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Goldnachfrage: Rückgang im zweiten Quartal

Stand: 27.07.2016

Krügerrand 1 UnzeWährend der Goldpreis seit Jahresbeginn zulegen konnte, hat sich die physische Nachfrage nach Gold deutlich abgeschwächt. Wie aus dem aktuellen Marktbericht des Branchendienstes Thomson Reuters GFMS hervorgeht, sank die Nachfrage im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 715 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 waren weltweit 917 Tonnen Gold nachgefragt worden.

Bereits im ersten Quartal dieses Jahres war die Goldnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 764 Tonnen zurückgegangen. Der Wert des zweiten Quartals liegt noch einmal 6 Prozent darunter.  Laut GFMS summierte sich der Angebotsüberschuss im zweiten Quartal auf 404 Tonnen und nahm damit im Jahresvergleich um 195 Prozent zu. Bereits im Quartal zuvor war der Überschuss mit 367 Tonnen sehr hoch.

 

Schmuckbranche ohne größeren Goldbedarf

Ein Faktor für die rückläufige Goldnachfrage im vergangenen Quartal war der geringe Goldbedarf der Schmuckbranche. So benötigten die Schmuckhersteller nur 348 Tonnen Gold und damit 30 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2015. Damals hatte der Goldbedarf bei 497 Tonnen gelegen.

Gleichzeitig sank der Goldbedarf der Industrie um knapp 7 Prozent auf 85 Tonnen. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres hatte sich die industrielle Nachfrage auf 92 Tonnen belaufen.

 

Barrennachfrage geht zurück, Münznachfrage steigt

Auch die Münz- und Barrennachfrage ging im zweiten Quartal leicht zurück. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank sie um 2,6 Prozent auf 242 Tonnen. Während das Interesse an Goldbarren um knapp 12 Prozent abnahm, stieg die Nachfrage nach Münzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 28 Prozent auf 73 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 waren es 57 Tonnen gewesen.

Dagegen erwarben die Zentralbanken und andere Institutionen erneut weniger Gold. Die Goldkäufe des offiziellen Sektors lagen im vergangenen Quartal bei 42 Tonnen und damit rund 49 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Von April bis Juni vergangenen Jahres hatten sich die Käufe auf 81 Tonnen belaufen.

 

Stabiles Goldangebot

Während die Goldnachfrage im zweiten Quartal zurückging, stieg das weltweite Goldangebot um rund 6 Prozent auf 1.120 Tonnen. Im Vorjahresquartal hatte das Angebot 1.054 Tonnen betragen. Aufgrund der höheren Nachfrage fiel der Angebotsüberschuss im zweiten Quartal 2015 jedoch niedriger aus – laut GFMS lag dieser bei 137 Tonnen.

Die beiden Hauptfaktoren für das weltweite Goldangebot entwickelten sich in den vergangenen drei Monaten unterschiedlich. Während der Ausstoß der Goldminen um 2 Prozent auf 770 Tonnen zurückging, stieg das Recyclingangebot um 9 Prozent auf 310 Tonnen. Im zweiten Quartal 2015 hatten die Bergbaugesellschaften insgesamt 787 Tonnen Gold gefördert, das Recyclingangebot hatte sich auf 283 Tonnen belaufen.

 

Den vollständigen Quartalsbericht von Thomson Reuters GFMS finden Sie hier.

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