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LBMA: Goldfixing-Ersatz startet am 20. März

Stand: 23.02.2015

Standard-Goldbarren 12 kg

Das Ende des traditionsreichen London Gold-Fixing steht fest. Am 20. März 2015 startet der neue Preisfindungsmechanismus für das gelbe Edelmetall unter dem Namen „LBMA Gold Price“. Dies gab die London Bullion Market Association (LBMA) kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt. Der Referenzpreis für Gold wird künftig von der ICE Benchmark Administration (IBA) zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hat Erfahrung mit Referenzwerten – seit Juli 2013 verwaltet die IBA den Interbankenzins LIBOR.

Laut der LBMA handelt es sich bei dem neuen Preisfindungsmechanismus um ein elektronisches und auktionsbasiertes Verfahren auf Basis physischer Transaktionen. Ermittelt wird der Referenzpreis zweimal täglich – um 10.30 Uhr und 15.00 Uhr Londoner Zeit. Während der Prozess selbst in US-Dollar abgewickelt wird, erfolgt die Preisfestlegung zusätzlich in den Währungen Euro und Britisches Pfund.

 

Chinesische Banken sollen zugelassen werden

Als eine weitere Neuerung des LBMA Gold Price soll der Teilnehmerkreis deutlich erweitert werden. Bislang gehörten zu den Mitgliedern der Gold-Fixing-Konferenzen nur westliche Großbanken – aktuell die Bank of Nova Scotia, Barclays, HSBC und die Société Générale. Einem Bericht der Financial Times zufolge soll sich die Teilnehmerzahl mit dem Start des neuen Referenzpreises auf mindestens elf erhöhen. Erstmals könnten sich dann auch chinesische Banken an der Preisfindung in London beteiligen.

LBMA-Chefin Ruth Crowell erklärte gegenüber der Financial Times, dass das Interesse am neuen Referenzpreis sehr positiv sei und dieser einen vielfältigeren Pool von Teilnehmern schaffe, inklusive chinesischer Banken. Im Oktober vergangenen Jahres trat die China Construction Bank, die zweitgrößte staatseigene Bank des Landes, der LBMA bei. Auch die Industrial and Commercial Bank of China und die Bank of China sind ebenfalls Mitglieder der LBMA.

Die Beteiligung chinesischer Banken am LBMA Gold Price wäre angesichts der chinesischen Goldnachfrage ein folgerichtiger Schritt. Das Land hatte 2013 erstmals Indien als größten Goldkonsument der Welt überholt. 2014 lag die Goldnachfrage Chinas nur marginal unter der des Vorjahres, geht man von den physischen Auszahlungen der Shanghai Gold Exchange aus.

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