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Leitzinsen: US-Notenbank beschließt Zinswende

Stand: 17.12.2015

Hauptsitz der Federal Reserve in Washington, D.C.Die US-Notenbank Fed hat die Erwartungen der Märkte erfüllt. Erstmals nach fast zehn Jahren hebt sie den Leitzins wieder an. Dies verkündete die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, am gestrigen Mittwoch. Demnach steigt der Leitzins zunächst auf 0,25 Prozent bis 0,5 Prozent. Die Mitglieder des zuständigen Offenmarktausschusses der Fed votierten einstimmig für diesen Schritt.  

Der US-Leitzins war zuletzt im Jahr 2006 angehoben worden. Seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise, Ende 2008, lag der Zins zwischen 0 Prozent und 0,25 Prozent. Die Entscheidung der Fed beende die außergewöhnliche Zeit der Nullzinsen nach der Wirtschafts- und Finanzkrise, so Yellen.

 

Entscheidung basiert auf positiven Arbeitsmarktdaten

Der Offenmarktausschuss erklärte seine Entscheidung mit der erheblich verbesserten Lage auf dem US-Arbeitsmarkt. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote mit fünf Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2008. Außerdem ist die Fed zuversichtlich, dass die Inflation mittelfristig auf die Zielmarke von zwei Prozent steigt.=== Dies könnte 2018 der Fall sein. In diesem Jahr beträgt die Inflation 0,4 Prozent.

Weitere Zinsschritte würden behutsam erfolgen, hieß es in der Erklärung des Offenmarktausschusses. Der Leitzins werde wahrscheinlich für einige Zeit unter dem Niveau bleiben, das langfristig vorherrschen wird. Bis Ende 2016 erwartet die Fed einen Anstieg der Zinsen auf 1,4 Prozent.

 

Goldpreis von Fed-Entscheidung unbeeindruckt

Der Goldpreis reagierte kaum auf die lang erwartete Zinswende in den USA. Im Vorfeld der Fed-Sitzung kletterte der Preis für eine Feinunze Gold bis auf 1.074,63 US-Dollar, gab dann aber wieder nach. Dies lag hauptsächlich an der Stärke des US-Dollars, der nach der Fed-Entscheidung u. a. gegenüber dem Euro leicht zulegen konnte. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.068 US-Dollar je Feinunze.

In den vergangenen Monaten wurde das gelbe Edelmetall von den Erwartungen auf die Zinswende in den USA belastet. Dabei folgen viele Marktteilnehmer dem Standardargument, dass mit den Zinsen auch die Opportunitätskosten von Gold steigen. Da das Edelmetall keine Zinsen abwirft, verliere es an Attraktivität. Diese These relativierte zuletzt der Goldexperte Ronald-Peter Stöferle. Laut Stöferle habe es  in der Vergangenheit viele Phasen gegeben, in denen sowohl die Zinsen als auch der Goldpreis stiegen.

 

Bildquelle: © Rdsmith4 via Wikimedia Commons

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