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Indien: Einfuhrzoll auf Gold bleibt bestehen

Stand: 15.07.2014

Indien besteuert weiterhin den Goldimport

Nachdem die Bharatiya Janata Party (BJP) und ihr Spitzenkandidat Narendra Modi die indischen Parlamentswahlen im April und Mai dieses Jahres gewonnen hatten, hoffte insbesondere die Schmuckbranche des Landes auf eine Lockerung der bestehenden Importrestriktionen für Gold. Diese Hoffnungen wurden nun enttäuscht. Entgegen der allgemeinen Erwartungen belässt die indische Regierung den Zoll für Gold- und Silberimporte zunächst bei zehn Prozent. Dies belegt der neue Haushaltsplan Indiens.

 

Damit bleibt der Einfuhrzoll auf Gold=== auf dem hohen Niveau, das die Vorgängerregierung bereits im letzten Jahr beschlossen hatte, um das Leistungsbilanzdefizit des Landes zu verringern.Zudem besteht weiterhin die sogenannte 80/20-Regel beim Import von Gold. Diese besagt, dass Goldimporteure 20 Prozent des eingeführten Edelmetalls wieder exportieren müssen.

 

Zuletzt hatte die indische Zentralbank im Mai rund 20 Importeuren wieder die Erlaubnis zur Einfuhr von Gold erteilt. Nachdem der regionale Aufschlag auf das gelbe Edelmetall im Herbst 2013 ein Rekordhoch von 130 US-Dollar erreichte, ist er mittlerweile auf rund 10 US-Dollar gesunken. Durch die Beibehaltung des Einfuhrzolls könnte die Goldprämie aber wieder auf 20-30 US-Dollar ansteigen, schätzte Sudheesh Nambiath, Senioranalyst bei Thomson Reuters GFMS, in der vergangenen Woche.

 

Vor diesem Hintergrund ist zudem nicht mit einer Erhöhung der Importzahlen von Gold zu rechnen, der seit dem Beginn der Restriktionen florierende Goldschmuggel dürfte dagegen weiter anhalten. Der World Gold Council (WGC) schätzt, dass seit Inkrafttreten der Importrestriktionen 200-250 Tonnen Gold auf illegalem Wege nach Indien gelangte. Lediglich 2,5 Tonnen konnten laut den indischen Behörden beschlagnahmt werden.

 

Quelle:

Reuters

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