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Platin: Angebot im zweiten Quartal gestiegen

Stand: 15.09.2016

Platinbarren 1 KilogrammDas weltweite Platinangebot ist im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des World Platinum Investment Council (WPIC) hervor. Demnach nahm das Angebot gegenüber dem Vorquartal um knapp 22 Prozent zu auf rund 61,7 Tonnen. Im ersten Quartal hatte sich das Platinangebot auf ca. 50,6 Tonnen belaufen.  

Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Platin im Quartalsvergleich um knapp zwei Prozent auf 56,3 Tonnen. Im ersten Quartal dieses Jahres hatte sich die weltweite Platinnachfrage auf 57,4 Tonnen belaufen. Damit ergibt sich für das zweite Quartal ein Angebotsüberschuss von 5,4 Tonnen. Im Vorquartal hatte der Platinmarkt dagegen ein Defizit von 6,8 Tonnen verzeichnet.

 

Investmentnachfrage rückläufig – industrielle Nachfrage stabil

Die geringere Nachfrage im vergangenen Quartal ist hauptsächlich auf die rückläufige Investmentnachfrage zurückzuführen. Diese sank im Quartalsvergleich um 41,9 Prozent auf 2,6 Tonnen. Im ersten Quartal hatte sich der Platinbedarf des Investmentbereichs auf 4,4 Tonnen summiert.

Dagegen blieben die industrielle Nachfrage sowie der weltweite Schmuckbedarf stabil. Der Platinbedarf der Automobilbranche ging um 0,6 Prozent zurück auf 24,5 Tonnen. Die übrige industrielle Platinnachfrage summierte sich im zweiten Quartal auf 11,6 Tonnen – ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Schmucknachfrage stieg um 3,3 Prozent auf 17,6 Tonnen.

 

Platinproduktion in Südafrika legt zu

Auf der Angebotsseite verzeichnete der WPIC sowohl eine höhere Minenproduktion als auch ein gestiegenes Recyclingangebot. Die weltweite Minenproduktion stieg im Quartalsvergleich um 21,9 Prozent auf 48,5 Tonnen. Die Gründe dafür liegen in Südafrika. Dort konnte die Produktion im zweiten Quartal wieder anziehen, nachdem die Raffination zu Jahresbeginn aus Sicherheitsgründen gestoppt worden war.

Das Recyclingangebot nahm im vergangenen Quartal um 21,5 Prozent zu auf 13,6 Tonnen. Im ersten Quartal hatte es bei 11,2 Tonnen gelegen.

 

Experten erwarten höheres Jahresdefizit

Trotz des gestiegenen Angebots im zweiten Quartal korrigierten die Autoren des Marktberichts ihre Defizitprognose nach oben. Für das Jahr 2016 erwarten die Experten ein Angebotsdefizit von 14,7 Tonnen. Ende des ersten Quartals hatten die Autoren ein Jahresdefizit von 12,9 Tonnen prognostiziert.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Abbau-Angebot bis Ende des Jahres um drei Prozent sinken wird, während die Gesamtnachfrage geringfügig ansteigt. Außerdem sinkt die Wachstumsrate im Recyclingbereich voraussichtlich auf zwei Prozent.

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