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Kolumbien verkauft Großteil seiner Goldreserven

Stand: 26.08.2015

Goldbarren in einem Bundesbank-TresorKolumbien hat im Juli dieses Jahres 64 Prozent seiner Goldreserven verkauft. Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, stieß das südamerikanische Land im vergangenen Monat 6,65 Tonnen des gelben Edelmetalls ab. Damit betragen die Goldbestände Kolumbiens noch 3,76 Tonnen. Bloomberg beruft sich bei seinen Angaben auf Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF).

 

Mit dem Verkauf seines Goldes hat Kolumbien allerdings keinen neuen Trend gesetzt. Vielmehr stockten einige Länder ihre Goldreserven im Juli weiter auf. So erwarb Kasachstan 2,49 Tonnen Gold und verfügt nun über Bestände in Höhe von 208,14 Tonnen. Der südostasiatische Staat Malaysia erhöhte seine Goldreserven um 0,62 Tonnen auf insgesamt 37,9 Tonnen.

Laut den Daten des IWF war auch Russland im Juli nicht untätig. Demnach stiegen die Goldreserven des Landes im vergangenen Monat von 1.275 Tonnen auf 1.288,2 Tonnen. Seit 2005 hat Russland seine Goldbestände mehr als verdreifacht.

 

Muss Venezuela sein Gold verkaufen?

Ein anderes südamerikanisches Land hingegen könnte schon bald dem Beispiel Kolumbiens folgen. Derzeit kämpft Venezuela mit finanziellen Engpässen. Eine Analyse der Citigroup kommt laut Bloomberg zu dem Schluss, dass dem Land möglicherweise nichts anderes übrig bleibe, als einen Teil seiner Goldreserven zu verkaufen.

Die fallenden Rohölpreise treffen Venezuela besonders hart. Der südamerikanische Staat erzielt 95 Prozent seiner Exporterlöse mit dem Verkauf von Rohöl. Die stark gesunkenen Ölpreise haben die Liquidität des Landes zuletzt drastisch beeinträchtigt.

 

Während die britische Großbank Barclays einen Staatsbankrott Venezuelas für unwahrscheinlich hält, widersprechen die Analysten von RBC Capital Markets Venezuela dieser Einschätzung. Sie verweisen unter anderem darauf, dass sich die Kreditausfallabsicherungen des Landes für fünfjährige Bonds auf einem Zwölfjahreshoch bewegten.

 

Goldgeschäfte für Venezuela kein Tabu

Aktuell verfügt Venezuela dem IWF zufolge über Goldreserven in Höhe von 361 Tonnen (ca. 11,61 Millionen Unzen). Laut dem Report der Citibank beträgt der Anteil der Edelmetallbestände an den Währungsreserven rund 68 Prozent.

Die Citigroup hatte im April dieses Jahres durch einen sogenannten Gold-Swap für Aufsehen gesorgt. Damals hatte die Bank dem Staat Venezuela 1 Milliarde US-Dollar geliehen und als Sicherheit 43 Tonnen Gold erhalten. Insidern zufolge läuft das Geschäft über einen Zeitraum von vier Jahren.

 

Bildquelle: © Bundesbank

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