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Goldnachfrage im dritten Quartal im Aufwind

Stand: 28.10.2015

Ein Stapel GoldbarrenDie Nachfrage nach Gold hat im dritten Quartal dieses Jahres wieder leicht zugenommen. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf 1.074 Tonnen. Dies geht aus dem aktuellen Quartalsbericht des Branchendienstes Thomson Reuters GFMS hervor. Im dritten Quartal 2014 hatte die weltweite Goldnachfrage bei 1.007 Tonnen gelegen.

 

Gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres verbesserte sich die Nachfrage um 23,6 Prozent. Im Zeitraum von April bis Juni waren insgesamt 869 Tonnen des gelben Edelmetalls nachgefragt worden. Damit ist das dritte Quartal das bisher stärkste in diesem Jahr.

 

Münzen und Barren wieder stärker gefragt

Ein Grund für die gestiegene Nachfrage im vergangenen Quartal war das Interesse von Kleinanlegern an Goldbarren und -münzen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Münz- und Barrenverkäufe mengenmäßig um 26 Prozent auf 296 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 hatte die weltweite Nachfrage bei 235 Tonnen gelegen.

Im Vergleich zum Vorquartal nahm der Münz- und Barrenabsatz ebenfalls um 26 Prozent zu. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren weltweit 234 Tonnen Gold in Münz- und Barrenform verkauft worden.

 

Auch die Zentralbanken hatten wesentlichen Anteil an der robusten Gesamtnachfrage im dritten Quartal. So stiegen die Goldkäufe des sogenannten offiziellen Sektors im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 Prozent auf 132 Tonnen. Im Zeitraum von Juli von bis August 2014 hatten die Zentralbanken 117 Tonnen Gold erworben.

Gegenüber dem Vorquartal stieg die Goldnachfrage der Zentralbanken um 106,3 Prozent. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte der offizielle Sektor 64 Tonnen Gold gekauft.

 

Schmuckhersteller und Industrie mit leichtem Minus

Dagegen sank die physische Nachfrage der Schmuckhersteller im dritten Quartal um 0,9 Prozent auf 550 Tonnen. Ein Jahr zuvor hatte die Nachfrage bei 555 Tonnen gelegen. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Goldbedarf allerdings um 15,5 Prozent. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte die Schmuckbranche 476 Tonnen Gold nachgefragt.

Ebenfalls leicht zurück ging der Edelmetallbedarf der Industrie. Dieser sank im vergangenen Quartal gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 96 Tonnen. Im Zeitraum von Juli bis September 2014 war die Industrie auf eine Nachfrage von 100 Tonnen gekommen. Im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres blieb Goldnachfrage stabil.

 

Recyclingangebot wieder leicht gestiegen

Das weltweite Goldangebot betrug im vergangenen Quartal insgesamt 1.125 Tonnen. Damit stieg es gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Im dritten Quartal 2014 hatte das weltweite Angebot bei 1.111 Tonnen gelegen.

 

Die Minenproduktion stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent auf 851 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 waren 845 Tonnen Gold gefördert worden. Deutlich höher fiel die Steigerung gegenüber dem Vorquartal aus – sie betrug 9,5 Prozent. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatten die Minengesellschaften 777 Tonnen Gold abgebaut.

Gleichzeitig stieg auch das Recyclingangebot im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf 281 Tonnen. Im dritten Quartal 2014 hatte es bei 273 Tonnen gelegen. Mit Blick auf das Recyclingangebot im zweiten Quartal 2015 von 272 Tonnen ergibt sich ein ähnlicher Wert.

 

Den vollständigen Bericht „Gold Survey 2015: Q3 Update and Outlook“ finden Sie hier.

 

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