Platin im Fokus

Stand: 09.06.2017

Platin ist ein Edelmetall, das noch gar nicht so lange zu den bekannten Elementen zählt. Erst vor etwa 200 Jahren wurde es entdeckt. Entsprechend ist auch das sich in Umlauf befindliche Platin nicht annähernd so stark vertreten wie Gold oder Silber. Durch die Seltenheit des Edelmetalls ergibt sich auch für Anleger die spannende Frage, ob es sich dabei nicht um eine tolle Alternative oder zumindest Ergänzung für die Anlage handelt. Und in der Tat, das funktioniert sogar sehr gut. Im folgenden Artikel werden viele wichtige Informationen rund um Platin geliefert. So wissen Anleger direkt, worum es sich dabei handelt und worauf sie bei der Investition achten müssen.

Hoher industrieller Bedarf sorgt für sehr gute Preise

1oz Platin BarrenDie große Chance für Anleger besteht dabei nicht nur in der Chance, ein seltenes Edelmetall ihr Eigen nennen zu können. Gerade bei Gold beispielsweise ist ein Großteil der Ressourcen für die Anlage genutzt und dient zur Absicherung, beispielsweise von Währungen oder dem eigenen Vermögen. Dieser eher psychologische Effekt ist bei Platin weniger stark. Stattdessen werden rund 80 Prozent der Ressourcen tatsächlich für den industriellen Bedarf verwendet. Das bedeutet auch, dass aufgrund einer möglichen Knappheit des Edelmetalls die Preise gegebenenfalls stark anziehen können. Zwar unterliegt auch Platin im Kurs einigen Schwankungen. Allerdings ist vor allem die langfristig gedachte Anlage eine möglicherweise sehr lohnende Investition.

Die Kursentwicklung von Platin

Im Jahr 2000 stand Platin noch um den Bereich von 500 US-Dollar. Seitdem hat sich der Preis stark entwickelt. Auffällig ist, dass der Preis nicht in etwa identisch mit der Kurve des Goldes verläuft. Beispielsweise zog der Preis bereits ab dem Jahr 2007 deutlich an und erreichte zwischenzeitlich sein Langzeithoch von mehr als 2.200 US-Dollar. Im Jahr 2008 sank der Preis schließlich wieder deutlich unter 1.000 US-Dollar. In diesem Zeitraum zog Gold zwar ebenfalls an, aber noch vergleichsweise zaghaft. Die Grenze von 1.000 US-Dollar knackte er erstmals im Jahr 2010. Seit 2009 rehabilitierte sich der Platinkurs wieder. Bis etwa 2014 schwankte er meist zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar. Erst seit 2015 sank er wieder in den Bereich um 1.000 US-Dollar und bewegt sich dort konstant.

Was bedeutet das für die Anlage in Platin?

Diese Preisentwicklung zeigt, dass Platin durchaus das Potenzial hat, mit Gold zu konkurrieren. Zeitweise war es sogar Gold im Kurs überlegen. Aktuell hat Gold mit einem Kurs zwischen 1.200 bis 1.300 US-Dollar die Nase vorne. Der starke Preisanstieg im Jahr 2007 verdeutlicht jedoch, wie groß das Potenzial von Platin als Anlage sein kann. Zeitweise sind deutliche Gewinne möglich und auch eine gewisse Konstanz ist dem Edelmetall – abgesehen vom extremen Höhenflug und dem anschließenden Absturz des Jahres 2007. Gerade das deutlich knappere Vorkommen gegenüber Gold weltweit und die starke industrielle Nutzung bietet eine große Chance für die Anlage in Platin. Sollte sich der Bedarf an Platin erhöhen oder die Förderung zurückgehen, gäbe es plötzlich einen erhöhten Platinbedarf – was den Preis in die Höhe treiben würde.
<h2>In welcher Form kann in Platin angelegt werden?</h2>
Neben dem industriellen Bedarf gibt es natürlich auch einen Anlagemarkt für Platin. Dieser kann über den Kauf von gewöhnlichen Barren oder Münzen erschlossen werden. Allerdings handelt es sich dabei eher um ein Zusatzprodukt zum industriellen Platinbedarf. Außerdem investieren deutlich weniger Menschen in Platin als in Gold und Silber. Entsprechend überschaubar ist der Markt auch. Die unglaubliche Vielzahl an verschiedenen Bullionmünzen gibt es schlicht nicht. Ebenso ist auch die Auflage der jeweiligen Münzen häufig kleiner als vergleichbare Münzen in Gold und Silber.

Wer investiert wie in Platin?

1oz Maple Leaf PlatinDer Großteil der Investitionen in Platin hierzulande – etwa die Hälfte – wird von Unternehmen getätigt. Das hat einen einfachen Grund. Schließlich unterliegen Anlageprodukte in Platin in Deutschland der Umsatzsteuer mit 19 Prozent. Dadurch ist der Aufschlag auf den Materialpreis deutlich höher als beispielsweise für Gold. Das gilt allerdings nur für Privatpersonen. Investieren Unternehmen in Platin, so haben diese meist einen Vorsteuerabzug und bekommen vom Finanzamt die gezahlte Umsatzsteuer erstattet. Dadurch sparen sie sich diesen künstlichen Aufschlag.
Nur selten trifft man hingegen auf Investoren, die ihr Geld ausschließlich in Platin anlegen. Stattdessen handelt es sich häufig um eine Mischinvestition. Gerade wenn bereits eine gewisse Absicherung in Form von Gold und Silber vorhanden ist, wird dieses Portfolio häufig durch Platin ergänzt. So ergibt sich eine breitere Mischung des eigenen Portfolios und die Absicherung wird weiter gestreut. Dadurch wird das eigene Vermögen nicht nur an den Gold-, Silber- oder Platinpreis gekoppelt. Das bedeutet quasi eine weitere Absicherung innerhalb der eigenen Vermögenssicherung. Allerdings kann Platin auch als ernste Alternative zu Gold gesehen werden. Das zeigen die Preiskämpfe, in der Platin zeitweise Gold im Wert überholte, ebenso.

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