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Platin - Arbeitskampf in Südafrika spitzt sich zu

Stand: 14.05.2014

Südafrika ist der weltweit größte Platinproduzent

Der Arbeitskampf in der südafrikanischen Platinminenindustrie dauert seit mittlerweile vier Monaten an, dennoch ist eine Einigung zwischen den Tarifparteien nicht in Sicht. Nun hat das Bergbauunternehmen Lonmin bekanntgegeben, dass die Produktion auch ohne eine Tarifeinigung am Mittwoch wieder anlaufen soll. Da die Arbeitgeber kaum noch Hoffnungen auf einen erfolgreichen Verhandlungsabschluss mit der Gewerkschaft Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU) haben, kommunizieren die Platinminenbetreiber mit den Arbeitern nun direkt per SMS.

 

Sowohl Lonmin als auch der Platinminenbetreiber Anglo American Platinum berichteten, dass ein Großteil der Beschäftigten bereit sei, die Arbeit zu verbesserten Konditionen wieder aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund befindet sich die Polizei in der Region um die südafrikanische Minenstadt Rustenberg in höchster Alarmbereitschaft, denn schon in den vergangenen Tagen kam es zu Angriffen auf rückkehrwillige=== Minenarbeiter. Nach Aussagen einer Anglo American Platinum-Sprecherin seien Einschüchterungen der Hauptgrund, warum die Arbeiter den Platinminen fernbleiben würden. Da viele der Beschäftigten sich derzeit in ihren Heimatorten aufhalten würden, habe man für ihre Rückkehr zu den Minen Busgutscheine vorbereitet.

 

Der Streik in der Platinminenindustrie stellt den längsten Arbeitskampf in der Geschichte der südafrikanischen Rohstoffbranche dar. Die Unternehmen hat der Streik bislang rund 17 Milliarden Rand (ca. 1,2 Milliarden Euro) gekostet, die Arbeitnehmer rund 8 Milliarden Rand (ca. 573 Millionen Euro). Wegen des Arbeitskampfes in Südafrika ging die globale Platinförderung in diesem Jahr bereits um 40 Prozent zurück.

 

Der Platinkurs notiert am heutigen Mittwoch derweil bei 1.452,62 US-Dollar pro Feinunze. Experten schätzen, dass selbst ein Ende des Streiks nicht unbedingt zu einem Einbruch des Platinpreises führen werde. Durch die steigenden Lohnkosten und die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen der Platinminenbetreiber seien diese gezwungen, mit einer geringeren Zahl von Arbeitern mehr Platin zu fördern. Je stärker das Angebot die Nachfrage unterschreitet desto teurer dürfte Platin werden, was in diesem Fall die Rentabilität der Platinminen verbessert.

 

Der Platinkurs im April/Mai in US-Dollar

 

Quelle:

nzz.ch,

wallstreet-online.de

Bildquelle:

Alchemist-hp via Wikimedia Commons

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