www.goldpreis.de

Rückgang der Goldnachfrage im 3. Quartal

Stand: 15.11.2013

Ohne Glanz sind derzeit der aktuelle Goldpreis und dessen Entwicklung in den letzten Tagen. Da kann man schon mal passend zur Jahreszeit depressiv werden, vor allem,  wenn man berücksichtigt, dass das Umfeld im Goldmarkt eigentlich für einen stärkeren Goldpreis spricht.

 

Fakten, wie die Absenkung des Leitzinses auf 0,25 Prozent durch die EZB, die Entscheidung der FED, ihre lockere Geldpolitik fortzuführen,  die finanziellen Probleme mehrerer Länder, immer weiterer Schuldenaufbau und zunehmende Papiergeldentwertung fördern nicht gerade das Vertrauen in einen gesunden Markt und eine starke Währung. Doch der Goldpreis ist seit Anfang des Jahres um ca. 23% gesunken, ganz im Gegensatz zum Trend der letzten 10 Jahre, in dem der Goldkurs immer anstieg.

 

Nun liegt die Quartalsabrechnung des World Gold=== Concil (WGC) vor, die von Juli bis September diesen Jahres, die Marktdaten, bezüglich Gold bekannt gibt. Im weltweiten betrachtet, wurden 868,5 Tonnen Gold nachgefragt. Rückblickend bewertet, ist das ein Verlust von 5,1 Prozent gegenüber dem vorigen Quartal und 21,1 Prozent weniger im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres. Den Goldpreis zugrunde legend,  wird der Verlust noch deutlicher:  ein Rückgang um 36,7 Prozent.

 

Hauptursache für diesen rückläufigen Trend sind die Investoren an der Börse. Sie reagieren zunehmend skeptisch, was Gold betrifft, was wiederum  dazu führt, dass die Nachfrage geringer wird und stärkere Abflusse zu verzeichnen sind. Gold-ETF (Exchange Traded Funds) verzeichneten einen Rückgang im dritten Quartal von 118,7 Tonnen gegenüber dem Vorquartal. Goldbarren, Goldmünzen und Schmuck verzeichnen einen leichten Anstieg, schaffen es aber nicht den Gesamtverlust auszugleichen. Doch die Zahlen im Detail: Für Anlagegold wurden im Vergleich zum Vorquartal 24 Prozent zugelegt und gegenüber dem Quartal des Vorjahres immerhin noch 6 Prozent. In Gänze liegt dieser Anlagebereich aber 15 Prozent unter Vorjahr. Der Schmuckverbrauch liegt ebenfalls 15 % unter Vorjahr, auch wenn hier im Vergleich zum Vorquartal ein Anstieg von 17 Prozent ausgewiesen wurde. Zuletzt blicken wir noch auf die Zentralbanken: mit 93,4 Tonnen Gold liegt die Nachfrage 17,8 Prozent über Vorquartal, aber 16,8 Prozent unter Vorjahr.

 

Interessant ist auch noch: nachdem Indien sämtliche Maßnahmen ergriffen hat, um die Importe für Gold zu verringern, um das Handelsdefizit auszugleichen und die heimische Rupie zu stärken, belegen nun auch hier die Zahlen eine Wirkung. Die Goldnachfrage verringerte sich um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

 

Wie entwickelt sich der Goldpreis weiter? Dazu möchten wir das Thema der Jahreszeit aus den ersten Sätzen nochmal aufgreifen. Den Goldpreis kann niemand vorhersagen, aber Trends. Sie kommen und gehen. Und es wird auch wieder Frühling. Der niedrige Goldkurs sollte genutzt werden, um die eigene Goldanlage zu erweitern oder mit einer Investition zu beginnen.

 

Goldpreis Heute

1.057,87 EUR
+2,81 EUR
+0,27 %
1.245,58 USD
+3,40 USD
+0,27 %

Goldpreis Rechner