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Krisenwährung Gold

Stand: 06.06.2017

Krisenwährung Gold – so schützen Sie Ihr Vermögen



Gerade in Krisenzeiten ist Gold einer der wichtigsten physischen Rohstoffe, um Vermögen zu schützen. Das war bereits im Rahmen von vielen Wirtschaftskrisen so, zahlreiche Staaten sichern einen Großteil ihres Vermögens mit Gold ab und auch Privatpersonen wissen seit jeher das seltene Edelmetall zu schätzen. Doch wie genau funktioniert die Absicherung von Vermögen mit Gold und was gilt es zu beachten? ===

Der Mechanismus des Goldkurses in Krisenzeiten

Degussa GoldbarrenGold hat mittlerweile seinen Stellenwert als Edelmetall für Krisen verdient inne. Das zeigte sich spätestens mit dem Boom in den 1970er Jahren. Auch im letzten Jahr sorgte das Referendum zum Brexit für ein monatelanges Hoch des Goldpreises. Schließlich sind die Folgen des Austritts aus der EU weder für Großbritannien noch für das übrige Europa genau kalkulierbar. Die Nachfrage rührt mittlerweile zum größeren Teil nicht mehr aus der Industrie. Stattdessen ist Gold zum Anlagegut geworden. Diese Systematik kann gut funktionieren, solange genug Investoren im Krisenfall das Edelmetall kaufen. Es geht letztendlich also nicht nur um die reine Seltenheit des Materials, sondern auch um einen gewissen psychologischen Effekt. Solange es genug Menschen als selten und wertvoll genug ansehen, wird der Kurs mit den Krisen nach oben gehen.
Das bedeutet umgekehrt, dass die Spekulation mit Gold zwar möglich ist, aber eher einen untergeordneten Charakter einnehmen sollte. Gold wirft keine Zinsen ab und der Kurs kann stark schwanken, auch über Jahre hinweg. Allerdings ist die Wertstabilität über wenige Jahrhunderte und selbst über Jahrtausende hinweg bei vielen Gegenständen festzustellen. Entsprechend eignet sich Gold als Gegenwert zu einem unsicheren Währungs- und Finanzsystem. Dadurch werden Vermögenswerte konserviert und können im Ernstfall nach der Krise wieder abgerufen werden.

Wie kann am besten in Gold investiert werden?

Der Kauf von Gold ist grundsätzlich in unterschiedlichen Formen möglich. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, in physisches Gold zu investieren. Andererseits gibt es Zertifikate, die ebenfalls gehandelt werden. Diese orientieren sich am tatsächlichen Goldkurs. Manche davon sind in keiner Weise an physisches Gold gebunden und ein reines Schuldversprechen des Herausgebers gegenüber dem Käufer. Andere Zertifikate sind zumindest mit dem Anrecht auf eine Lieferung von Gold verbunden. Diese Objekte haben jedoch im Ernstfall keinen physischen Gegenwert, weswegen sich diese vor allem für die Spekulation auf den Goldkurs eignen.
Für die Anlage in der Krise ist physisches Gold unverzichtbar. Schließlich ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Herausgeber der Zertifikate selbst in Zahlungsschwierigkeiten gerät, wenn es einmal zur Krise kommt. Und in diesem Fall schaut man als Herausgeber der Zertifikate möglicherweise in die Röhre. Daher ist es für diesen Fall auf jeden Fall sinnvoll, physisches Gold zu haben, das in der Krise oder – besser – danach eingetauscht werden kann. So hat man immer noch im Verhältnis einen Großteil seines Vermögens, auch wenn Währungen möglicherweise in der Krise stecken, wirtschaftliche Gegebenheiten sich ändern oder eine starke Inflation droht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Investition?

Allerdings sind zeitgleich auch Gewinne durch Kursschwankungen bei Gold möglich. Schließlich sorgt die Krise häufig für einen Ansturm auf das Edelmetall. Das Referendum zum Brexit wurde als aussagekräftiges Beispiel bereits genannt. Entsprechend wäre genau jetzt ein sehr guter Zeitpunkt, um zu investieren. Viele Krisen schwelen weltweit und die Situation kann sich in vielen Ländern – gerade in der Eurozone – schnell ändern.
Beispielsweise ist der Brexit gerade antragstechnisch in der Entstehung. Die britischen Vorstellungen zum Austritt werden immer konkreter, der Austritt selbst kann für viele Staaten in der EU eine ungeahnte Auswirkung haben. Entsprechend viel Krisenpotenzial verbirgt sich hierin. Ein erneutes Aufbrechen der Eurokrise ist entsprechend nur eine Frage der Zeit. Gefahr droht auch durch mögliche andere Entwicklungen. Beispielsweise sind im April und Mai Wahlen in Frankreich. Zu diesen tritt auch die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen an. Diese will den Euro als Währung aufgeben und zum Franc zurückkehren. Das wäre voraussichtlich gleichbedeutend mit dem Ende der Eurozone. Die Konsequenzen kann niemand wirklich absehen. Besonders positiv werden sie für die gesamteuropäische Wirtschaft jedoch nicht sein. Zwar sieht es derzeit nicht danach aus, dass Marine Le Pen die Wahl gewinnt. Allerdings sahen die Umfragen vor den Wahlen beziehungsweise Abstimmungen der letzten Zeit jeweils Hillary Clinton vor Donald Trump und das Votum der Briten für die EU vorne. Entsprechend sind diese ein relativ unzuverlässiger Ratgeber.
Gold kann als krisensicheres Edelmetall sehr gut genutzt werden. In der Krise, in der möglicherweise Währungen ihren Wert verlieren, erhält man einen physischen Gegenwert, der das eigene Vermögen schützen kann. Die relative Wertkonstanz über die letzten Jahrtausende untermauert das. Allerdings ist für die Absicherung im Krisenfall der Erwerb von physischem Gold unbedingt angeraten. Zertifikate könnten verfallen oder durch eine sinkende Währung in der Praxis an Wert verlieren. Für eine maximale Wertsteigerung ist eine Investition vor allem vor einer möglichen Krise sinnvoll. Schließlich zieht in der Krise der Goldpreis häufig stark an. Dann möchte jeder von der werterhaltenden Funktion des Goldes Gebrauch machen.

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