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Österreich: Gold beliebter als Sparbuch

Stand: 10.03.2015

Wiener Philharmoniker Gold 1 oz

In Österreich gewinnt Gold als Anlageform zunehmend an Attraktivität. Das Edelmetall ist bei den Österreichern mittlerweile beliebter als das Sparbuch und die Lebensversicherung. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Linzer Marktforschungsinstituts Spectra hervor. Demnach halten 28 Prozent der befragten Teilnehmer Gold für die derzeit attraktivste Art der Geldanlage. Das Sparbuch kommt auf einen Wert von 26 Prozent. Auch die Lebensversicherung kann nicht mit der Beliebtheit von Gold nicht mithalten. Lediglich 19 Prozent der Befragten halten sie für die beste Form der Geldanlage.

Spitzenreiter im österreichischen Anlage-Ranking sind Grundstücke und Immobilien. 43 Prozent der Befragungsteilnehmer favorisieren diese Anlageform. Auf Platz zwei rangieren Wohnimmobilien mit einem Zustimmungswert von 37 Prozent. Der Bausparvertrag erreicht einen Wert von 33 Prozent=== und landet damit auf Platz drei vor Gold.

 

Österreicher setzen auf Sicherheit

Bei der Frage nach der Anlagestrategie fällt das Ergebnis auf den ersten Blick erwartungsgemäß aus: 57 Prozent der befragten Teilnehmer setzen auf sichere Anlageformen. Vergleicht man die aktuellen Zahlen aber mit Ergebnissen früherer Spectra-Studien, wird das geänderte Anlageverhalten der Österreicher deutlich. So sprachen sich im März 2009 noch 73 Prozent der Teilnehmer für sichere Geldanlagen aus, im Dezember 2011 waren es wieder 72 Prozent, nachdem der Wert zweimal gefallen war. Bei der letzten Befragung im Dezember 2013 dachten noch 67 Prozent der Teilnehmer primär an sichere Anlageformen.

Während das Bedürfnis nach Sicherheit unter den Österreichern offenbar nachgelassen hat, gewinnen gleichzeitig längerfristige Wertanlagen zunehmend an Bedeutung. 22 Prozent der Befragten geben an, zuerst an längerfristige Anlagen zu denken. Im März 2009 hatte dieser Wert noch bei 11 Prozent gelegen, im Dezember 2011 war er auf 13 Prozent gestiegen. Im Rahmen der letzten Befragung, die im Dezember 2013 durchgeführt wurde, sprachen sich 15 Prozent für eine längerfristige Wertanlage aus.

Auch der Anteil derer, die mit ihrer Anlage Geld verdienen wollen, hat leicht zugenommen. Waren es im März 2009 noch 9 Prozent der Befragten, so sind es in der aktuellen Erhebung 13 Prozent, die mit einer bestimmten Anlageform auch Gewinne verzeichnen wollen.  

Laut Spectra steige bei den Österreichern die Erkenntnis, dass sichere Anlagen zurzeit einen realen Wertverlust darstellen. Die permanent niedrigen Zinsen und die fehlende Aussicht auf Erholung lassen aber langfristige Wertanlagen so attraktiv wie noch nie erscheinen.

 

Über die Studie

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Spectra im Januar 2015 insgesamt 1.000 Personen ab 15 Jahren in persönlichen Interviews. Die Erhebung wird seit Januar 2001 durchgeführt, die letzte Befragung stammt aus dem Jahr 2013.

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