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Römische Goldmünzen bei Kalkriese gefunden

Stand: 30.06.2016

Römische Aurei-GoldmünzenEin Fund mit Seltenheitswert: Archäologen sind bei Ausgrabungen im Museumspark Kalkriese auf acht antike Goldmünzen gestoßen. Dies gab das Museum im Osnabrücker Land in einer Pressemitteilung bekannt. Für die Forscher sind die entdeckten Münzen eine Sensation, denn Goldfunde sind bei Ausgrabungen äußerst selten.

Bei ihren Arbeiten auf dem antiken Schlachtfeld waren die Forscher bislang auf sieben Goldmünzen gestoßen. Kalkriese gilt heute als Ort der Varusschlacht, die in der zweiten Hälfte des Jahres 9 n. Chr. stattfand.

 

Goldmünzen entsprechen einem Jahreslohn

Bei den gefundenen Goldmünzen handelt es sich um Aurei, die von etwa 27. v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. die Hauptkurantmünzen des Römischen Reiches waren. Die antiken Goldstücke lagen in einem Bereich von nur wenigen Metern.=== Die Experten schätzen, dass sie Teil eines Geldbeutels waren, der entweder verlorenging oder auf der Flucht dort vergraben wurde.

Ein Aureus war zur Zeit des Kaisers Augustus (27 v.-14 n. Chr.) von erheblichem Wert. Mit nur einer Münze hätte man in Rom eine ganze Familie einen Monat lang ernähren können. Die acht Aurei reichten demnach aus, um ihren Besitzer ein Jahr lang gut zu versorgen. Vor diesem Hintergrund gehen die Forscher davon aus, dass die Goldmünzen einem römischen Offizier oder einem höhergestellten Soldaten gehörten.

 

Münzen zeigen Kaiser Augustus

Die Aurei sind durchweg gut erhalten. Sie weisen zum Teil deutliche Umlaufspuren auf und sind an den Kanten abgegriffen. Alle Goldmünzen wurden zwischen 2 v. Chr. und 4/5 n. Chr. im heutigen Lyon (Lugdunum) geprägt.

Die Aurei zeigen auf der Vorderseite das Porträt des Kaisers Augustus, auf der Rückseite sind die Prinzen Gaius und Lucius Caesar zu sehen. Zwischen ihnen befinden sich zwei Schilde, Lanzen und religiöse Gegenstände, sogenannte Litui. Den Forschern zufolge verweist die Abbildung auf die militärischen und religiösen Funktionen der beiden Prinzen als designierte Nachfolger von Augustus. Bis auf eine sind alle acht Goldstücke prägegleich. Nur auf einer Münze tragen Gaius und Lucius die Lanzen und Litui im Vergleich spiegelverkehrt.

 

Das Museum gab bereits bekannt, dass die Münzen und weitere aktuelle Funde noch in diesem Jahr im Rahmen einer kleinen Kabinettausstellung präsentiert werden sollen. Diese startet am 13. November mit einem Vortrag des örtlichen Grabungsleiters und steht dann bis zum 15. Januar 2017 den Besuchern des Museumsparks Kalkriese offen.

 

Bild: © Varusschlacht im Osnabrücker Land, Foto: Hermann Pentermann

 

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