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Jahresendspurt für Silbermünzen

Stand: 16.12.2013

Silbermünze Arche Noah

Da beginnt er nun doch, der Run auf die Silbermünzen mit noch ermäßigtem Steuersatz. Durch die Anpassung der Mehrwertsteuer ab Januar 2014, wonach Silbermünzen, genau wie Silberbarren mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet werden, wurde eine erhöhte Nachfrage eigentlich schon viel früher erwartet.

 

Aus Gesprächen mit Edelmetallhändlern erfuhren wir, dass in den letzten Wochen der Kauf von Silbermünzen durchaus angezogen war, aber in den letzten Tagen ging es dann erst so richtig los. Zahlreiche Weihnachtsangebote, ein niedriger Silberpreis und der noch ermäßigte Steuersatz beflügelten die Nachfrage, so dass manche Artikel sogar bereits vergriffen sind. Die Kunden wechseln dann meist auf alternative Anlagemünzen oder Sammlermünzen, Hauptsache Silber. Besonders beliebt sind die größeren Stückelungen der Silbermünzen, z.B. 10 Unzen und 1 Kilo.

 

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Desweiteren berichten uns die Edelmetallhändler davon, dass die Differenzbesteuerung, die durch die Medien ging, direkt von den Kunden angesprochen wird. Die neue Versteuerung bietet den Händlern die Möglichkeit, die fälligen 19 Prozent Mehrwertsteuer ab 2014 für Silbermünzen, lediglich auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis anzuwenden. Damit erhöht sich der Aufschlag auf Silbermünzen nur geringfügig.  Diese Möglichkeit der Versteuerung besteht aber nur bei Silbermünzen, die aus einem Nicht-EU-Land importiert werden.

Für den Wiener Philharmoniker, der von der Münze Österreich herausgegeben wird, bedeutet dies natürlich, dass er preislich nach hinten durchgereicht wird. Selbst wenn man den Silber Phil über Umwege aus einem außereuropäischen Land importiert, so haften ihm dafür höhere Kosten für Logistik an. Die  Herausforderung für die Händler besteht nun darin, das Produktangebot so lange wie möglich für die Kunden aufrecht zu erhalten, aber zum Jahresende auch nicht mehr zu viel Bestände aufzuweisen, denn dann erfolgt die Systemumstellung. Das heißt auch, dass Bestellungen aus den Online-Shops bis Jahresende bezahlt und ausgeliefert sein müssen, sonst müssen die 19 Prozent Steuer angerechnet werden.

 

Das angewandte Verfahren der Differenzversteuerung, fordert einen deutlich größeren Bearbeitungsaufwand und es wird sich nicht für jeden Edelmetallhändler rentieren. Beispielsweise müssen ab  einem Warenwert von 500 Euro, die betreffenden Artikel einzeln aufgeführt werden und zwar in ihrer Verlaufshistorie, begonnen vom Einkauf und endend beim Verkauf. Dieser Umstand wird dazu führen, dass die Händler, die die Differenzbesteuerung anwenden, künftig ihr Angebot anders aufstellen werden. Die Kilo-Münzen oder der Münzbarren werden durch ihren Wert eher weniger angeboten werden, dafür werden die 10 Unzen Silbermünzen im Fokus stehen.

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