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Goldpreis Manipulation und die Reaktion der Banken

Stand: 07.03.2014

Maple Leaf Goldmünze

Der Verdacht, dass auch beim Londoner Gold-Fixing der Goldpreis manipuliert wird, besteht schon längere Zeit. Die beteiligten Großbanken reagierten auf die Vorwürfe stets mit der Aussage, dies sei alles Teil einer Verschwörungstheorie.

 

Doch immer wieder erscheinen Gutachten von Analysten, gerade in den vergangenen Wochen, die auf ungewöhnliche Handelsmuster beim Gold-Fixing in London hinweisen.  Aus der jüngsten Studie, veröffentlicht von Rosa Abrantes-Metz, einer Professorin der New York University Stern School of Business und Albert Metz, leitender Direktor bei Moody's Investor Service geht hervor, dass unnatürliche Preisentwicklungen gegen 15 Uhr in London festgestellt worden sind, die auf geheime Absprachen zwischen den beteiligten Großbanken deuten.

 

Seit 2004 ist ein Handelsmuster zu erkennen, wonach=== ohne nachvollziehbaren Grund, vor allem beim Nachmittags-Fixing, der Goldpreis deutlich nach unten tendiert, so die Analysten gegenüber Bloomberg.

Mehrere Aufsichtsbehörden, u.a. die BaFin, prüfen bereits das Verfahren der Preisfestlegung beim London-Fixing. Laut jüngsten Presseberichten hat auch ein amerikanischer Privathändler, der mit Gold-Futures und Gold-Optionen gehandelt hatte, gegen die 5 beteiligten Banken geklagt, mit dem Ziel eine Sammelklage zu erwirken.

 

Was passiert beim Goldpreis-Fixing genau und welche Banken sind beteiligt?

 

Das Gold-Fixing ist ein Handelsprozess im physischen Goldhandel, bei dem möglichst viele Handelsaufträge zu einem festen Preis abgewickelt werden sollen. Dies sorgt für eine hohe Marktliquidität und garantiert absolute Anonymität.

Der Fixpreis für Gold wird am London Bullion Market zweimal täglich (11:30 Uhr MEZ; 16:00 Uhr MEZ) per Telefonkonferenz der Banken festgelegt.

 

Hierbei sind 5 Vertreter der sogenannten Bullionbanken (Mitglieder der London Bullion Market Association; kurz: LBMA) beteiligt:

 

  • Bank of Nova Scotia-Scotia Macatta

  • Barclays Bank

  • Deutsche Bank AG London

  • HSBC Bank USA NA London Branch

  • Société Générale

 

Der veröffentlichte Fixpreis ist nach einer ca. 10-minütigen Sitzung bekannt und ergibt sich aus einem Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Unternehmen und Institutionen, die mit physischem Gold handeln, z.B. Zentralbanken, Rohstofflieferanten, Investmentbanken, benötigen den festgelegten Goldpreis als Richtwert für geplante Aktivitäten am Goldmarkt. Die Edelmetallhändler gleichen täglich ihre Preise dem Gold-Fixing an.

 

Erste Reaktionen der Banken zu den jüngsten Vorwürfen

 

Bank of Nova Scotia-Scotia Macatta/ Brian Porter, Chief Executive Officer:

"Das Fixing ist veraltet, es gibt es seit einer langen Zeit. Es sollte überprüft werden und jeden Grad an Transparenz, den wir hinzufügen wäre gesund. Wir sind überzeugt davon, wie wir unser Geschäft betreiben. Wir sind kundenorientiert und werden uns verteidigen." Bloomberg News

 

Société Générale:

"Die Anschuldigungen sind unbegründet und Société Générale wird sich gegen diese Vorwürfe verteidigen." Reuters

 

Deutsche Bank/Renee Calabro:

"Wir sind überzeugt davon, dass die Klage unbegründet ist und werden uns energisch dagegen verteidigen." Bloomberg News

 

Barclays Bank und HSBC haben noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

 

Quellen:

http://www.goldreporter.de/mutmassliche-goldpreis-manipulation-das-sagen-die-beschuldigten/news/39948/

http://www.investor-verlag.de/neue-studie-zur-goldpreismanipulation-schlag-gegen-die-grossen-banken/120189312/

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