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In Gold we Trust 2016: Gold feiert sein Comeback

Stand: 29.06.2016

Goldbarren von Heraeus, 250 GrammGold ist zurück – mit dieser banalen Aussage beginnt der aktuelle Branchenreport „In Gold we Trust 2016“. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Autoren Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek ihre Studie noch unter dem Titel „In Gold we still do trust“ veröffentlicht. Ausgangsbasis der diesjährigen Gold-Studie ist dagegen das Comeback des gelben Edelmetalls mit der stärksten Quartals-Performance seit 30 Jahren.

Ausschlaggebend dafür ist nach Ansicht der Autoren die steigende Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Genesung der Post-Lehman-Ökonomie. Wie gewohnt erörtern Stöferle und Valek die Chancen von Gold im Kontext der aktuellen Geldpolitik. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Stunde für inflationssensitive Anlagen geschlagen hat.

 

Notenbanken stecken in der Zwickmühle

Dabei sind die Probleme, die der In-Gold-we-Trust-Report thematisiert, keineswegs neu.=== Die Zentral- und Notenbanken verfolgen weiterhin ihr wichtigstes Ziel: Wachstum bzw. Teuerung schaffen. Dazu müsste jedoch die Kreditvergabe wachsen, was bislang kaum der Fall ist. Selbst die nach der Finanzkrise recht zurückhaltend agierende EZB befinde sich nun in einem Zustand der dauerhaften geldpolitischen Improvisation und Stimulation, so die Autoren.

Die jahrelange Niedrigzinspolitik habe die Notenbanken in eine Lose-lose-Situation geführt. Mancherorts, z. B. in der Eurozone, wurde der „monetäre Rubikon“ überschritten und Negativzinsen eingeführt. Gold wird in diesem Umfeld zunehmend attraktiver – das Edelmetall kostet keine Zinsen.

 

US-Geldpolitik bleibt hinter den Erwartungen zurück

Auch die Geldpolitik in den USA kommt kaum voran. Seit Jahren verkünden die US-Notenbanker den Ausstieg aus den monetären Notfallprogrammen und vermitteln das Bild einer sich regenerierenden Wirtschaft. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einem starken US-Dollar geführt und Rohstoffe sowie Gold ausgebremst. Bislang beschränkte sich die Wende in der US-Geldpolitik jedoch auf das Ende des dritten QE-Programms und einen ersten Zinsschritt von 25 Basispunkten.

Zuletzt hatte der US-amerikanische Aufschwung an Fahrt verloren. Hier sehen die Autoren der Gold-Studie ein großes Risiko; denn sollte der Zinserhöhungszyklus scheitern, käme es wahrscheinlich zu einem signifikanten Vertrauensverlust in die Notenbankpolitik und somit auch in den US-Dollar. Dies ginge mit steigenden Rohstoffpreisen einher sowie der Rückkehr der Inflation und wäre nach Ansicht von Stöferle und Valek der „perfect storm“ für Gold.

 

Die Autoren von In Gold we Trust 2016 sehen sich durch die Ereignisse des vergangenen Jahres bestätigt und halten an ihrem Kursziel von 2.300 US-Dollar je Feinunze bis Juni 2018 fest.

 

Den vollständigen Report „In Gold we Trust 2016“ finden Sie hier. Außerdem ist die Studie auch in einer Kompaktversion erschienen.

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