nach Singapur lieferten die Schweizer im vergangenen Jahr 127,8 Tonnen Gold netto; der asiatische Stadtstaat war laut Außenhandelsstatistik der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) drittgrößter Abnehmer.

Größter europäischer Abnehmer der Eidgenossen war Deutschland mit rund 89 Tonnen. Da aus der Bundesrepublik 2014 aber auch 74,6 Tonnen des gelben Edelmetalls in die Schweiz=== ausgeliefert wurden, belaufen sich die Nettoeinfuhren Deutschlands lediglich auf 14,4 Tonnen. Ein ähnliches Bild ergibt sich aus den Zahlen der Türkei. Diese bezog im vergangenen Jahr 69,1 Tonnen Gold aus der Schweiz, während die Ausfuhren in die Schweizerische Eidgenossenschaft 52,6 Tonnen betrugen. Die Nettogoldimporte der Türkei lagen somit bei 16,5 Tonnen.

 

Importe übersteigen Exporte

Die Goldeinfuhren der Schweizer summierten sich im vergangenen Jahr auf 2.205,9 Tonnen. Sie waren um 459,7 Tonnen höher als die Goldexporte des Landes. Allerdings betrug der Gesamtwert der importierten Goldmenge nur 64,8 Milliarden Schweizer Franken (ca. 61,6 Milliarden Euro). Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Gold vieler Länder aus deren Minenproduktion stammt. Das Edelmetall wird in Rohform ausgeliefert und hat eine geringere Reinheit als die Barren, welche später aus der Schweiz wieder ins Ausland exportiert werden.

In einem Blogbeitrag weist der Analyst und Goldexperte Koos Jansen darauf hin, dass mit der Importmenge auch die Reinheit des Goldes steigt. Jansen erklärt dieses Phänomen mit den Produktionskapazitäten der weltweiten Goldminen. Diese können pro Monat nur eine begrenzte Menge des Edelmetalls fördern. Übersteigt die Nachfrage das Minenangebot, müssen die Schweizer Barren importieren, die eine wesentlich höhere Reinheit aufweisen. Die allgemeine Reinheit und der Wert der Importe nehmen zu.

Größter Goldlieferant der Schweiz war im vergangenen Jahr Großbritannien mit Einfuhren in Höhe von 622 Tonnen netto. Mit großem Abstand folgte Chile, das 202 Tonnen Gold in die Schweizerische Eidgenossenschaft auslieferte. Drittgrößtes Bezugsland waren 2014 die USA mit rund 200 Tonnen netto. 137,1 Tonnen der Schweizer Goldimporte stammten zudem aus Argentinien, weitere 115,2 Tonnen lieferte der Andenstaat Peru.

 

Schweiz ist Drehkreuz für den internationalen Goldhandel

Die Zahlen zum Schweizer Außenhandel sind ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des internationalen Goldhandels. Rund zwei Drittel der weltweiten Goldproduktion werden in der Schweiz raffiniert. Die vier großen Raffinerien des Landes – Argor-Heraeus, Metalor, PAMP und Valcambi – stehen als Barrenproduzenten auf der „Good Delivery List“ der London Bullion Market Association (LBMA).

Goldpreis Heute

1.055,90 EUR
+0,84 EUR
+0,08 %
1.242,98 USD
+0,80 USD
+0,06 %

Goldpreis Rechner