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Platin und Palladium: Bewegung im Minenstreik

Stand: 25.04.2014

 

Russische Münze aus Palladium

Im Fall der seit mittlerweile zwölf Wochen andauernden Streiks in der südafrikanischen Platinminenindustrie kündigt sich nun Bewegung an. Am Donnerstag setzten die Vertreter der drei größten Platinproduzenten Südafrikas und der Arbeitnehmer ihre Gespräche über ein verbessertes Lohnangebot fort, welches die Arbeitgeber in der vergangenen Woche vorgelegt hatten. Der Streik belastet die Rohstoffmärkte, denn der Anteil des Landes an der weltweiten Produktion von Platin und Palladium beträgt 72 bzw. 37 Prozent.

 

Mit der Fortsetzung der Tarifgespräche in Südafrika und der Hoffnung auf eine zeitnahe Verhandlungslösung fielen über das Osterwochenende auch die Preise für Platin und Palladium deutlich. Dennoch ist ein Ende des Streiks nicht absehbar. Am Donnerstag teilte der Bergbaukonzern Anglo American in London mit, dass der Lohnstreik zu einem Produktionseinbruch von 39 Prozent im ersten Quartal 2014 führte. Der Konzern senkte seine Platinproduktions-Prognose um rund 13 Prozent und schloss weitere Anpassungen=== nicht aus.

 

 Platinkurs KW 16/17

Die aktuelle Situation auf den Palladiummärkten ist angespannt, denn dem begrenzten Angebot steht eine starke Nachfrage gegenüber. Dies belastet vor allem die Automobilindustrie, die Palladium für die Herstellung von Katalysatoren in Benzinmotoren verwendet. Rund 60 Prozent des weltweiten Verbrauchs entfallen auf diesen Bereich. Bei einer globalen Palladiumproduktion von 200 Tonnen im letzten Jahr rechnen die Analysten von Barclays mit einem diesjährigen Angebotsdefizit von 24,4 Tonnen Palladium.

 

 Palladiumkurs KW 16/17

 

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Preisentwicklung von Platin und Palladium bleibt die politisch angespannte Lage zwischen Russland und dem Westen. Befürchtet wird, das Russland als Antwort auf weitere Sanktionen gegen sich die Lieferungen wichtiger Rohstoffe einschränken könnte. Neben den Energieträgern Öl und Erdgas wäre auch Palladium von diesem Szenario betroffen, schätzen Beobachter. Mit einer Produktion von 84 Tonnen kam Russland im letzten Jahr auf einen Anteil von ca. 42 Prozent an der globalen Palladiumförderung und war somit der weltweit führende Produzent des Edelmetalls.

 

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/palladiummuenzen/-russlands-geheimwaffe/9788746.html

http://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/platinmuenzen/-Palladium-und-Rohoel-Platin-Palladium-Bodenbildung-nach-Absturz-3492477

www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-streiks-treffen-anglo-american-hart-platin-produktion-eingebrochen_id_3795446.html


Bildquelle:

Geoman3 via Wikimedia Commons

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