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Goldpreis verliert nach Fed-Entscheidung

Stand: 20.12.2013

Fed-Chef Ben BernankeBy United States Fed Wikipedia Commons

Darauf haben die Finanzmärkte gespannt gewartet. Die US-Notenbank Fed beginnt nun tatsächlich mit dem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik und drosselt den Aufkauf von Staatsanleihen und Wertpapieren. Die Kurse an den Aktienmärkten reagieren vorerst mit Rekordständen, während Goldanleger das Nachsehen haben. Der Goldpreis verliert kräftig und steht aktuell bei 1193 US-Dollar.

 

Mit milliardenschweren Anleihekäufen der Fed wurden seit Mitte 2008 ca. drei Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumt, um die Folgen der Finanzkrise=== zu bekämpfen. Die letzten monatlichen Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren beliefen sich auf 85 Milliarden US-Dollar. Nachdem im Frühsommer dieses Jahres die US-Wirtschaft leicht anzog, verkündete die Notenbank, dass die Anleihekäufe bis Mitte 2014 auslaufen werden, wenn die Konjunktur weiter anzieht. Mit dieser Nachricht wurden bereits Erwartungen geweckt, im Sinne von, die Krise ist nun überwunden, es geht wieder aufwärts. Diese einseitige Einstellung löste allerdings im Verlaufe des gesamten Jahres auf den Anlegermärkten verschiedene Szenarien aus. Das Krisenmetall Gold wird zunehmend uninteressant für Investoren, was sich in einem fallenden Goldpreis widerspiegelt. Auf den Aktienmarkt hingegen, ergeben sich rentablere Anlagemöglichkeiten und die Börsen verzeichnen deutliche Kursgewinne.

 

Seit Frühsommer ist nun doch etwas Zeit vergangen und der Markt zeigte zuletzt ein abwartendes Gesicht. Und nun ist es passiert. In seiner letzten Pressekonferenz, teilt der scheidende Fed-Chef Ben Bernanke mit, dass ab Januar nächsten Jahres das Ankaufprogramm für Anleihen und Immobilienpapiere von 85 Milliarden auf 75 Milliarden US-Dollar heruntergefahren wird. Ein wenig überraschend kam es schon, viele haben erwartet, dass erst die künftige Vorsitzende Janet Yellen (Antritt Ende Januar 2014) mit dem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik beginnt.

 

Jetzt haben wir also 10 Milliarden US-Dollar weniger Geldflut. Die Summe trägt wohl eher symbolischen Charakter, reicht aber aus, um die Erwartungshaltung an die Entwicklung der Wirtschaft positiv zu stimmen. Aktuelle US-Wirtschaftsdaten und Arbeitslosenzahlen, die unerwartet gut ausfielen, führten den Fed-Entscheid herbei. Der Leitzins bleibt vorerst noch unangetastet und verharrt weiter auf Rekordtiefen von 0 - 0,25 Prozent und soll erst angehoben werden, wenn sich die Arbeitslosenquote, die im November bei 7 Prozent lag, auf unter 6,5 Prozent entwickelt.

 

Die US-Börse reagiert, ihrem Jahrestrend folgend, einmal mehr mit starken Kursgewinnen und auch für den Goldpreis bedeutet es den bisherigen Kurs fortzusetzen, jedoch in die andere Richtung. Gold verliert und nähert sich seinem bisherigen Jahrestief Ende Juni, als die Feinunze zeitweise bei 1180 US-Dollar lag.

 

Goldpreisentwicklung der letzten 24 Stunden

 

Mittel- und längerfristig betrachtet, glauben wir, dass die Folgen der Finanzkrise von 2008 noch längst nicht vorbei sind, sondern eher noch weitere Schwierigkeiten auf uns zu kommen, begründet durch die jahrelang andauernde enorme Geldschwemme, die marktuntypische Entwicklungen auf dem Finanzmarkt hervorgerufen hat und noch weiter tun wird. Stichwort: Blasenbildung, wie derzeit am Aktienmarkt zu beobachten.

Unsere Empfehlung lautet daher, sich nicht allein auf Stimmungen oder Erwartungen zu verlassen, besser ist es die Fakten und Entwicklungen zu verfolgen und weiter Gold im Portfolio zu halten, um sich für alle Eventualitäten abzusichern. Den Anteil bestimmen Sie.

Für all jene unter Ihnen, die gern antizyklisch handeln: Zum derzeit günstigsten physischen Goldangebot unserer Edelmetallhändler geht es hier lang.

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