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Goldreserven: Bundesbank holt weiteres Gold heim

Stand: 22.12.2016

Goldbarren in einem Bundesbank-TresorDie Gold-Rückholaktion der Bundesbank läuft nach eigenen Angaben besser als geplant. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat die Zentralbank in diesem Jahr mehrere Tonnen Gold aus Paris und New York nach Frankfurt am Main verlagert. Demnach könnte die bis 2020 geplante teilweise Rückführung der deutschen Goldreserven früher abgeschlossen sein.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan und sind uns sicher, dass wir unser Ziel vor 2020 erreichen werden“, so Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Wie viel Gold genau in diesem Jahr in Frankfurt eintraf, will die Bundesbank im Januar verraten.

 

Ende 2015 lagerten 1.403 Tonnen Gold in Deutschland

Zum 31. Dezember 2015 lagerten nach Angaben der deutschen Währungshüter 1.402,5 Tonnen Gold und damit 41,5 Prozent der deutschen Goldreserven im Inland. Damals hatte die Bundesbank erklärt, dass sie bis 2020 die restlichen 196,4 Tonnen aus Paris sowie 111 Tonnen aus New York nach Frankfurt am Main verlagern wolle.

Ist das neue Lagerstellenkonzept umgesetzt, lagert die Bundesbank ab 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland. Der übrige Teil der Goldbarren soll an den Goldhandelsplätzen New York und London verbleiben. Aktuell besitzt die Bundesbank 3.378 Tonnen Gold.

 

DEG kritisiert Rückholaktion

Die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e. V. (DEG) nutzte die Medienberichte über den Zwischenstand der Gold-Verlagerung für eine erneute Kritik am Lagerstellenkonzept der Bundesbank. Regelmäßig kurz vor Weihnachten verbreite die Bundesbank nebulöse, positive Nachrichten zum Goldbestand der Bundesrepublik nach dem Motto „Alles gut mit Eurem Gold, schlaft weiter“, so Peter Boehringer, Mitglied der DEG und Initiator von „Holt unser Gold heim“.

In einer Pressemitteilung der DEG fordert Boehringer, das Heimholungsziel zeitnah auf 100 Prozent der deutschen Goldbestände zu erhöhen. Zudem solle die Bundesbank endlich alle Goldbarren in einer nachprüfbaren Barrenliste registrieren und diese Liste veröffentlichen. Die DEG wurde 2006 gegründet und fordert im Rahmen der Heimhol-Initiative u. a., dass die Bundesbank die deutschen Goldreserven vollständig im Inland lagert.

 

Bild: © Bundesbank

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