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Handel mit Goldzertifikaten

Stand: 21.10.2013

Parkett-Börse Frankfurt am Main
By Dontworry CC-BY-SA-3.0
via Wikimedia Commons

Eine Investition in Gold kann durch physischen Kauf erfolgen oder durch Wertpapiere. Nachdem wir letzte Woche über Chancen und Risiken von Goldminenaktien berichteten, sollen heute die verschiedenen Möglichkeiten der Gold-ETFs vorgestellt werden. Mit diesen an der Börse gehandelten Fonds können Anteile schnell und günstig, wie Aktien, gekauft und verkauft werden.

Der Anleger sollte sich vor einem Investment dieser Art zunächst überlegen, was mit dem jeweiligen ETF (Exchange Traded Funds) erreicht werden soll. Es gibt mehrere Varianten, denen spezielle Besonderheiten zu Grunde liegen.  Drei der wichtigsten Typen sind ETFs, die physisch besichert sind, ETFs die sich indexbasiert auf Gold-Futurekontrakte beziehen und ETFs die sich auf eine Auswahl an=== Unternehmensaktien, die auf dem Goldmarkt tätig sind, stützen.

Nur bei den physisch besicherten ETF ist der aktuelle Goldpreis ablesbar. Der Anteilseigner, also der Anleger, erhält eine Inhaberschuldverschreibung, in der der Anteil des hinterlegten Goldes verzeichnet ist, welches der Emittent mit dem eingenommenen Geld der Anleger,  in Form von Goldbarren oder Goldmünzen gekauft und gelagert hat. Für den Anleger bedeutet dies den Vorteil, dass er sich nicht um den Goldkauf kümmern muss und auch keine Lagerkosten für das Gold anfallen.  Bei den meisten ETFs mit physischer Besicherung, besteht auch ein Anrecht darauf, den hinterlegten Anteil an Gold sich ausliefern zu lassen. Steuerlich macht das aber wenig Sinn und es steht zu beachten, dass für die Auslieferung auch Gebühren anfallen.

Mit dem zweiten Typ der ETFs werden Gold-Futures in ihrer Entwicklung über einen Index abgebildet. Der Futurekontrakt legt den Kauf oder Verkauf von Gold zu einer bestimmten Zeit und zu einem bestimmten Preis fest. Man schließt praktisch eine Wette auf den künftigen Goldpreis ab. Eine gewisse Erfahrung und Kenntnisse über die Marktmechanismen sollte der Anleger hier mitbringen, denn man kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Gold-Futures sind rein spekulativ, sie stellen eine Inhaberschuldverschreibung dar und der Anleger trägt das Emittentenrisiko. Im Klartext: Geht der Entleiher pleite, hat der Anleger das Nachsehen.

Um einen ETF im wahrsten Sinne des Wortes handelt es sich bei dem dritten Typ, nämlich den Gold-ETFs, mit denen man ein Aktienpaket erwirbt. Dieser ETF enthält verschiedene Aktien von Unternehmen, die in der Goldbranche tätig sind. Mit dieser Investition ist man abhängig von der Entwicklung der Aktienmärkte. Ein steigender Goldpreis ist hier nicht gleichzusetzen mit einer Wertsteigerung dieses Fonds, dieser hat in seiner Preisbildung mehrere Faktoren in der Berücksichtigung und kann sich sogar entgegengesetzt zum Goldpreis entwickeln.

Fazit: Neben dem Kauf von physischen Edelmetallen, stellen ETFs eine zusätzliche Alternative dar, um in den Goldmarkt zu investieren. Eine genaue Analyse der entsprechenden Wertpapiere, sowie eine genaue Bestimmung, des dafür vorgesehenen Anlagekapitals sollten dem Investment voraus gegangen sein.

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