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Kolumbien: Schiffswrack verspricht Milliarden

Stand: 08.12.2015

Kanonen der Galeone San JoseEin Sensationsfund in der Karibik beflügelt die Fantasien der Kolumbianer. Nach jahrzehntelanger Suche hat ein Forscherteam das Wrack der spanischen Galeone „San José“ gefunden. Wie mehrere Medien berichten, hatte das Schiff aus dem 18. Jahrhundert einen Milliardenschatz geladen: rund elf Millionen Goldmünzen und knapp 200 Tonnen Smaragde. Die Schätzungen über den Wert Schatzes gehen weit auseinander. Sie reichen von einer halben Milliarde bis zu 17 Milliarden US-Dollar.

Die San José war am 8. Juni 1708 vor der Insel Rosario im Karibischen Meer gesunken. Englische Kriegsschiffe hatten die Galeone während eines Seegefechts in Brand geschossen. Das Schiff sollte Goldmünzen und Edelsteine aus den amerikanischen Kolonien nach Spanien bringen.

 

Schätze sollen ausgestellt werden

An der Suche nach dem Wrack beteiligte sich auch ein Experte aus dem Entdeckerteam der Titanic. Um die San José sowie deren Schätze zu finden,=== setzten die Wissenschaftler auf Sonar, Spezialkameras und Unterwasserdrohnen. Ob das Gold und die Edelsteine wirklich gehoben werden können, ist noch unklar. Bisher zeigen die Fotos der Fundstelle lediglich Kanonen und Keramikgefäße.

Trotzdem hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bereits große Pläne. Er kündigte den Bau eines Museums an, um die Schätze der Galeone auszustellen. „Wir werden ein großes Museum in Cartagena bauen im Stil der Museen in skandinavischen Ländern, die dort weit unbedeutendere Funde als unseren ausstellen“, so Santos.

 

Fund wirft rechtliche Fragen auf

Zuvor muss die kolumbianische Regierung jedoch einige rechtliche Fragen klären. So ist es laut Experten möglich, dass auch Spanien und Peru Ansprüche auf das Schiff erheben. Vor zwei Jahren verabschiedete der kolumbianische Kongress ein Gesetz, das das kulturelle Erbe des Landes besser schützen soll. Dieses sehen spanische Regierungsverantwortliche kritisch und kündigten an, Informationen über die Anwendung des Gesetzes in Bezug auf die San José zu verlangen.

Ein Rechtsstreit mit der US-amerikanischen Firma Sea Search Armada war im Oktober 2011 zugunsten Kolumbiens entschieden worden. Sea Search Armada behauptete in den 80er Jahren, das milliardenschwere Wrack geortet zu haben und wollte am Gewinn beteiligt werden. Schließlich wies ein US-Gericht alle Ansprüche des Unternehmens als unbegründet zurück. Dieser Streit könnte nun in eine neue Runde gehen. Jetzt müssten die Kolumbianer natürlich mit ihnen verhandeln, so der Anwalt von Sea Search Armada. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen die Koordinaten des Fundortes bereits 1982 an Kolumbien weitergegeben.

 

Bildquelle: © Ministerio de la Cultura de Colombia

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