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JPMorgan an LBMA Gold Price beteiligt

Stand: 31.03.2015

Standard-Goldbarren 12,5 kgSeit dem 20. März 2015 wird der Londoner Referenzpreis für Gold in einem neuen Verfahren ermittelt. Zum Start beteiligten sich sechs Großbanken an dem elektronischen Preisbildungsprozess. Nun gab die Betreiberfirma ICE Benchmark Administration (IBA) einen weiteren Teilnehmer bekannt: Die US-amerikanische Bank JPMorgan Chase & Co. beteiligt sich ebenfalls am LBMA Gold Price, dem Nachfolger des traditionsreichen Londoner Gold-Fixings.

Damit bleibt der wichtigste Referenzpreis für Gold auch weiterhin eine Sache nordamerikanischer und europäischer Großbanken. Zu den übrigen sechs Teilnehmern gehören die Société Générale, Barclays, die Bank of Nova Scotia und die HSBC. Diese vier Kreditinstitute bildeten zuvor das sogenannte Fixing Board, welches für die Verwaltung und die Durchführung des Gold-Fixings zuständig war. Am neuen Preisbildungsprozess beteiligen sich außerdem die US-amerikanische Bank Goldman Sachs und die UBS aus der Schweiz.

 

Transparenzversprechen nur bedingt erfüllt

Vor dem Start des LBMA Gold Price hatte die London Bullion Market Association (LBMA) angedeutet, der Teilnehmerkreis könnte sich durch das neue Verfahren deutlich erweitern. Gegenüber der Financial Times erklärte LBMA-Chefin Ruth Crowell, der neue Referenzpreis schaffe einen vielfältigeren Pool von Teilnehmern, inklusive chinesischer Banken. Mit Blick auf die zugelassenen Großbanken scheint sich diese Erwartung bislang allerdings nicht erfüllt zu haben.

Dabei wäre vor allem ein größerer und vielfältigerer Teilnehmerkreis ein wichtiger Schritt, um das Transparenzversprechen des neuen Preisbildungsmechanismus zu erfüllen. Kritiker des Londoner Gold-Fixings hatten das Verfahren für seine mangelnde Transparenz und Manipulationsanfälligkeit gerügt. Auch die Zusammensetzung des Fixing-Boards stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Fokus der Kritik.

Derzeit ermitteln unter anderem die US-Behörden gegen mindestens zehn Banken, darunter auch Barclays, die Bank of Nova Scotia, die Société Générale, JPMorgan und Goldman Sachs. Sie werden verdächtigt, die Preise für Gold, Silber, Platin und Palladium manipuliert zu haben.

 

Preisbildungsprozess nun elektronisch

Der neue Preisbildungsprozess der IBA soll dies künftig verhindern und so verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Dabei handelt es sich um ein elektronisches und auktionsbasiertes Verfahren auf Basis physischer Transaktionen. Der Referenzpreis wird zweimal täglich ermittelt, um 10.30 Uhr und 15.00 Uhr Londoner Zeit.

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