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Konfliktfreies Gold gewinnt weiter an Bedeutung

Stand: 29.10.2015

Goldbarren C.HAFNER 100 gDie Frage nach der Herkunft von Gold könnte sich zu einem zentralen Branchenthema entwickeln. Während die sogenannten Blutdiamanten bereits seit mehreren Jahren im Fokus der öffentlichen Debatte stehen, war der Abbau von Edelmetallen bislang meist nur ein Randthema. In der vergangenen Woche widmete die London Bullion Market Association (LBMA) den konfliktfreien Edelmetallen erstmals einen ganzen Nachmittag auf ihrer LBMA Conference in Wien.

Die Edelmetallexperten des Unternehmens C.HAFNER gehen davon aus, dass dieses Thema die Branche in den kommenden Jahren beschäftigen und auch verändern wird. In ihrem aktuellen Marktbericht weisen sie darauf hin, dass in den vergangenen Wochen häufiger über Gold aus Afrika und Südamerika berichtet wurde, das über dubiose Kanäle nach Europa gelangt.

 

Kinderarbeit und Zerstörung der Natur

Aktuelle Beispiele bieten die Länder Kolumbien und Burkina Faso.=== Dort bauen die Bergarbeiter das gelbe Edelmetall zum großen Teil illegal und unter prekären Bedingungen ab. Dabei kommen oft auch Kinder zum Einsatz, die ihre Gesundheit genauso gefährden wie die erwachsenen Arbeiter. Darüber hinaus wird die Natur in den betroffenen Gebieten meist unwiederbringlich zerstört.

Obwohl im Hinblick auf Konfliktrohstoffe gerade ein Problembewusstsein entsteht, ist die Branche sich laut C.HAFNER uneinig, wie man solche Skandale in Zukunft vermeiden kann. Dabei ist der Großteil der deutschen Scheideanstalten in dieser Thematik sehr gut aufgestellt. Unternehmen wie C.HAFNER, Heimerle + Meule sowie DODUCO scheiden und verarbeiten kein Minengold, sondern ausschließlich Sekundärmaterial – z. B. Alt- und Bruchgold.

 

Konkurrenz kommt aus Arabien und Indien

Anders sieht es dagegen in der Schweiz aus, wo sich die größten Raffinerien der Welt befinden. Diese verarbeiten riesige Mengen an Minengold und müssten große Anstrengungen unternehmen, um die Herkunft des Rohgoldes lückenlos nachvollziehen zu können.

Bei zu strikten Auflagen und Dokumentationspflichten besteht außerdem die Gefahr, dass das Edelmetall in die arabischen Staaten abwandert. Dort spielen Themen wie Transparenz und Nachhaltigkeit keine große Rolle. Auch Indien plant den Bau neuer Raffinerien. Vor diesem Hintergrund rechnet C.HAFNER in den kommenden Jahren mit großen Überkapazitäten und einem verschärften Wettbewerb.

 

Den vollständigen Marktbericht von C.HAFNER finden Sie hier.

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