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Palladium und Platin: Gestiegene US-Autoverkäufe

Stand: 15.01.2015

Platinbarren Johnson MattheyDer anhaltende Verfall der Ölpreise hat für steigende Autoverkäufe in den USA gesorgt. Wie das Portal Mineweb berichtet, nahmen die PKW-Verkaufszahlen im vergangenen Dezember um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Nach Schätzungen des US-Autoherstellers General Motors wurden 2014 in den USA 16,6 Millionen Autos verkauft. Von dieser Entwicklung könnten 2015 Platin und Palladium profitieren.

Für beide Edelmetalle ist die Automobilindustrie das mit Abstand größte Anwendungsgebiet. Rund 66 Prozent der weltweiten Platinnachfrage kamen 2013 aus diesem Bereich (6.271.000 Unzen). Bei Platin machte der Bedarf der Automobilindustrie rund 42 Prozent der Gesamtnachfrage aus (2.913.000 Unzen). Das teurere Platin kommt in Katalysatoren von Dieselmotoren zum Einsatz. Zur Reduzierung von Abgasen von Benzinmotoren wird hingegen Palladium verwendet. Da außerhalb Europas Autos mit Benzinmotor beliebter sind, wird mit Blick auf die wachsenden Automärkte in Asien und den USA Palladium das größere Potenzial zugesprochen.

 

Palladium 2014 mit guter Performance

Im vergangenen Jahr verzeichnete das günstigere der beiden Industriemetalle ein Plus von zwölf Prozent. Platin konnte mit dieser Entwicklung nicht mithalten, der Preis blieb gegenüber den schwachen Jahren zuvor nahezu unverändert.

Aus Sicht der Platin- und Palladiummärkte war das Jahr 2014 von Versorgungsengpässen und Unsicherheiten geprägt. Ein fünf Monate andauernder Streik in Südafrikas Platinminenindustrie hatte dafür gesorgt, dass insgesamt 1 Million Unzen unter der Erde blieben. Der Ukrainekonflikt und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland hatten zudem die Befürchtungen genährt, die Regierung um Präsident Wladimir Putin könnte mit einem Exportverbot von Platin und Palladium reagieren.

Russland und Südafrika sind die größten Produzenten der zwei Edelmetalle; zusammen kontrollieren die Staaten 80 Prozent des weltweiten Palladium- sowie 70 Prozent des Platinangebots. Auf die Preisentwicklung hatten die Krisen in den Produktionsländern aber anscheinend nur wenig Einfluss.

Für das kommende Jahr rechnen Experten und Analysten im Fall von Platin mit einem Angebotsdefizit von 1,2 Millionen Unzen – das höchste seit 1975. Auf dem Palladiummarkt sollen laut Schätzungen in diesem Jahr 1,6 Millionen Unzen fehlen.

 

Bildquelle:

Johnson Matthey

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