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Goldpreis - Aktuelle Einflussfaktoren

Stand: 31.01.2014

Krügerrand Goldmünze

Zwei unterschiedliche Extreme wirken aktuell auf den Goldpreis. Es ist ein Kampf zwischen den Anlegern, die in physisches Gold investieren und den Spekulanten an der Terminbörse. Zusätzliche, aber eher moderat wirkende Impulse, gehen von den Entscheidungen der Regierungen und den Notenbanken aus, hinsichtlich ihrer angewandten Geldpolitik.

 

Dazwischen, einsam seinen Weg suchend, immer öfter und stark schwankend, der Goldpreis. Er orientiert sich kaum noch in seiner Entwicklung an unseren Erwartungen oder logischen Schlussfolgerungen, sondern wird zwanghaft geführt durch eine Preistreiberei in die gewünschte Richtung an der Terminbörse. Doch der Goldpreis kämpft um seinen wahren Wert, unterstützt durch ===eine weiterhin starke physische Nachfrage, vor allem aus Asien.

 

Physische Goldnachfrage

Allein durch Milliarden Privatanleger und die Notenbanken in Asien, ist im letzten Jahr die physische Nachfrage für Gold extrem gestiegen. In China um mehr als 30 Prozent und der Trend hält weiter an. Gut für den Goldpreis ist die Tatsache, dass dieses Gold für langfristige Ziele angelegt wird und damit nicht mehr für Spekulationen am Goldmarkt zur Verfügung steht. Die offiziellen Goldreserven in China werden mit rund 1000 Tonnen Gold angegeben, doch schätzen Experten, dass es bis zu 6000 Tonnen sein könnten. Keinen Hehl macht China bzgl. der Absicht, bis zu 10.000 Tonnen Gold einzukaufen, um damit Amerika (8.000 Tonnen) zu überholen. Außerdem ist China bereits der größte Goldproduzent weltweit.

Aber nicht nur in Asien steigt die physische Nachfrage unaufhörlich, auch die Münze Österreich AG arbeitet inzwischen rund um die Uhr in drei Schichten, um die weltweite Nachfrage abdecken zu können. Die Wiener Philharmoniker Goldmünze und Silbermünze sind absolute Verkaufsschlager.

In Indien verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Goldimportsteuer von derzeit 10 Prozent auf 8 Prozent abgesenkt wird, das dürfte für den ehemals größten Markt für physisches Gold in Indien endlich wieder beleben und dem Goldpreis positive Impulse verleihen. Die Umsetzung der neuen Importsteuer wird für das 2. Quartal in diesem Jahr erwartet.

 

Der Handel mit Futures an der US-Terminbörse COMEX

Die zum Teil mit Gold hinterlegten Fonds, die an der Rohstoffbörse gehandelt werden um damit schnelle Gewinne zu erzielen, waren im letzten Jahr der Auslöser für den dramatischen Kursverlust bei Gold. Durch die starken Abflüsse (Verkäufe) von ETFs, mehr als 870 Tonnen Gold, wurde der Markt regelrecht mit Gold überflutet, was sich wiederum destabilisierend auf den Goldpreis auswirkte. Doch das frei gewordene Gold ist nun für eine weitere Verwendung  spekulativer Marktakteure entzogen, denn ein Großteil des Goldes wurde von Asien aufgekauft und es dient eher langfristigen Anlagezielen. Aktuell entwickelt sich an der COMEX wieder eine optimistische Markterwartung mit vermehrten Käufen von Futures, aber nur langsam und die weitere Entwicklung in dieser Anlageklasse ist nicht vorhersehbar, auch weil mittlerweile bekannt ist, dass hier manipulative Kräfte am Werk sind.

 

Die Notenbank Fed

Was lange im Vorfeld angekündigt wurde ist nun in die Tat umgesetzt. Das Tapering hat begonnen. Bereits zum 2. Mal wurden die Anleihekäufe von ursprünglich 85 Milliarden US-Dollar um 10 Milliarden US-Dollar gekürzt, auf jetzt monatlich 65 Milliarden US-Dollar. Bislang war die Wirkung auf den Goldpreis nur geringfügig, da dieser Beschluss der Fed erwartet wurde und bereits in die Anlagestrategien der Großinvestoren eingepreist war. Mittelfristig betrachtet, wird der Goldpreis dadurch unter Druck gesetzt, den Investoren fühlen sich bestätigt, in der Annahme, die Finanzkrise sei vorbei und so verliert die Anlageklasse Gold als sicherer Hafen gegenüber dem aktuell mehr Rendite bringendem Aktienmarkt. Beinahe täglich kursieren Meldungen über Rekordstände an der Börse, doch seit dieser Woche scheint sich der überhitzte Aktienmarkt zu beruhigen.

 

Der Trend, trotz steigender physischer Goldnachfrage einen fallenden oder gleichbleibenden Goldpreis zu beobachten, wird sich nach Meinung der meisten Experten in diesem Jahr noch weiter fortsetzen. Zu groß ist der Einfluss des Goldhandels an der COMEX. Die kritische Marke liegt bei 1.200 US-Dollar, was den derzeitigen Produktionskosten für eine Unze Gold entspricht.

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