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Goldreserven: China weiter in Kauflaune

Stand: 09.12.2015

Chinesischer GoldbarrenDie Volksrepublik China setzt unbeirrt weiter auf Gold. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, kaufte die People's Bank of China (PBOC) im November dieses Jahres knapp 21 Tonnen des gelben Edelmetalls. Damit stiegen die Goldreserven der chinesischen Zentralbank auf 1.743,23 Tonnen.

Die PBOC hatte im Juli dieses Jahres erstmals seit 2009 ihre offiziellen Goldbestände veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt hielt die Zentralbank nach eigenen Angaben 1.657 Tonnen Gold. Seit diesem Update aktualisiert die PBOC die offiziellen Währungsreserven monatlich. Im Oktober hatten die chinesischen Währungshüter 14 Tonnen Gold erworben. Die Edelmetallreserven beliefen sich damit auf  1.722,23 Tonnen.

 

China bereitet Aufstieg des Renminbi vor

Mit den Edelmetallkäufen will die chinesische Zentralbank ihre Währungsreserven diversifizieren. Im vergangenen November hielt die PBOC Reserven in Höhe von 3,44 Billionen US-Dollar; die Goldreserven hatten einen Wert von 59,52 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Greenback ist der Goldanteil an den Gesamtreserven verschwindend gering. Experten schätzen den Anteil des US-Dollars dagegen auf zwei Drittel.

Die regelmäßige Bekanntgabe der chinesischen Währungsreserven, inklusive der Goldbestände, war eine Kernforderung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Um in den Kreis der Weltwährungen aufgenommen zu werden, verlangte der IWF außerdem die Freigabe des Renminbi-Wechselkurses. Hier zeigten sich die Chinesen nur bedingt kompromissbereit. Der Referenzkurs des Renminbi zum US-Dollar unterliegt nun einem Schwankungskorridor von vier Prozent zum Schlusskurs des Vortages.

 

Renminbi ab Oktober 2016 fünfte Weltwährung

Die Maßnahmen der PBOC haben sich offenbar ausgezahlt, denn Ende November verkündete der IWF die Aufnahme des Renminbi in dessen Währungskorb. Im Oktober 2016 steigt der Renminbi zur fünften Weltreservewährung auf und spielt damit zumindest formell in einer Liga mit dem US-Dollar, dem Britischen Pfund, dem japanischen Yen sowie dem Euro.

Für China ist die Entscheidung des IWF ein wichtiger Etappensieg. Die Chinesen wollen ihre Währung zu einem ernsthaften Konkurrenten für den US-Dollar machen. In den vergangenen Jahren konnte die chinesische Währung gegenüber den vier anderen Weltreservewährungen aufholen. 2012 lag der Renminbi noch auf Platz zwölf, heute belegt er Platz vier der international am meisten gehandelten Währungen. Mittlerweile hat er sogar den Yen überholt. Allerdings ist der Abstand zu den drei Top-Währungen US-Dollar, Euro und Britisches Pfund noch sehr groß.

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