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LBMA Gold Price: Bank of China achter Teilnehmer

Stand: 22.06.2015

Standard-Goldbarren, 12,5 kgDie Bank of China beteiligt sich ab sofort an der Ermittlung des Londoner Referenzpreises für Gold. Der Verwalter des neuen LBMA-Goldpreises, die ICE Benchmark Administration (LBMA), genehmigte den Aufnahmeantrag des chinesischen Geldinstituts zum 22. Juni 2015. Dies erklärte die London Bullion Market Association (LBMA) am vergangenen Mittwoch in einer Pressemitteilung. Damit bestimmt an diesem Montag erstmals auch eine chinesische Bank den wichtigsten Referenzpreis für Gold.

„Wir sind stolz, die erste chinesische und asiatische Bank zu sein, die an der Festlegung des LBMA-Goldpreises teilnehmen wird“, so Yu Sun, der General Manager der Bank of China Niederlassung London und CEO der Bank of China (UK) Limited.

 

China hat bislang kaum Einfluss auf den Referenzpreis

Sun erklärte weiter, die Bank of China sei ein Gründungsmitglied=== der 1987 ins Leben gerufenen LBMA. Über 40 Jahre lang habe man aktiv am Goldhandelsgeschäft in London teilgenommen. Obwohl China der weltweit größte Goldproduzent und Goldkonsument sei, spielte es nie eine wichtige Rolle bei der globalen Goldpreisfestsetzung.

Die Teilnahme der Bank of China an der Goldauktion stärke die Verbindung zwischen dem chinesischen Inlandsmarkt und ausländischen Märkten, so Sun. Außerdem könnte der internationale Goldpreis so das Angebot und die Nachfrage in China besser reflektieren und dazu beitragen, die Internationalisierung des chinesischen Goldmarktes zu fördern.

 

Renminbi soll Dollar Konkurrenz machen

Doch die Teilnahme einer chinesischen Bank am neuen „LBMA Gold Price“ dient Experten zufolge nicht nur dazu, den heimischen Goldmarkt zu stärken. Anscheinend will China seine erhöhte Präsenz auf den Gold- und Devisenmärkten dazu nutzen, den Renminbi zu einem ernsthaften Konkurrenten für den US-Dollar zu machen.

In diesem Monat besucht ein IWF-Team China, um zu diskutieren, ob die Landeswährung Renminbi in den IWF-Währungskorb aufgenommen wird. Dabei handelt es sich um eine künstlich geschaffene Währung, die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) verwendet wird.

Mit Aufnahme in diesen 1969 geschaffenen Währungskorb würde der IWF den Renminbi offiziell als Weltwährung anerkennen. Bislang haben das nur vier Währungen geschafft: der US-Dollar, der Euro, das Britische Pfund und der japanische Yen.

 

LBMA Gold Price von westlichen Banken dominiert

Die Teilnehmer am Goldmarkt haben die Zulassung der Bank of China zum LBMA Gold Price überwiegend positiv aufgenommen. Dies werde zu mehr Handelsvolumen und einer größeren Preistransparenz führen, so die Meinung einzelner Händler.

Trotz Aufnahme der Bank of China bleibt Asien jedoch bei der Ermittlung des Referenzpreises unterrepräsentiert. Bislang wird das Feld der Teilnehmer von europäischen und nordamerikanischen Banken dominiert: Goldman Sachs, UBS, Barclays, HSBC, Bank of Nova Scotia, Societe Generale und JP Morgan.

Der elektronische und auktionsbasierte LBMA Gold Price ersetzte das traditionsreiche Gold-Fixing am 20. März dieses Jahres. Die LBMA beauftragte das Unternehmen IBA mit der Verwaltung des neuen Referenzpreises. Dieser wird, wie bereits beim Gold-Fixing, zweimal täglich ermittelt. Der LBMA Gold Price dient Produzenten, Scheideanstalten und Institutionen wie der Deutschen Bundesbank als Berechnungsgrundlage für Goldgeschäfte bzw. die Wertermittlung der eigenen Bestände.

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